Pressemitteilung

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Thema: Digitalisierung, Verwaltungsvereinfachung

29.7.2020

Interkommunale Weiterbildungsplattform in der Metropolregion-Rhein-Neckar erhält 250.000 Euro Förderung

Die immer rasanter fortschreitende Digitalisierung ist nicht nur technisch ein großer Umbruch für die Gesellschaft, auch die Arbeitsweisen in den Verwaltungen ändern sich dadurch enorm. Zudem legt das Online-Zugangsgesetz Rahmenbedingungen für Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung fest. Entsprechend müssen Mitarbeiter geschult werden, um die neuen Technologien auch im Alltag gewinnbringend für sich selbst, aber auch für die Bürger einsetzen zu können. Um die digitale Kompetenz der Beschäftigten in den Kommunalverwaltungen auszubauen, haben Vertreter der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH sowie des Landkreises Bergstraße heute in Heppenheim eine Kooperationsvereinbarung mit dem Land Hessen für den „Kommunal-Campus“ unterzeichnet. Das Land Hessen fördert das länderübergreifende Projekt mit 250.000 Euro.

Hinter dem „KommunalCampus“ verbirgt sich die Idee einer internet-basierten Plattform, welche Bildungs- und Weiterbildungsangebote mit den Bedarfen der Kunden verknüpft – mit ähnlichen Funktionen und Matching-Algorithmen wie beispielsweise bei Urlaubsportalen im Internet. Somit können für die Mitarbeiter bedarfsgerechte Lehr- und Lernbausteine für individuelle Weiterbildungsbedarfe identifiziert und kombiniert werden.

Die Idee für die Plattform wurde gemeinsam von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und dem Landkreis Bergstraße in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungsanbietern (Duale Hochschule Mannheim, Hochschule für Polizei und Verwaltung Wiesbaden, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer) entwickelt. Die Metropolregion soll länderübergreifend zwischen Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als Modellregion fungieren.

Patrick Burghardt, Digital-Staatssekretär sowie CIO, hat für das Projekt „KommunalCampus“ die Patenschaft übernommen: „Digitalkompetenz ist ganz wesentlich für eine funktionierende und bürgernahe Verwaltung. Dafür braucht es qualifizierte Angebote zur Aus- und Fortbildung der Beschäftigten. Mit dem ,KommunalCampus‘ haben wir ein wichtiges Instrument initiiert, um den digitalen Wandel zu schaffen und neue Kompetenzen aufzubauen.“

„Eine moderne und digitale Verwaltung ist nicht nur für die Zukunft ungemein wichtig, sondern auch schon jetzt“, sagte Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße. Er verfolge bereits seit seinem Amtsantritt 2015 die Modernisierung und Digitalisierung der Kreisverwaltung. Mit Erfolg, denn die Kreisverwaltung sei beispielsweise vor Kurzem mit dem dritten Preis im Landeswettbewerb „Hessen smart gemacht“ für Bürgerbeteiligung und dem Verwaltungspreis „Gute Verwaltung“ für das digitale Angebot seines kommunalen Jobcenters ausgezeichnet worden. „Eine moderne digitale Verwaltung braucht aber auch Mitarbeiter mit entsprechenden Kompetenzen. Deshalb freue ich mich, dass wir Teil des ‚KommunalCampus‘ sind“, so Engelhardt.

Stefan Dallinger, Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar und Vorsitzender des Lenkungskreises des Modellvorhabens „kooperatives E-Government“: „Eine funktionsfähige Verwaltung sollte eine Verwaltung mit intelligenten digitalen Prozessen sein. Wir konnten in der Metropolregion in diesem Bereich schon Vieles verbessern. All diese guten Erfahrungen bringen wir jetzt ein.“

Der „KommunalCampus“ ist hinsichtlich Idee und Technik so ausgelegt, dass er als Modell bundesweit genutzt werden kann. Es gibt zudem Schnittstellen zu den Plattformen des eGOV-Campus, einem Projekt des IT-Planungsrates. Dadurch werden Synergien ermöglicht, um standardisierte Lernmodule zu entwickeln. Die Metropolregion Rhein-Neckar dient beim eGOV-Campus bereits als Innovations- und Erprobungsraum.

Kontakt

Marco  Brunzel

Marco Brunzel Leitung Digitalisierung und E-Government

0621 10708-380 0621 10708-400 marco.brunzel@m-r-n.com

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Digitalisierung

Als globaler Megatrend beeinflusst die Digitalisierung nahezu alle Bereiche des Lebens. Umso wichtiger ist es für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, Vorreiter zu sein. Damit Deutschland diesem Anspruch gerecht wird, müssen alle Teile der Gesellschaft stärker als bislang vernetzt und konzertiert zusammenwirken. Nur so lassen sich die vielfältigen Chancen auch nutzen, die der digitale Wandel für Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft eröffnet.
Thema

Verwaltungsvereinfachung

Effiziente Kommunikation zwischen Behörden und Unternehmen ist ein wichtiger Standortfaktor. Dies gilt umso mehr, wenn sich ein Wirtschaftsraum so wie Rhein-Neckar über mehrere Bundesländer erstreckt und Unternehmen dadurch im Alltag mit unterschiedlichen Verfahren und Vorgehensweisen konfrontiert sind. Die länderübergreifende Verwaltungsvereinfachung, insbesondere das wirtschaftsorientierte E-Government, gehört daher seit Beginn zu den Aufgaben der gemeinschaftlichen Regionalentwicklungsarbeit.
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Förderprogramm

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Ländern und Metropolregion Rhein-Neckar (von links): Stefan Krebs, Ralph Schlusche, Dr. Christine Brockmann, Dr. Thomas Schäfer, Randolf Stich | © MRN GmbH
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Modellvorhaben „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“

Es wird gezeigt wie Vernetzung und IT Verwaltungsvorgänge kundenfreundlicher und kostengünstiger machen.

Modellvorhaben / Pilotprojekt Kooperation Förderprogramm Plan / Strategie