Pressemitteilung

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Energiewende, Verkehr und Mobilität

16.5.2019

Potenzialanalyse Wasserstoff in Rhein-Neckar vorgestellt

Energiewende mit Wasserstoff in Rhein-Neckar

Wasserstoff gilt als ein Energieträger der Zukunft und rückt bei der Umsetzung der Energiewende zunehmend in den Fokus. Wasserstoff in Verbindung mit der Brennstoffzellentechnologie zählt zu den strategischen Wachstumsfeldern in der Metropolregion Rhein-Neckar, die zu den bedeutendsten Wirtschaftsräumen insbesondere in der Chemiebranche zählt. Seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Industrie- Verkehrs- und Versorgungsunternehmen sowie den drei Oberzentren Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen mit Produktions- und Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs. Zur konkreten Abschätzung dieser Entwicklungschancen wurde von der Regionalentwicklungsgesellschaft Metropolregion Rhein-Neckar GmbH eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. Unabhängige Experten der Prognos AG (Wirtschaftsforschung) und der Thinkstep AG (Strategieberatung) haben nun in einer Studie das wirtschaftliche und ökologische Potenzial, das sich durch die lokale Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in der Region Rhein-Neckar ergibt, erhoben und analysiert. Dabei wurden auch die Arbeitsplatzeffekte und die Implikation auf den Technologietransfer begutachtet.

„Die Potenzialanalyse zeigt, dass die MRN hervorragend aufgestellt ist, um zur Modellregion für Wasserstoff zu werden“, bringt es Ralph Schlusche, Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar, auf den Punkt. Weiter erläutert Bernd Kappenstein, Leiter Fachbereich Energie und Mobilität bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, die Ergebnisse der Studie: „Wasserstoff, der aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen wird, kann einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase und zur Verbesserung der Luftqualität in Rhein-Neckar leisten. Der identifizierte Wasserstoffbedarf in der Metropolregion kann voraussichtlich vollständig lokal und aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Durch den Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellenanwendungen ergeben sich laut der Studie potenziell bis zu 1.100 Arbeitsplätze in der Region, größtenteils im Fahrzeugbau. Die frühzeitige Förderung von Wasserstoff kann den Wandel hin zum Elektroantrieb pro-aktiv gestalten.“ Mehr zu den Ergebnissen der Studie im Anhang dieser Presseinformation.

Auch die Industrie- und Handelskammern (IHKn) Rhein-Neckar und Pfalz sehen in einer regionalen Wasserstoffwirtschaft das Potenzial für neue Arbeitsplätze und neue Geschäftsfelder für Unternehmen. „Die Energiewende und der Kohleausstieg stellen die Unternehmen der Region vor große Herausforderungen. Es ist daher wichtig, die Potenziale aller zukunftsfähigen Technologien zu prüfen, die für die Region Sinn ergeben“, verdeutlicht Andreas Kempff, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar. „Die Nutzung von Wasserstoff hat großes Potenzial, besonders bei Mobilitätslösungen. Die Industrie der Region ist dabei ein wichtiger Impulsgeber“, so Kempff weiter. Steffen Blaga, Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Pfalz ergänzt: „Der exzellent aufgestellte Mittelstand der Region muss die Möglichkeit haben, sein Know-how rund um die Nutzung von Wasserstoff einzubringen. Nur so können nachhaltige Wertschöpfungsketten rund um diesen wichtigen Energieträger aufgebaut werden.“ 

Kontakt

Bernd Kappenstein

Bernd Kappenstein Leitung Energie und Mobilität Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

0621 10708-430 0621 10708-400 bernd.kappenstein@m-r-n.com

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Energiewende

Rhein-Neckar will bis 2020 zu einer Vorbildregion in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energien werden. Vollversorgung mit erneuerbaren Energien, möglichst aus regionalen Quellen – so lautet die Vision für die Region. Damit die Energiewende gelingt, braucht es jedoch eine Strategie. Das 2012 vorgestellte Regionale Energiekonzept dient als Kompass auf diesem Weg.
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Rhein-Neckar liegt im Herzen West-Europas und ist verkehrstechnisch bestens angebunden. Acht Autobahnen durchqueren die Region. Rund 240 Fernverbindungen täglich zählt der Mannheimer Hauptbahnhof. Der Rangierbahnhof und das Hafenzentrum Mannheim-Ludwigshafen sind zentrale Schaltstellen im europäischen Güterverkehr. Vom City-Airport Mannheim geht es direkt nach Berlin und Hamburg. Der internationale Flughafen Frankfurt liegt nur eine 30-minütige Bahnfahrt entfernt. In der Region sorgt ein ausgeklügeltes Nahverkehrssystem für gute Verbindungen.
Key-Visual Fachbereich "Energie und Mobilität" | © MRN GmbH
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Nationale Klimaschutzinitiative Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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