Pressemitteilung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Energiewende

4.11.2009

Startschuss für das „Regionale Energiekonzept Rhein-Neckar“

Ziel des „Regionalen Energiekonzepts Rhein-Neckar“ ist es, den Energiesektor unter den Aspekten Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie Effekten am Arbeitsmarkt zu betrachten. Dabei sollen zunächst die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt und eine Bilanzierung der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs der Metropolregion Rhein-Neckar vorgenommen werden.

Bei der Auftaktveranstaltung für das „Regionale Energiekonzept Rhein-Neckar“ in der Print Media Academy Heidelberg betonte Dallinger die Rolle des Verbandes Region Rhein-Neckar als Plattform für die Akteure im Energiesektor der Metropolregion Rhein-Neckar, auf deren Mitwirkung und Input das Energiekonzept aufbaut. Dallinger, erfreut über die große Resonanz, über 100 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Hochschulen und Umweltverbänden waren versammelt, sieht die Verbandsarbeit bestätigt: „Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, wie bedeutend das Thema Energie und Klimaschutz für die Region ist und bestärkt uns darin, dieses als eines der wesentlichen Kernthemen der Regionalplanung und Regionalentwicklung zu behandeln“.

Der konkrete Untersuchungsrahmen des Konzepts wurde bereits mit den zuständigen Landesministerien in den drei beteiligten Bundesländern und den regionalen Akteuren im Energiesektor abgestimmt. Um dieses zukunftsfähige regionale Energiekonzept im Sinne des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der Verringerung des Energieverbrauchs sowie der Treibhausgasemissionen erarbeiten zu können, wird jedoch auch künftig die Mitarbeit der regionalen Akteure gebraucht. In dem Konzept sollen zunächst die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt und eine Bilanzierung der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs der Metropolregion Rhein-Neckar vorgenommen werden.

Darauf aufbauend werden die Potentiale der Energieeinsparung und effizienten Energienutzung sowie der erneuerbaren Energien erhoben. Zudem sollen die konventionellen Energieträger und energieeffiziente Verkehrskonzepte betrachtet werden. Kern des Konzepts ist die Entwicklung von Szenarien, beispielsweise zu den Fragen des zukünftigen Energiemixes und der dezentralen bzw. zentralen Energieerzeugung und -verteilung.

Abschließend sollen Handlungsempfehlungen und Leitbilder für die einzelnen Energieakteure sowie umsetzungsorientierte Projektskizzen erarbeitet werden. Dipl. –Ing. Josef Konradl von der KEWOG Städtebau GmbH, Regensburg, die mit der Erarbeitung des Energiekonzepts beauftragt wurde, stellte in seinem Vortrag die weitere Vorgehensweise dar. Zunächst werde man auf die Energieversorgungsunternehmen in der Region zugehen und Daten zur Energieerzeugung und zum Energieverbrauch abfragen. Die daraus erstellte Energiebilanz bilde die Grundlage für die Entwicklung von Zukunftsszenarien zur Energieeinsparung und zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Einbindung der regionalen Akteure im Energiesektor wird über fünf Arbeitskreise zu den Themenfeldern Energiebilanz, Energieeinsparung, erneuerbare Energien, konventionelle Energieträger und energieeffiziente Verkehrssysteme gewährleistet. Die Ergebnisse der Arbeitskreise fließen in einen Lenkungskreis ein, in dem neben den Sprechern der Arbeitskreise auch Vertreter von Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und aus den Fraktionen des Verbands Region Rhein-Neckar vertreten sein werden.

Während der Zielhorizont für das Energiekonzept das Jahr 2020 ist, gab Dr. Eike Wenzel, Trend- und Zukunftsforscher vom Zukunftsinstitut Kelkheim und Chefredakteur des Zukunftsverlags, in seinem Vortrag einen Ausblick, der über diesen Zeitraum hinausreicht. Dabei gehören energieautarke Gebäude oder Städte und innerstädtischer Nahrungsmittelanbau bereits zur Normalität.

Hintergrund:

Der Staatsvertrag zwischen den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland- Pfalz weist dem Verband Region Rhein-Neckar in § 3 Abs. 5.3 umsetzungsorientierte Aufgaben und Zuständigkeiten bei der Koordinierung von Aktivitäten „im Bereich der Energieversorgung auf Grundlage von regionalen Entwicklungskonzepten“ zu. Die Verbandsversammlung hat in ihrer Sitzung am 15. Mai 2009 die Auftragsvergabe zur Erstellung eines „Regionalen Energiekonzepts Rhein-Neckar“ beschlossen. Auf diese Weise sollen die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt und eine Bilanzierung der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs in der Metropolregion Rhein-Neckar vorgenommen sowie sämtliche Facetten der Energieversorgung und alle Energieformen ausführlich beleuchtet werden.

Kontakt

Boris Schmitt

Boris Schmitt Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung / Pressesprecher

0621 10708-40 0621 10708-34 boris.schmitt@vrrn.de