Pressemitteilung

Verband Region Rhein-Neckar

Thema: Regionalplanung

23.3.2007

Startschuss für einheitlichen Regionalplan der Metropolregion: Verband beschließt Haushalt und verstärkt Kooperationen

Jetzt geht die Arbeit des Verbands Region Rhein-Neckar richtig los. Einstimmig beschloss die Verbandsversammlung heute Vormittag im Mannheimer Stadthaus N1 den Haushalt und segnete die Aufstellung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar 2020 sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit mit der Region Karlsruhe und dem nördlichen Elsass ab.

„Damit ist die Grundlage geschaffen, dass der Verband sowohl hier in der Region wie auch in der Konkurrenz mit den anderen deutschen Planungsverbänden den Platz einnimmt, der ihm zusteht“,

freute sich die Verbandsvorsitzende, Ludwigshafens OB Dr. Eva Lohse.

Als geborenes Mitglied und Nachfolger von Beate Weber wird Heidelbergs neuer OB Dr. Eckart Würzner die Verbandsversammlung zukünftig unterstützen. Nicht nur über die Umlage, die die wichtigste Grundlage für die Finanzierung des Verbandes bildet. Mit einem Volumen von 3,7 Millionen Euro in 2007 erfährt der Verwaltungshaushalt eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 3,2 Millionen in 2006. „Das ist für mich das sichtbare Zeichen, dass die Kommunen und die Verbandsversammlung unsere Arbeit mittragen und als wertvoll anerkennen“, so Stefan Dallinger, der Verbandsdirektor. „Die Aufstellung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar 2020 ist ganz einfach nicht mit Bordmitteln zu bewältigen, weshalb wir Know-how von außen einkaufen, was sein Geld kostet“. Und dieser Plan hat es in sich, ist er doch der Masterplan für die räumliche Entwicklung der Metropolregion bis 2020. Von der Weiterentwicklung der Metropolregion, über den demographischen Wandel und die wirtschaftliche Entwicklung, von der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur bis zu den Erneuerbaren Energien wird der Plan Zielaussagen treffen und damit einen intensiven Meinungsaustausch zwischen Region, Kommunen, Fachbehörden, Interessenvertretern und Bürgern fördern. Nach dem Willen der Verbandsversammlung soll der Plan Ende 2009 Anfang 2010 in Kraft treten und Leitlinie für ein Jahrzehnt sein, das auch für Rhein-Neckar allmählich einen Bevölkerungsrückgang und eine Alterung der Gesellschaft mit allen damit verbundenen Folgen bringen wird.

Verkehrsfragen standen schon immer im Fokus der Regionalplanung, weshalb das Institut für Verkehrswesen an der TH Karlsruhe eine integrierte Gesamtverkehrsuntersuchung für den motorisierten Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr durchführen wird. Die Ergebnisse sind Grundlage für den Regionalverkehrsplan Rhein-Neckar wie auch für den Regionalplan. Doch Infrastruktur bedeutet heute auch Versorgung mit Breitband-Internet und damit ein heikles Thema für die ländlicheren Teile der Region. Ziel des Regionalplans ist, zu gleichwertigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Teilen der Region beizutragen und deshalb die flächendeckende Versorgung der Bürger und Unternehmen mit Breitband Internet zu unterstützen.

Der Beitritt von Hagenau, Rastatt und Germersheim zum grenzüberschreitenden Zweckverband Regio Pamina (Pfalz - Mittlerer Oberrhein - Nord-Elsass) fand ebenso die Zustimmung der Verbandsversammlung wie eine neue Kooperationsvereinbarung mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein in Karlsruhe.

Bei so viel Aufbruchstimmung sorgte die Verabschiedung des Leitenden Direktors Dr. Hans-Jürgen Seimetz für den Wermutstropfen der Sitzung. „Entscheidend ist, dass Sie auch an Ihrer neuen Stelle bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt der Region erhalten bleiben“, gab Verbandsvorsitzende Lohse Seimetz auf den Weg und überreichte ihm als Symbol der regionalen Lebensqualität ein Präsent mit Weinen aus allen vier Anbaugebieten der Metropolregion Rhein-Neckar. Den Nachfolger von Hans-Jürgen Seimetz wird die Verbandsversammlung voraussichtlich in einer Sondersitzung am 29. Juni wählen.

Kontakt

Boris Schmitt

Boris Schmitt Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung / Pressesprecher

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