Pressemitteilung

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Thema: Bildung, Heimat und Ehrenamt, Standort und Vermarktung

24.9.2018

„Junge Botschafter Rhein-Neckar“ feiern Jubiläum

Jahr für Jahr brechen in Deutschland viele Tausend Schüler und Schülerinnen in fremde Länder auf, um eine neue Kultur, ein anderes Schulsystem kennenzulernen und möglichst viele Erfahrungen für ihr weiteres Leben zu sammeln. Sie leben in einer Gastfamilie, erhalten einzigartige Einblicke in andere Lebensweisen, schließen internationale Freundschaften, lernen mit schwierigen Situationen alleine umzugehen und erweitern schon in jungen Jahren ihren Horizont. Nicht von ungefähr gilt ein Auslandsjahr auch als Meilenstein im Lebenslauf, wenn es später um Berufsorientierung und Bewerbung geht.

Doch ein Auslandsjahr ist mit Kosten verbunden, die bei weitem nicht jede Familie aufbringen kann. Viele nutzen daher die Möglichkeit von Stipendien, die Unternehmen oder Organisationen zu unterschiedlichen Bedingungen gewähren. Zu diesen zählt auch das Stipendienprogramm „Junge Botschafter der Metropolregion Rhein-Neckar“, das vergangenes Wochenende sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Alumni-Treffen feierte.

Seit 2008 unterstützt das Programm in jedem Schuljahr Schüler aus Nordbaden, Pfalz und Südhessen, um sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und nicht zuletzt ihre Berufschancen nach der Schulzeit zu verbessern. Es wurde von SAP SE und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN GmbH) initiiert und wird in Kooperation mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. durchgeführt. Die notwendigen Fördermittel von bislang rund einer Viertelmillion Euro wurden durch SAP getragen. Den aktuellen Jahrgang 2018/19 eingeschlossen, konnten inzwischen 112 Jugendliche vom Programm profitieren und ihren Traum in mehr als 30 Staaten der Welt verwirklichen.

Im Schnitt konnten die geförderten Schüler damit gut ein Drittel ihrer Gesamtkosten decken. Auch für SAP gut eingesetztes Geld: „Als SAP haben wir unsere Wurzeln in der Rhein-Neckar-Region – zuhause sind wir aber auf der ganzen Welt: durch Kolleginnen und Kollegen aus vielen Kulturkreisen und Kunden rund um den Globus. Vielfalt und Inklusion sind für uns selbstverständlich. Das Jungbotschafter-Programm verknüpft und vermittelt diese für uns wichtigen Werte. Nicht zuletzt darum ist es eine unserer Engagement-Säulen in der Metropolregion“, sagt Gabriele Hartmann, verantwortlich für den Bereich Corporate Social Responsibility Mittel- und Osteuropa.

Das Besondere dieses Stipendienprogramms: Zum einen fördert und vereint es Schüler aus drei Landesteilen, zum anderen repräsentieren die Jugendlichen im Gastland aktiv ihre Heimat – nicht nur ihren Wohnort, sondern die gesamte Rhein-Neckar-Region mit ihren 15 Stadt- und Landkreisen und 2,4 Millionen Einwohnern. Vorbereitet durch gemeinsame Workshops und mit verschiedenen Präsentationsmaterialien im Gepäck, bringen sie Gastfamilien, Mitschülern, Lehrern und neuen Freunden die Vielfalt zwischen Pfälzerwald und Odenwald, zwischen Bergstraße und Weinstraße näher und stärken auf diese Weise sowohl den interkulturellen Dialog als auch die Bekanntheit Rhein-Neckars. Über ihre Erlebnisse berichten sie während des Schuljahrs regelmäßig in einem Blog auf www.botschafter-rhein-neckar.de.

Betreut werden die Schüler vor und während des Auslandsschuljahrs durch AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. (ursprünglich American Field Service), die als weltweit größte und älteste gemeinnützige Austauschorganisation gilt, und sich ebenso aus Überzeugung in der langjährigen Partnerschaft mit SAP und Metropolregion Rhein-Neckar engagiert: „Jeder Schüler, der ein Auslandsjahr machen will und das Zeug dazu hat, sollte die Möglichkeit dazu bekommen – soweit wie möglich unabhängig vom Einkommen der Familie. Das Programm und die Resonanz der bisher über 100 Teilnehmer zeigt, wie wertvoll gelebte gesellschaftliche Verantwortung sein kann“, unterstreicht Barbara Bretschneider, bei AFS zuständig für strategische Kooperationen.

