Pressemitteilung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Energiewende, Standort und Vermarktung, Tourismus und Landschaft

10.5.2009

Dietmar Hopp spricht vor Verbandsversammlung der Metropolregion; Energiekonzept, Regionalpark und Vergabeplattform beschlossen

Bei der 10. Sitzung der Verbandsversammlung der Metropolregion Rhein-Neckar wurden wichtige Weichen für die Weiterentwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar gestellt. Doch noch bevor sich das Regionalparlament mit Energiekonzept oder Regionalpark beschäftigen konnte, hatte die Sitzung einen ersten Höhepunkt.

Dietmar Hopp, eine der profiliertesten Unternehmerpersönlichkeiten der Metropolregion, Mitbegründer der SAP AG und großer Mäzen und Förderer zahlreicher Projekte in der Metropolregion, nahm die Einladung der Vorsitzenden des Verbandes Region Rhein- Neckar, der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, gerne an und berichtete über seine zahlreichen Engagements. Spätestens seit dem Aufstieg seiner 1899 Hoffenheimer in die erste Bundesliga rührt Dietmar Hopp in ganz Deutschland die Werbetrommel für die Metropolregion Rhein-Neckar. „Die Metropolregion hat Dietmar Hopp unglaublich viel zu verdanken“, so Dr. Eva Lohse. Mit einem interessanten Vortrag beeindruckte Hopp ein weiteres Mal. Er zeichnete das Bild einer gut vernetzten Region der Chancen, in der sich unternehmerisches und soziales Engagement auszahlt.

Einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung dieser Region passierte die Verbandsversammlung mit der Verabschiedung des Masterplans zum Regionalpark Rhein-Neckar. Erstmals besteht somit ein finanziell konsequent ausgestattetes Gesamtkonzept, das die charakteristischen Züge der einzelnen Landschaften unterstreichen und gleichzeitig den metropolitanen Gesamtraum miteinander vernetzen soll. Beispiele sind die lückenlosen Radwege entlang von Rhein und Neckar oder zahlreiche Projekte, welche die Flusslandschaften besser erschließen und Möglichkeiten zur Naherholung schaffen sollen. Vorbildliche Projekte der Städte und Gemeinden in der Metropolregion mit regionalem Mehrwert sollen darüber hinaus in einem Wettbewerbsverfahren identifiziert und prämiert werden.
Auch die harten Standortfaktoren standen auf der Tagesordnung. Laut Staatsvertrag sind dem Verband Region Rhein-Neckar unter anderem Kooperationaufgaben im Bereich der Energieversorgung übertragen. Diese wurde in der Vergangenheit in mehreren Themenfeldern wahrgenommen. Mit der Auftragsvergabe eines ganzheitlichen regionalen Energiekonzepts soll nun ein weiterer entscheidender Baustein gesetzt werden.

Besonders innovativ ist der Schritt zur Beschaffung einer elektronischen Vergabeplattform für die Gesamtregion. Mit Hilfe des Computers sollen ab sofort Formfehler beim Ausfüllen von Ausschreibungsunterlagen vermieden werden. Durch die regionale Vereinheitlichung stellen auch die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zukünftig keine Hürde mehr da. „Bereits 66 Kommunen haben ihre Beteiligung an der E-Vergabe-Plattform zugesagt“, freute sich Verbandsdirektor Stefan Dallinger über die überraschend positive Resonanz im Vorfeld.

Dr. Eva Lohse nutzte die Gelegenheit für eine Bilanz der ersten drei Arbeitsjahre der Verbandsversammlung, die sich am 28. April 2006 konstituierte und deren Zusammensetzung sich nach den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wohl verändern wird. Sie betonte das stets harmonische und sachorientierte Miteinander der Mitglieder und der Fraktionen und dankte der Verwaltung mit Stefan Dallinger an der Spitze für die erfolgreiche Arbeit.
Nicht ohne Stolz erinnerte sie an die wichtigsten Schritte der letzten Jahre wie z.B. die Arbeiten am Einheitlichen Regionalplan 2020 als dem künftigen Masterpan der Metropolregion oder den immer noch offenen Fragen um die ICE-Streckenführung zwischen Frankfurt und Mannheim. Die Erfolge der Regionalentwicklung fanden selbstverständlich besondere Beachtung. Wer will es der Verbandsvorsitzenden verdenken? Keine andere Region gewann in Spitzenclusterwettbewerben innerhalb weniger Wochen über 80 Millionen Euro Fördergelder.

Kontakt

Boris Schmitt

Boris Schmitt Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung / Pressesprecher

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