Pressemitteilung

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Thema: Bildung, Fachkräftesicherung

27.4.2021

Förderbescheid über 497.000 Euro für MINT-Bildung von Jugendlichen in der Metropolregion Rhein-Neckar

Junge Menschen für MINT (Mathematik, Naturwissenschaften, Technik) -Themen und -Berufe begeistern und gewinnen: Bereits heute engagieren sich in der Rhein-Neckar-Region in mehr als 100 Projekten zahlreiche Organisationen wie die Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, Kommunen und Unternehmen dafür, dem Fachkräftemangel in MINT-Berufen entgegenzuwirken. Diese Einzelmaßnahmen sollen künftig im neu gegründeten Verbundvorhaben „MINTcon.“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN GmbH), der Stadt Mannheim und der Hochschule Mannheim geordnet und eingebettet werden, um das Interesse an MINT-Berufen in Rhein-Neckar zielgerichteter und systematisch zu erhöhen.

Das Vorhaben der MRN GmbH, der Stadt Mannheim und der Hochschule Mannheim wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit vorerst 497.000 Euro finanziell unterstützt. Heute übergab der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister, in Mannheim den offiziellen Förderbescheid gemäß der Richtlinie zur Förderung regionaler Cluster für die MINT-Bildung von Jugendlichen. Er erklärt dazu:

„Das Innovationsland Deutschland ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb wollen wir bereits junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Die MINT-Cluster für Kinder und Jugendliche leisten dazu einen großen Beitrag. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, um die regionalen Akteure der außerschulischen MINT-Bildung mit weiteren MINT-Partnern zu vernetzen. Das Cluster MINTcon. verfolgt für die Metropolregion Rhein-Neckar einen sehr überzeugenden Ansatz: ein Trio-Kooperationsmodell, das aus Schulen zur Ansprache der Zielgruppe, außerschulischen MINT-Angeboten und Betrieben aus der Region besteht.

Die Kinder und Jugendlichen sollen so frühzeitig für MINT-Themen begeistert werden, um ihnen später die Entscheidung für ein MINT-Studium oder die Ausbildung in einem MINT-Beruf zu erleichtern. Ich gratuliere den Verbundpartnern von MINTcon. zu ihrem neuen MINT-Cluster. Es ist eines von 22 Clustern, die in den vergangenen Monaten in vielen Bundesländern gestartet sind. Zum 1. Februar 2021 ist die zweite Förderrunde gestartet, aus der weitere regionale MINT-Cluster hervorgehen sollen.

Allen Kindern und Jugendlichen der Region, die zukünftig an den Angeboten von MINTcon. teilnehmen werden, wünsche ich schon jetzt viel Spaß und Begeisterung.“

Das Projekt „MINTcon.“ läuft seit 1. Januar 2021 für vorerst drei Jahre, mit der Option auf Verlängerung. Die drei Verbundpartner arbeiten dabei mit einer klaren Rollen- und Aufgabenverteilung zusammen und sind verantwortlich für drei Teilvorhaben:

  • MINTcon.nect der MRN GmbH vernetzt die MINT-Anbieter der Region untereinander, bündelt vergleichbare Angebote und vermarktet vor allem außerschulische Angebote durch direkte Ansprache der Jugendlichen. Die MRN GmbH wird auch dafür sorgen, weitere Akteursgruppen einzubinden sowie den regionalen Rollout und die überregionale Vernetzung voranzutreiben.
  • MINTcon.cept der Stadt Mannheim (Fachbereich Bildung und Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung) berät und begleitet Mannheimer Bildungseinrichtungen. Dadurch kümmern sie sich um die Ausweitung des bestehenden Wissensmanagements. Darüber hinaus sollen Jugendliche als MINT-Botschafter:innen eingebunden werden, die sich langfristig als Multiplikator:innen engagieren. Außerdem sollen in diesem Teilprojekt MINT-Sprecher:innen und neue Trio-Kooperationsmodelle an den Bildungseinrichtungen etabliert werden.
  • MINTcon.tact der Hochschule Mannheim schließlich etabliert eine MINT-Kontaktstelle innerhalb der Hochschule, treibt die systematische Vernetzung von Studierenden und Jugendlichen im außerschulischen Kontext sowie den Dialog mit Lehrer:innen an, beteiligt sich am Auf- und Ausbau einer praxisnahen Berufsorientierung in Richtung MINT-Studium und wird weitere Hochschulen in der Region in das Projekt einbeziehen.

Gleichzeitig mit der Übergabe des Förderbescheides wurde heute auch das offizielle Logo des Projektes „MINTcon.“ vorgestellt: Ein Schriftzug in mintgrün, bei dem aus dem Buchstaben „i“ eine Pfefferminzpflanze erwächst. Wer nämlich im Internet unbedarft nach dem Begriff „MINT“ sucht, erhält auch zahlreiche englischsprachige Ergebnisse zur Mint-Pflanze und der Farbe Mint. Das Logo von „MINTcon.“ greift beides spielerisch auf, sorgt durch den Verzicht auf mathematische oder technische Elemente für einen niederschwelligen und gendersensiblen Zugang und inkludiert auf diese Weise auch Themen wie Nachhaltigkeit und Umwelt. Durch die Ergänzungen nach dem Punkt im Projektnamen wird der Begriff modular erweiterbar und symbolisiert den Verbundgedanken, bei dem die Partner unter einem gemeinsamen Dach mit einem eigenständigen Profil zusammenarbeiten.

Gewonnene Erkenntnisse des Verbundprojektes aus den geplanten „MINTcon.“-Aktivitäten in Mannheim in den kommenden drei Jahren sollen in einer zweiten Projektphase als Vorlage für weitere Kommunen, Hochschulen und Verbundpartner in Rhein-Neckar dienen. Ziel von „MINTcon.“ ist, vorhandene MINT-Strukturen zu stärken und mit Hilfe einer eigenfinanzierten Regionalorganisation ein erprobtes und wirksames Konzept in der gesamten Metropolregion als MINT-Cluster zu etablieren.

Kontakt

Jochen Kurrat

Jochen Kurrat Referent Bildung

0621 10708-452 0621 10708-400 jochen.kurrat@m-r-n.com

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Wissen und Bildung gelten als Schlüsselressourcen um in Zukunft erfolgreich zu sein. Von ihnen hängen die Teilhabe des Einzelnen am Arbeitsmarkt und seine soziale Integration ab. Aber auch die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft wird durch sie in hohem Maß beeinflusst. Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung haben einen Wandel der Bedeutung des Begriffs Bildung ausgelöst: Es findet eine Verschiebung von „Was wir lernen“ zu „Wie wir lernen“ statt.
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Fachkräftesicherung

Rhein-Neckar ist ein starker Wirtschaftsstandort. Dementsprechend gut ist die Lage am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt regelmäßig unter dem ohnehin niedrigen Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig haben bestimmte Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, ihren Fachkräftebedarf adäquat zu decken. Betroffen sind u.a. die Branchen Elektrotechnik, Pflege und Chemie. Durch die Folgen des demografischen Wandels rechnen weitere Betriebe und Branchen künftig mit Engpässen.
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