Alle zwei Jahre treffen sich die ehemaligen Jungbotschafter jahrgangsübergreifend zum großen Wiedersehen: Das mittlerweile vierte Alumni-Treffen fand vergangenes Wochenende bei SAP in Walldorf statt und stand diesmal ganz im Zeichen des 10-jährigen Bestehens des Programms. Rund 40 der 100 Ehemaligen kamen im SAP-Guesthouse „Kalipeh“ zusammen. Gemeinsam mit dem Organisationsteam von AFS, SAP und MRN ließen sie ihre Auslandserlebnisse noch einmal Revue passieren, tauschten Erfahrungen aus und verglichen Werdegänge. Eine Gemeinsamkeit: Nahezu alle hat das Reisefieber beziehungsweise der Hunger nach interkulturellen Erfahrungen nie wieder losgelassen; sei es um die ehemalige Gastfamilie wieder zu besuchen, weitere Länder zu erkunden oder im Ausland zu studieren. Aufgrund von Studiumsverpflichtungen im In- und Ausland konnte so zum Beispiel ein Dutzend weiterer Alumni dem Treffen diesmal nicht beiwohnen.

Zahlreiche Jungbotschafter berichteten, dass sie im Gegenzug schon mindestens einmal Besuch von ihren ehemaligen Gastfamilien oder ausländischen Freunden hatten. Anknüpfend an seine Präsentation über Rhein-Neckar – vor fast zehn Jahren –, konnte etwa der Schwetzinger David Wirth (26), einer der ältesten anwesenden Alumni, unlängst seine Gastfamilie und Freunde aus Alaska in der Region empfangen und für ihre Attraktionen vor Ort begeistern.

Für die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, die die Stipendiaten kommunikativ betreut, ist dies Ausdruck einer nachhaltigen Win-Win-Konstellation: „Das Programm ist ein Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Netzwerk- und Regionalentwicklungsarbeit: Es verbindet Heimatverständnis mit Weltoffenheit, stiftet Identität und macht Rhein-Neckar bekannt bei jungen Leuten im In- und Ausland“, so Geschäftsführerin Dr. Christine Brockmann.

Einig sind sich die Kooperationspartner auch darin, dass das Programm in den zehn Jahren seines Bestehens an Bedeutung noch zugenommen hat. Gerade in weltpolitisch zunehmend unruhigen Zeiten sei eine bewusste Förderung der ganz persönlichen Verständigung von jungen Menschen verschiedener Kulturen wichtiger denn je.

Jetzt schon bewerben für Schuljahr 2019/20

Schüler, die als Jungbotschafter der Metropolregion Rhein-Neckar ein Jahr im Ausland verbringen möchten, können sich bereits jetzt für die Abreise im Sommer 2019 bewerben. Bewerbungen nimmt AFS Deutschland zentral entgegen: www.afs.de/bewerbung.

Voraussetzungen für Bewerber:

  • Bewerber haben sich entschieden, mit der Organisation AFS ein komplettes Schuljahr im Ausland zu verbringen.
  • Bewerber kommen aus einem der 15 Stadt- und Landkreise der Metro-polregion Rhein-Neckar und gehen dort zur Schule.
  • Bewerber sollten bei Abreise im Sommer zwischen 15 und 17 Jahre alt, engagiert und interkulturell aufgeschlossen sein.

Alle Infos zum Stipendienprogramm „Junge Botschafter Metropolregion Rhein-Neckar“ unter www.botschafter-rhein-neckar.de

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Peter Limbacher Pressesprecher

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Bildung

Wissen und Bildung gelten als Schlüsselressourcen um in Zukunft erfolgreich zu sein. Von ihnen hängen die Teilhabe des Einzelnen am Arbeitsmarkt und seine soziale Integration ab. Aber auch die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft wird durch sie in hohem Maß beeinflusst. Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung haben einen Wandel der Bedeutung des Begriffs Bildung ausgelöst: Es findet eine Verschiebung von „Was wir lernen“ zu „Wie wir lernen“ statt.
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Heimat und Ehrenamt

Was macht die Region Rhein-Neckar aus? Landschaft, Geschichte, Dialekt, Tradition und Lebensart. Nicht die eine alles überstrahlende Metropole, sondern drei Oberzentren von wirtschaftlicher und kultureller Strahlkraft. Dazu reizvolle Städte und Gemeinden, geschichtsträchtige Orte von Weltruf, abwechslungsreiche Naturlandschaften. Traumhafte Wanderwege, renommierte Weinlagen und preisgekrönte Kulinarik auf beiden Seiten von Rhein und Neckar. Ein sonnenverwöhntes Klima. Die lebensfrohe Mentalität der Menschen, ihre Hilfsbereitschaft und ihre sympathische, engagiert-zupackende Art.
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Standort und Vermarktung

Die elf deutschen Metropolregionen sind die Entwicklungsmotoren der Bundesrepublik. Sie stehen jedoch auch im nationalen und internationalen Wettbewerb miteinander. Damit Rhein-Neckar auch in Zukunft eine Region bleibt, in der man bestens leben und arbeiten kann, wirbt sie um Fachkräfte und Investoren, aber auch um Touristen aus dem In- und Ausland.
Gruppenbild "Junge Botschafter der Metropolregion Rhein-Neckar" (Jahrgang 2016/17) | © MRN GmbH / Dietrich Bechtel
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