Pressemitteilung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Regionalplanung

21.11.2017

„Wider dem Vergessen: Metropolregion erinnert seit 15 Jahren im jährlichen Rhythmus an Hochwassergefahren.“

15. Hochwasserschutzforum in Mannheim

Seit Februar 2003 trägt das Hochwasserschutzforum dazu bei, dass die in der Metropolregion vorhandene Überschwemmungsgefährdung auch in Zeiten ohne Hochwasser bei Kommunen, Behörden und Unternehmen dauerhaft in Erinnerung bleibt. Es stellt Informationen zu aktuellen Ereignissen, Entwicklungen und Aktivitäten bereit, regt zum Erfahrungsaustausch an und führt die unterschiedlichsten Akteure länderübergreifend zusammen. Das diesjährige Jubiläumsforum präsentierte den etwa 140 Teilnehmern mit den Folgen des Klimawandels sowie dem neuen Hochwasserschutzgesetz II wieder zwei aktuelle Themen.

Als direkte und sichtbare Folge des Klimawandels werden immer wieder die sommerlichen Starkregenfälle und die daraus resultierenden urbanen Sturzfluten genannt. An der besseren Vorhersagbarkeit solcher Wetterlagen arbeitet der Deutsche Wetterdienst momentan intensiv, wie Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes berichtete. Ungeachtet der Frage, ob der Klimawandel tatsächlich mehr extreme Wetterereignisse hervorruft, beschäftigen sich bereits viele Kommunen in der Metropolregion mit dem richtigen Umgang mit Starkregengefahren. Starkregen-Vorsorgekonzepte tragen mit dazu bei, Städte und Gemeinden „klimafit“ zu machen. Dabei reichen oft schon kleine Maßnahmen aus, um künftige Schäden zu verhindern.

Dem voranschreitenden Klimawandel trägt auch das neue Hochwasserschutz-gesetz II Rechnung. Die wichtigsten Neuerungen dieses Artikelgesetzes stellte Dr. Frank Hofmann vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vor. Angestrebt wird insbesondere die Beschleunigung von Verfahren zur Planung, Genehmigung und zum Bau von Hochwasserschutz-anlagen - ohne dabei die Beteiligung der Öffentlichkeit zu beschneiden -, die Eindämmung der Entstehung von Hochwassern sowie die Schließung von Regelungslücken, um Schäden durch Hochwasser zu verhindern oder zu vermindern. Als neue Gebietskategorie werden beispielsweise sogenannte Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten eingeführt und hierzu Regelungen getroffen. Hochwasservorsorgemaßnahmen können gerade in diesen Gebieten, zu denen etwa auch die Bereiche hinter den Deichanlagen zählen, einen wichtigen Beitrag zur Schadensminderung leisten.

Ralph Schlusche, Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar und Moderator des Forums zeigte sich angesichts der guten Resonanz des Forums zufrieden: „Vielfalt und Intensität, mit der Hochwasseraspekte behandelt werden, haben in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen. Umso erfreulicher ist es, dass sich das Forum als Informationsveranstaltung mit anhaltend guter Teilnehmerzahl etabliert hat.“

Kontakt

Andreas Lersch

Andreas Lersch Referent für Umwelt und Freiraumplanung

0621 10708-218 0621 10708-255 andreas.lersch@vrrn.de

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Regionalplanung

Der Staatsvertrag aus dem Jahr 2005 definiert in Artikel drei: „Aufgabe des Verbandes ist die Aufstellung, Fortschreibung und sonstige Änderung eines einheitlichen Regionalplans für das Verbandsgebiet“. Regionalplanung sichert langfristig die Lebensgrundlagen und die Standortattraktivität der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Planung berücksichtigt daher natürliche Gegebenheiten ebenso, wie die Bevölkerungsentwicklung oder wirtschaftliche, infrastrukturelle, soziale und kulturelle Belange.
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