Thema: Energiewende Verkehr und Mobilität Regionalplanung

Radschnellwege

Plan / Strategie

Radschnellwege - eine Verbindung zwischen Wohn- und Arbeitsorten

Im klimafreundlichen Mobilitäts-Mix der Zukunft soll das Fahrrad als Fortbewegungsmittel für Pendler an Bedeutung gewinnen. Damit diese Vision Realität werden kann, braucht es Investitionen in die entsprechende Infrastruktur.
Neben innerstädtischen Radwegen zählen hierzu auch sogenannte Radschnellwege, wie es sie zum Beispiel bereits in den Niederlanden, Dänemark oder London gibt. Diese Wege schaffen direkte und durchgängige Verbindungen zwischen zentral gelegenen Arbeits- und
Wohnorten. Sie sind ausschließlich für den Fahrradverkehr freigegeben, deutlich breiter als übliche Fahrradwege, weitestgehend frei von Kreuzungen und Ampeln und bieten zudem Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr.
In der Metropolregion Rhein-Neckar sollen in den kommenden Jahren gleich mehrere solcher Radschnellwege entstehen. Der für die Raumplanung verantwortliche Verband Region Rhein-Neckar hat hierfür die Koordinierungsfunktion übernommen.
Seit dem Frühjahr 2017 liegen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
für die erste Strecke vor. Auf rund 40 Kilometern soll diese von Heidelberg über Mannheim und Ludwigshafen bis nach Schifferstadt in der Vorderpfalz führen. Für den Abschnitt auf der baden-württembergischen Seite sagte das Land im Juli seine finanzielle und
organisatorische Unterstützung zu. Bis spätestens 2025 soll die Verbindung zwischen Heidelberg und Mannheim als eine von landesweit drei Pilotstrecken fertiggestellt sein. Geschätzte Kosten: 12 Millionen Euro. Im nächsten Schritt geht es nun darum, mit allen Anrainern und Interessengruppen die Route zu konkretisieren. Präferiert wird eine Streckenführung nördlich des Neckars über Feudenheim, Ilvesheim und Ladenburg. „Auf dieser Trasse erreichen
wir die meisten potenziellen Berufspendler, hier liegen große Arbeitgeber, Schulen und Hochschulen“, sagt Verbandsdirektor Ralph Schlusche. Ein weiterer Radschnellweg soll von Heidelberg und Mannheim aus durch das südhessische Ried bis nach Darmstadt führen. Die entsprechende Machbarkeitsstudie für diesen 60 Kilometer langen Radschnellweg ist beauftragt worden. Seit vergangenem Jahr ist der VRRN auch als Partner im Projekt CHIPS (Cycle Highways Innovation for smarter People Transport and Spatial Planning) engagiert, mit dem Ziel, Radschnellwege als neues Mobilitätsprodukt
zu etablieren. Dabei wird eng mit den Regionalverbänden Frankfurt/Rhein-Main und Ruhr sowie mit weiteren Großstadtregionen aus Belgien, Großbritannien und den Niederlanden zusammengearbeitet, um Maßnahmen, Planungen und Entwicklungen für eine nachhaltige urbane Mobilität zu kanalisieren. Im Rahmen von Tagungen und Informationsveranstaltungen werden Standards und
Planungsprozesse für Radschnellwege diskutiert und auf europäischer Ebene kommuniziert.
 

Vorbild bei der Energiewende werden

Die Metropolregion Rhein-Neckar will bis 2020 bundesweit zum Vorbild bei der Energiewende werden. Das im März 2012 vom Verband Region Rhein-Neckar vorgestellte „Regionale Energiekonzept“ dient als Kompass auf diesem Weg. „Energieeffizienz“ ist neben „Elektromobilität“, „erneuerbaren Energien“ und „intelligente Energiespeichersystem“ ein zentrales Handlungsfeld im regionalen Energiekonzept.

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Ein Projekt von:

Verband Region Rhein-Neckar

gemeinsam mit:

Übersicht

© Stadt Göttingen
Pressemitteilung
5.12.2018

Pendler-Radroute Schifferstadt – Wörth geht voran

© Stadt Göttingen
Pressemitteilung
6.2.2018

Radschnellverbindung Heidelberg – Mannheim kann starten / Übergabe der Machbarkeitsstudie an Minister Hermann

© www.brompton.de | pd-f
Veranstaltung
14.9.2017 15:00 18:00 Uhr

Regionales Forum Radverkehr Rhein-Neckar

Klemens Gröger

Klemens Gröger Referent für Wirt­schafts­förderung und Stand­ort­entwicklung

0621 10708-213 0172 743 28 41 0621 10708-255 klemens.groeger@vrrn.de