Thema: Energiewende Verkehr und Mobilität Regionalplanung

Radschnellweg

Plan / Strategie

Radschnellwege sind in der Raumplanung eine noch junge Entwicklung. Rhein-Neckar gehört zu den Metropolregionen in Deutschland, die bereits konkrete Pläne für Radschnellwege verfolgen.

Ein Radschnellweg ist eine direkte und durchgängige Radwegeverbindung, die mehr Komfort und Sicherheit bietet als übliche Fahrradwege. Kriterien hierfür sind beispielsweise die Fahrbahnbreite, durchdachte Lösungen für Kreuzungsbereiche sowie Zugänge zu Fahrradmietsystemen, dem öffentlichen Personennahverkehr und Service-Stationen für Fahrräder.

Im Kernraum der Metropolregion Rhein-Neckar würde ein solches Infrastrukturangebot den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad insbesondere für Berufspendler attraktiver machen. Auf diese Weise würde ein Radschnellweg zur Minderung der Verkehrsbelastung und zum Klimaschutz beitragen.

Im Projekt „Radschnellwege“ prüft der Verband Region Rhein-Neckar daher den Bau eines solchen Premiumradwegs, der auf rund 40 Kilometern von Heidelberg über Mannheim und Ludwigshafen nach Schifferstadt führen soll. Grundlagen für die Machbarkeitsstudie sind eine zu diesem Zweck geschlossene Kooperationsvereinbarung der beteiligten fünf Stadt- und Landkreise Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Rhein-Neckar-Kreis und Rhein-Pfalz Kreis sowie das im „Einheitlichen Regionalplan Rhein-Neckar“ ausgewiesene, regionalbedeutsame Radwegenetz.

Bei der Planung sollen zudem Verkehrskonzepte und das Mobilitätsmanagement großer Arbeitgeber sowie Zulauftrassen zu den Mittelzentren der Region berücksichtigt werden, um den Anschluss an die umliegenden Teilregionen zu gewährleisten. 

Der Verband Region Rhein-Neckar koordiniert den Prozesse und die Aktivitäten der fünf Partnerkommunen. Er ist Mitglied im bundesweiten Arbeitskreis „Radschnellwege“ und steht mit den zuständigen Ministerien der Länder in engem Kontakt.

Zudem ist der Verband Region Rhein-Neckar im Rahmen des europäischen Förderprogramms „Interreg“, gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden, Belgien und England, beteiligt am Projekt „Cycle Highways Innovation for smarter People Transport and Spatial Planning“. Es will dazu beitragen, den CO2-Ausstoß im Pendlerverkehr zu reduzieren. Für das europäische Konsortium stehen für drei Jahre rund 3,5 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, insbesondere um Radschnellwege zu entwickeln, Machbarkeitsstudien hierzu durchzuführen und Synergien zu Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs zu schaffen. 

Vorbild bei der Energiewende werden

Die Metropolregion Rhein-Neckar will bis 2020 bundesweit zum Vorbild bei der Energiewende werden. Das im März 2012 vom Verband Region Rhein-Neckar vorgestellte „Regionale Energiekonzept“ dient als Kompass auf diesem Weg. „Energieeffizienz“ ist neben „Elektromobilität“, „erneuerbaren Energien“ und „intelligente Energiespeichersystem“ ein zentrales Handlungsfeld im regionalen Energiekonzept.

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Ein Projekt von:

Verband Region Rhein-Neckar

gemeinsam mit:

Klemens Gröger

Klemens Gröger Referent für Wirt­schafts­förderung und Stand­ort­entwicklung

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