Pressemitteilung

Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Thema: Fachkräftesicherung, Gesundheit, Standort und Vermarktung

23.7.2020

Initiative Innovationsförderung Life Sciences in der Metropolregion Rhein-Neckar

Die aktuelle Pandemie macht deutlich, wie wichtig es für alle Menschen ist, aus Spitzenleistungen der Forschung innovative Produkte und Anwendungen zu entwickeln.

Mit einer gemeinsamen Initiative möchte ein Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Städten der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) dafür sorgen, dass die Potenziale wissenschaftlicher Spitzenleistungen im Bereich der Lebenswissenschaften (einem Sammelbegriff für Medizin, Biologie, Chemie, Pharmazie, Ingenieurwissenschaften etc.) stärker ausgeschöpft werden. Die Region zählt mit mehreren Institutionen von Weltruf zu den führenden Forschungsstandorten in den Lebenswissenschaften, dennoch sollen zukünftig noch deutlich mehr Start-up-Unternehmen und Produkte im Bereich Life Sciences entstehen.

Beste Voraussetzungen in der Region, das innovative Potenzial zu stärken

Die Metropolregion Rhein-Neckar bietet mit 22 Universitäten und Hochschulen, rund 30 anerkannten Forschungseinrichtungen sowie Global Playern wie AbbVie, BASF, Freudenberg, Roche, SAP etc. optimale Bedingungen für erfolgreichen Wissenstransfer: Laut einer Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) weist die Region Rhein-Neckar im Vergleich zu den anderen deutschen Metropolregionen eine sehr hohe FuE-Quote (Forschung und Entwicklung) von 5% auf (Bund: 3%) auf. Hinzu kommt eine dynamische Gründungslandschaft rund um Gründungszentren wie dem 1984 gegründeten Technologiepark und dem durch EU und Land co-finanzierten Business Development Center Heidelberg, den Medizintechnologie-Innovationszentren CUBEX41 und CUBEX ONE sowie dem MAFINEX Technologiezentrum im STARTUP MANNHEIM Ökosystem oder dem  Digital Hub Mannheim/Ludwigshafen.

Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen

Der Anstoß zu dieser Initiative kommt von großen Forschungseinrichtungen im Bereich Life Sciences aus der Region (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Uniklinikum Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Max-Planck-Institut (MPI) für Medizinische Forschung). Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik koordiniert Dr. Tilman Krauch, CTO und Vorstandsmitglied des globalen Technologieunternehmens Freudenberg, in seiner Funktion als Thementreiber Innovation im Vorstand des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar.

Auf kommunaler Ebene werden die Städte Heidelberg und Mannheim integriert, die mit dem Technologiepark Heidelberg und dem Mannheim „Medical Technology Campus“ oder den Vereinigungen Heidelberg Startup Partners und MAFINEX Gründerverbund seit Jahrzehnten in den Aufbau einer Infrastruktur für Gründungen und Start-ups im Bereich Life Sciences investiert haben. Darüber hinaus schließt die Initiative weitere Institutionen der Region, wie beispielsweise das Life Science Cluster BioRN, mit ein.

Eingebettet ist die Initiative zudem in den Kontext der Innovationsstrategie des Landes Baden-Württemberg. „Ich begrüße diese Initiative der Wissenschaft. Die Region Rhein-Neckar hat die Voraussetzungen, einer der international führenden Standorte für Forschung und für Gründungen im Bereich Gesundheit zu werden. Dazu müssen wir jedoch die Potenziale deutlich besser als bisher verwerten und auch für Investoren attraktiv sein“, sagt Theresia Bauer, baden-württembergische Wissenschaftsministerin. Die Landesregierung ist bereit, sich auch finanziell nachhaltig an der Stärkung dieser Potenziale zu beteiligen.

Ziele und Handlungsfelder identifiziert, Umsetzung gestartet

Die Initiative hat bereits eine „Vision zur Steigerung der Innovationsleistung in der Health/Life Sciences Region Rhein-Neckar“ ausgearbeitet. Dazu Prof. Matthias Hentze, Direktor des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie: „Im Wesentlichen geht es um die folgenden Ziele: die Attraktivität für Gründungen, Start-Ups und Ansiedelungen gemeinsam systematisch ausbauen, den Gründergeist fördern und die Rahmenbedingungen für Innovation und Gründungen konsequent verbessern, um perspektivisch einer der global führenden Standorte für Gründungen im Health-Life-Science-Bereich zu werden.“

Um diese Vision Realität werden zu lassen, wurden im Dialog mit vielen Experten aus der Region wesentliche Handlungsfelder priorisiert und erste Maßnahmen bereits gestartet.  Dazu gehört die Formulierung einer gemeinsamen Strategie und ein intensiveres Marketing. Wichtig ist es, Innovationen voranzutreiben. Zudem sollen Studierende und Absolventen als potenzielle Gründer und Marktexperten frühzeitig unterstützt werden.

Konkreter Aktionsplan bis Herbst 2020

Derzeit bereitet die Initiative einen konkreten Aktionsplan vor und wird hierzu weitere regionale Akteure aus den einschlägigen Forschungsbereichen einbinden. Dieser Plan wird im Herbst im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt werden.

„Corona hat die Bedeutung innovativer Life-Science-Produkte und deren Anwendungen deutlich gemacht. Wir in der Metropolregion können hierfür einen bedeutenden Beitrag leisten. Dazu intensivieren wir jetzt unsere strategische Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg“, fasst Dr. Tilman Krauch die Ziele der Initiative zusammen.