Pressemitteilung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Regionalplanung

3.5.2012

Flächenverbrauch durch Entwicklung innerörtlicher Brachflächen eindämmen: Verband Region Rhein-Neckar gibt Broschüre „Raum+ AKTIV – Handlungsanleitung zur Innenentwicklung“ heraus

Ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden und die Verringerung des immer weiter voranschreitenden „Flächenverbrauches“ gehen uns alle an. Denn je mehr Flächen an den Siedlungsrändern für Bautätigkeiten in Anspruch genommen werden, desto weniger Flächen stehen für Landwirtschaft, Natur und Erholung zur Verfügung. Daher sollen in der Metropolregion Rhein-Neckar künftig verstärkt unter- und ungenutzte Flächen im bereits bebauten Siedlungszusammenhang reaktiviert statt neue Flächen auf der „Grünen Wiese“ in Anspruch genommen werden.

Um beispielhaft aufzuzeigen, wie dies funktionieren kann, hat der Verband Region Rhein-Neckar gemeinsam mit den Kommunen Böchingen (Landkreis Südliche Weinstraße), Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis), Fürth (Kreis Bergstraße), Haßloch (Landkreis Bad Dürkheim) und Neckarbischofsheim (Rhein-Neckar-Kreis) das Modellprojekt „Raum+ AKTIV – Aktivierung innerörtlicher Potenziale“ initiiert und gemeinsam durchgeführt. Im Fokus standen sechs Flächen, die ihre frühere Nutzung verloren hatten – von einer leer stehenden Sektkellerei über ungenutzte bahnhofsnahe Flächen bis hin zu klassischen Gewerbebrachen. Dass bei der Reaktivierung solcher Flächen oft zahlreiche Hürden zu überwinden sind, versteht sich von selbst. Daher galt es in der zweijähren Projektlaufzeit Fragen nach möglichen Altlasten oder dem Vorhandensein schützenswerter Tierarten ebenso zu klären, wie festzulegen, ob in den Gebieten künftig Wohn-, Misch- oder Gewerbeflächen entstehen sollen. Aber auch die Fragen, was eine solche Flächenreaktivierung kostet und ob diese überhaupt wirtschaftlich durchzuführen ist, wurden erörtert. Aufbauend auf die Analyseergebnisse entwarf das beauftragte Planungsbüro in Abstimmung mit den Kommunen und den Eigentümern Konzepte für die künftige Nutzung. Diese reichen von der Schaffung eines neuen Ortskerns mit Wohnnutzung über neue gewerbliche Bauflächen bis hin zu einem Ärztehaus und einer Markthalle für regionale Produkte.

Die Ergebnisse des Modellprojektes sind in der nun erschienen Broschüre „Raum+ AKTIV – Handlungsanleitung zur Innenentwicklung“ zusammengefasst. Damit auch andere Städte und Gemeinden von dem durch die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz geförderten Modellprojekt profitieren und künftig Unterstützung bei der Innenentwicklung erhalten, wurde die im Projekt entwickelte Methodik in einem „Standortpotenzial-Check“ aufbereitet. Anhand dieses Leitfadens können Kommunen und Eigentümer so vorhandene Innenentwicklungspotenziale untersuchen und abschätzen, ob und ggf. welche Entwicklung dieser Flächen wirtschaftlich möglich ist.

Kontakt

Boris Schmitt

Boris Schmitt Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung / Pressesprecher

0621 10708-40 0621 10708-34 boris.schmitt@vrrn.de