Thema: Digitaler Wandel Verwaltungsvereinfachung

Modellvorhaben „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“

Modellvorhaben / Pilotprojekt Kooperation Förderprogramm Plan / Strategie

„Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ ist ein 2010 initiiertes, bundesweit einmaliges Modellvorhaben in der Metropolregion Rhein-Neckar. Am Beispiel der Region-Rhein-Neckar zeigen regionale Akteure sowie die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, wie länder- und ebenenübergreifende Vernetzung und der sinnvolle Einsatz von IT dazu beitragen können, Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung einfacher, schneller und kostengünstiger zu gestalten. 

Motor der Verwaltungsmodernisierung

E-Government ist ein wichtiger Motor für die Verwaltungsmodernisierung. Durch den gezielten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien lassen sich die Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung einfacher, schneller und kostengünstiger gestalten und auf Seiten der Verwaltung neue Arbeits- und Organisationsformen schaffen. E-Government bietet die Chance, Verwaltungsgrenzen zu überwinden und einen virtuell einheitlichen Verwaltungsraum aufzubauen, ohne dass hierfür eine umfassende Strukturreform oder Neuordnung der Zuständigkeiten erforderlich ist. 

Zugang erleichtern und Prozesse vereinfachen

Die Projekte des Modellvorhabens „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ verfolgen zwei Ziele: den Zugang von Bürgern und Unternehmen zu Behörden erleichtern und die Prozesse zwischen Behörden und Unternehmen vereinfachen. Darüber hinaus soll im Rahmen des Modellvorhabens ermittelt werden, welche Organisations- und Finanzierungsformen, Geschäfts- und Betreibermodelle sowie Architekturkonzepte am besten für die Umsetzung eines kooperativen E-Government in föderalen Strukturen geeignet sowie welche rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür erforderlich sind.

Der Lenkungskreis, in den die Kooperationspartner jeweils einen Vertreter entsenden, steuert die Aktivitäten des Modellvorhabens. Er wird durch eine Geschäftsstelle unterstützt, die auf operativer Ebene für die Koordination des Gesamtvorhabens, die Projektkoordination und Portfoliosteuerung sowie die Kommunikation nach außen zuständig ist. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle und dem Lenkungskreis trägt auch der Arbeitskreis „E-Government“, in dem die E-Government-Beauftragten der 15 Stadt- und Landkreise sowie die regionalen Kammern vertreten sind, Sorge für die Verankerung des Modellvorhabens in der Region. 

Alle E-Government Projekte aus dem Portfolio des Modellvorhabens werden darüber hinaus von themenspezifischen Arbeitsgruppen unterstützt. In diesen engagieren sich Vertreter aus Unternehmen und Fachbehörden, damit frühzeitig die Anforderungen und Vorstellungen der Praxis berücksichtigt werden. 

Nach dem Vorbild des Modellvorhabens der Rhein-Neckar-Region haben sich im Rheinland und in der Metropolregion Nordwest mehrere Gebietskörperschaften zusammengeschlossen, die ebenfalls neue Formen der Verwaltungszusammenarbeit erproben. Alle Erprobungsräume verfolgen gemeinsam das Ziel, den Ausbau einer innovativen und vernetzten Verwaltung weiter voranzutreiben.

Sarah  Breckheimer

Sarah Breckheimer Leitung Verwaltungs­vereinfachung Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

0621 10708-111 0621 10708-100 sarah.breckheimer@m-r-n.com