Thema: Digitalisierung Verwaltungsvereinfachung Nachhaltigkeit

iFloat: Umsetzung der E-Rechung

Förderprogramm

Durch die E-Rechnungs-Verordnung[1], die die EU-Richtlinie 2014/55/EU[2] umsetzt, sind die meisten Barrieren, die wir in der alten EDI-Infrastruktur finden können, beseitigt. Für die Kommunikation mit verschiedenen Kunden und Anbietern gibt es einheitlich definierte Dokumente, Prozesse und Übertragungswege, deren Nutzung wie im Fall der elektronischen Rechnung europaweit standardisiert und reguliert werden kann. Für die E-Rechnungen sieht der Gesetzgeber das XML Format entsprechend der EN 16931[3] sowie den Standard XRechnung vor. Ziel ist es mithilfe der verbesserten Struktur der Daten eine optimale Verarbeitung zu ermöglichen, einschließlich der Übertragung über elektronische Kanäle. Die Maschinenlesbarkeit erlaubt zudem eine (teil-)automatisierte Überprüfung und fördert damit die potenzielle Ressourceneinsparung.

 

Als einer der am weitesten verbreiteten elektronischen Rechnungsprogramme, unterstützt B2BRouter das iFLOAT Projekt als E-Rechnungstechnologiepartner, passt hierfür die B2BRouter Lösungen für den deutschen Markt an und erleichtert damit die Vernetzung von öffentlichen Verwaltungen und Lieferanten in Deutschland. Für die Rechnungsstellung bietet B2BRouter eine kostenlose Lösung für alle deutschen Lieferanten an. Das B2BRouter Webportal erfüllt alle relevanten deutschen und europäischen E-Rechnungsanforderungen, unterstützt verschiedene E-Rechnungsformate und enthält alle relevanten Funktionen für die Erstellung und den Versand von Rechnungen über das PEPPOL eDelivery-Netzwerk an die öffentlichen Verwaltung und jeden anderen Einkäufer in Europa. Für die öffentliche Verwaltung ermöglicht das B2BRouter Webportal den Empfang von elektronischen Rechnungen entweder direkt über das PEPPOL eDelivery Network oder über einen entsprechenden ZRE. Zusätzlich kann die B2BRouter-API öffentlichen Verwaltungen, Lieferanten oder anderen Dienstleistern dabei helfen, eine integrative E-Rechnungslösung zu realisieren und die jeweilige IT-Landschaft an nationale und europäische E-Rechnungsanforderungen anzupassen. Die meisten Anwendungsfälle von B2B-Router sind bereits im Livebetrieb und können über das Webportal bezogen werden.

Betreffend der E-Rechnung und der damit verbunden Herausforderungen ist es zielführend die bereits erreichten Meilensteine und ausstehenden Schritte in passenden Arbeitskreisen zu diskutieren, sodass Verwaltungen und Wirtschaftsakteur hiervon partizipieren kann. Die Gestaltung des Themenfeldes erfolgt durch den bereits bestehenden Arbeitskreis E-Government und die im Februar 2020 startende Unterarbeitsgruppe E-Rechnung. Zuerst wird die Metropolregion Rhein Neckar GmbH den aktuellen Umsetzungsstand der Verwaltungen sondieren, um im Anschluss gemeinsam mit Wirtschaft und Verwaltung Pilotprojekte zu gestalten, deren Ziel die uneingeschränkte Nachnutzung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ist.

Um die interne und interkommunale Zusammenarbeit der zahlreichen Arbeitskreise und Cluster-Initiativen in den Ländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg zu bündeln, ist eine interaktive Online-Umgebung nach dem Vorbild zahlreicher kollaborativer Projekte zielführend. Durch diese Plattform besteht die Möglichkeit, dass sich Gruppen von 20-40 Personen bzw. Organisationen – fachspezifisch oder über Querschnittsthemen – regelmäßig austauschen können. Um diese so genannten Arbeitskreise auch „virtuell“ führen zu können, braucht es geschlossene Benutzergruppen, also eine Umgebung, in der die Mitglieder des Arbeitskreises zu jeder Zeit die Chance des Austauschs ergreifen können. Die Plattform ermöglicht: Informationen zu teilen, orts- und zeitunabhängig zusammenzuarbeiten und dadurch den Wandel zu gestalten.

Adrian  Krzeminski

Adrian Krzeminski Projektleiter E-Government

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