Veranstaltung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Regionalplanung

21.11.2017 09:00 14:00 Uhr

15. Hochwasserschutzforum in der Metropolregion Rhein-Neckar

am 21. November 2017
von 9-14 Uhr
IHK Rhein-Neckar, L1,2 Mannheim

Wir freuen uns, Sie am 21. November in Mannheim begrüßen zu dürfen. Um sich kostenlos zur Veranstaltung anzumelden, nutzen Sie bitte unser Online-Formular

Hochwasserereignisse und deren Folgen geraten schnell in Vergessenheit. Nach wenigen Jahren sind die Schadensbilder bei den Meisten aus der Erinnerung gestrichen. Umso wichtiger ist es, das Risikobewusstsein immer wieder aufzufrischen. Es bedarf der steten Vermittlung von „Erinnerungsstützen“, eine Rolle die das Hochwasser­schutzforum Rhein-Neckar seit nunmehr 15 Jahren gerne übernimmt. Als Informationsplattform setzt es sich einmal im Jahr mit aktuellen Entwicklungen im Bereich des Hoch­wasserschutzes und Hochwasservorsorge auseinander, bietet den Akteuren Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und unterstützt damit die Risikovorsorge.

Das Thema Hochwasser ist komplex, so dass im Lauf der Jahre ganz unterschiedliche Themenschwerpunkte das Forum prägten. Der Klimawandel stand 2004 das erste Mal im Blickpunkt, mittlerweile machen sich seine Folgen auch in unserer Region deutlich bemerkbar, wie die zahlreichen Starkregenereignisse der letzten Jahre zeigen. An der bes­seren Vorhersagbarkeit solcher Extremwetterlagen sowie einer bundesweiten Kartierung potenzieller Starkregen „Hot-spots“ arbeitet der Deutsche Wetterdienst intensiv. Um gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels besser gewappnet zu sein, wollen sich nun viele Städte und Gemeinden „klimafit“ machen und erarbeiten dazu entsprechende Anpassungskonzepte. Zu der klimagerech­ten Stadt gehört neben der grünen und blauen Infrastruktur insbesondere auch der optimierte Umgang mit Starkregen­gefahren.

Einen absoluten Schutz vor Hochwasserschäden gibt es nicht. Um diese aber so gering wie möglich zu halten, ist am 06. Juli 2017 das Gesetz zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Ver­fahren des Hochwasserschutzes (Hochwasserschutzgesetz II) in Kraft getreten. Neu ist an dem Artikelgesetz beispielsweise, dass Regelungen für Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten - also etwa für Gebiete hinter Deichanlagen -  getroffen werden. Auch besteht für die Bun­desländer nun die Option, sogenannte Hochwasserentste­hungsgebiete auszuweisen, ein Instrument, das in Sachsen bereits seit Jahren zum Einsatz kommt.

Kontakt

Andreas Lersch

Andreas Lersch Referent für Umwelt und Freiraumplanung

0621 10708-41 0621 10708-34 andreas.lersch@vrrn.de