Pressemitteilung

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Thema: Kultur

23.5.2019

Ausblick: 8. Denkfest der Kulturregion Rhein-Neckar

Das Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH lädt am 4. und 5. Juni zu einer neuen Auflage des Denkfests ein. Veranstaltungsorte sind Tankturm und Betriebswerk in Heidelberg. Unter dem Titel „Vom ICH zum WIR!? – Kunst und Kultur in Zeiten der Digitalisierung“ beschäftigt sich die größte Austauschplattform der Kulturakteure der Region Rhein-Neckar mit den kulturellen Auswirkungen und Möglichkeiten der Digitalisierung. Strukturen, Prozesse und Anwendungen, die unser gesellschaftliches Agieren im 21. Jahrhundert bestimmen, werden in Form von Workshops, Gesprächen und Vorträgen mit Projekten der Region Rhein-Neckar in Verbindung gebracht. Einen Ausblick auf das Denkfest gaben die Veranstalter heu-te im Heidelberger Tankturm.

Positionierung der Kultur im Zeitalter der Digitalisierung
In Zeiten der digitalen Transformation ist es für die Kulturakteure der Region besonders wichtig, sich auszutauschen. Es geht nicht nur um die Möglichkeiten, die sich durch neue Technologien ergeben, sondern auch um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel, der in der digitalisierten Welt stattfindet und von den Kulturinstitutionen eine Positionierung erfordert. Wie die Akteure der Region die Digitalisierung nutzen und wie eine kulturelle Haltung zur Digitalisierung aus-sehen kann, darüber wird auch anhand konkreter Projekte aus der Rhein-Neckar-Region beim Denkfest gesprochen. Zu den Leitfragen gehören: Führt die Digitalisierung zu einer besser vernetzen Gemeinschaft – „vom ICH zum WIR“ – und damit neuen Möglichkeiten, Kunst und Kultur zu erleben? Wie wünschen wir uns die Kulturorte und Institutionen der Zukunft und welche Rolle kann die Digitalisierung dabei spielen?

Literatur in Zeiten der Digitalisierung im Fokus
„Das Denkfest des Kulturbüros der Metropolregion Rhein-Neckar ist seit seiner Gründung 2011 zur zentralen Netzwerk-Plattform für Kulturakteure der Region gewachsen. Dass es 2019 zum zweiten Mal in Heidelberg stattfindet, freut mich besonders wegen der thematischen Schwerpunktsetzungen ‚Digitalisierung‘ und ‚Literatur‘, denn Heidelberg versteht sich sowohl als Smart City als auch UNESCO City of Literature,“ sagt Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur der Stadt Heidelberg. Dementsprechend spüren zwei Programmpunkte des Denkfests der Beziehung von Literatur und Digitalisierung nach: In der Session mit Dr. Bernd Schmid-Ruhe, Leiter der Stadtbibliothek Mannheim und Aat Vos, dem für einige internationale, renommierte neue Bibliothekskonzepte verantwortlichen Kreativberater aus den Niederlanden, geht es um die (Stadt-)Bibliothek der Zukunft als „Dritter Ort“ – eine Bibliothek, die mehr ist als reine Ausleihe. Der Strategieberater Christoph Deeg zeigt in seiner Session den durch die Digitalisierung erweiter-ten Möglichkeitsraum der Literatur auf: Es steht nicht der Untergang des gedruckten Buches vor der Tür, sondern eine durch die Digitalisierung ermöglichte neue Diversität im Umgang mit Literatur. „Wir leben längst in digital-analogen Lebensrealitäten“, sagt Deeg und bringt damit die Bedeutung des Denkfest-Themas auf den Punkt: „Die Digitalisierung ist nicht die Zukunft, sondern durchdringt schon längst unseren vormals rein analogen Alltag. Sie hat unsere Gesellschaft bereits verändert – es gilt jetzt, sich dazu zu positionieren“, so Deeg.

Regionale Vernetzung am Beispiel Kultur und ÖPNV: 
„XPress/Digitaler Erlebnisraum“

„Vernetzen, gemeinsame Projekte umsetzen und diese in die Öffentlichkeit bringen. Diese Formel ist das Erfolgsgeheimnis der Kulturregion Rhein-Neckar. Die Zusammenarbeit eröffnet neue Chancen für jede beteiligte Institution“, sagt Dr. Alexander Schubert, Sprecher des Netzwerks der Museen und Schlösser in der Metropolregion Rhein-Neckar und Leitender Direktor des Historischen Museum der Pfalz Speyer. Auch für Robert Montoto vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar steht die Vernetzung im Mittelpunkt. „Seit Jahren bringt das Denkfest die Kulturakteure der Region zusammen und ist Im-pulsgeber für gemeinsame Ideen und Projekte,“ so Montoto. Das wird auch in diesem Jahr angestrebt: Unter anderem wird das Projekt „XPress/Digitaler Erlebnisraum“ vorgestellt, eine digitale Veranstaltungsplattform für die Region, die Kulturziele und öffentlichen Nah-verkehr verbindet. Nach erfolgreicher Machbarkeitsstudie, die das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert hat, geht die Entwicklung jetzt in die nächste Runde. Ob etabliert oder im Entstehen – das Denkfest stellt Projekte in der Region vor und bietet auch in diesem Jahr wieder eine Plattform für die Kulturakteure der Region.

Das gesamte Programm des Denkfests ist unter www.m-r-n.com/denkfest abrufbar. Im Vorfeld wurden bereits alle verfügbaren Teilnehmerplätze vergeben.

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Alena Butscher

Alena Butscher Referentin Kulturbüro

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Robert Montoto

Robert Montoto Kommissarische Leitung Kulturbüro

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