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Infoblitz – Newsletter „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“
 
 
 
 
 
 
 
 
© Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
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Ausgabe 4-2018
 

im August schaffte Berlin die Kitagebühren auch für Kinder unter einem Jahr komplett ab. Und befeuerte damit die Debatte um die bundesweite Gebührenfreiheit erneut: In Hessen zahlen Eltern seit August für die Betreuung ihrer Kinder ab drei Jahren keine Gebühren mehr, wenn diese maximal sechs Stunden betreut werden.
In Rheinland-Pfalz sind Plätze für Kinder ab zwei Jahren bereits seit 2010 gebührenfrei, was viele junge Familien anzieht. Mannheim reagiert darauf aktuell mit einer Senkung der Gebühren um 105 Euro – eine Ausnahme in Baden-Württemberg, das generell an den Gebühren festhält. Kultusministerin Susanne Eisenmann sieht in der frühkindlichen Bildung das Fundament für mehr Bildungsgerechtigkeit. Diese würde leiden, wenn das Land die Gebühren übernehmen würde, statt das Geld in die Qualität zu stecken. Das belegt die Bertelsmann Stiftung mit Zahlen. Laut Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme 2017 steht Baden-Württemberg im Ländervergleich gut da und verfügt über die besten Personalstandards. In den Kindergärten betreut eine Fachkraft 7,2 Kinder, in den Krippen 3 Kinder. Der westdeutsche Durchschnittsschlüssel liegt in Kindergärten bei 1: 8,5, in den Krippen bei 1: 3,6.
Studien zeigen aber auch: Die Bandbreite der Gebühren ist groß. In Baden-Württemberg und Hessen geben manche Haushalte mehr als 15 Prozent ihres Einkommens für die Kitagebühr aus, andere weniger als zwei Prozent. Vor allem ärmere Haushalte sind hier im Nachteil – und das obwohl die Gebühren vielerorts nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt sind.
Diese Ungerechtigkeit könnte der Wunsch der Familienministerin, die Gebühren sukzessive in ganz Deutschland abzuschaffen, nivellieren. Das Gute-KiTa-Gesetz soll hierfür Wegbereiter sein. Für mehr Bildungsgerechtigkeit fordert auch der Verband Bildung und Erziehung die einheitliche Gebührenabschaffung.
Sicher muss die Entscheidung, ob man sämtliche Gebühren bundesweit abschaffen oder dem Gehalt der Eltern besser anpassen sollte, gut durchdacht und berechnet sein. Wichtig wäre im Sinne der Chancengleichheit eine einheitliche Regelung, die für alle Bundesländer und die einzelnen Träger bindend ist. Davon würde auch unsere Rhein-Neckar-Region profitieren.

Mehr zur Abschaffung der Kitagebühren, zum Gute-KiTa-Gesetz und vielen weiteren Meldungen rund um die Vereinbarkeit lesen Sie in diesem Infoblitz.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihr Forum „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“

 
 
 
Alice Güntert
Referentin Arbeitsmarkt, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS (Auszug)
 
 
 
Aus der Arbeit des Forums
➔ Neue Schulung zum „Betrieblichen Gesundheits-Guide“ fast ausgebucht
➔ Kompetenztraining Pflege: Neuer Kurs im Frühjahr
➔ Nächste Termine: Pflege-Guide und Eltern-Guide
➔ Auf einen Blick: Termine der Arbeitskreise und Netzwerke
Aus der Region
➔ unternehmensWert:Mensch plus stößt in Rhein-Neckar auf große Resonanz
➔ Uni Mannheim: Eltern-Kind-Zimmer wiedereröffnet
➔ Ludwigshafen: Neues Kita-Portal online
➔ Einen Euro mehr für Tagesmütter
Aus Deutschland und der Welt
➔ Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ nimmt Arbeit auf
➔ Berlin schafft Kitagebühren ab
➔ NRW plant 24-Stunden-Kitas für Schichtarbeiter
➔ Neues Tool der berufundfamilie: Vereinbarkeits-Trialog 
Veranstaltungstipps
➔ Wirtschaftsforum BW am 5. Oktober
➔ Infotag Frau und Beruf am 8. Oktober in Schwetzingen
➔ Frauenwirtschaftstage 2018 im Oktober
➔ CoHiPo-Event: „Was zeichnet Traumunternehmen aus?“ am 28. November
Aktuelle Studien und Veröffentlichungen
➔ Arbeit im Homeoffice ist produktiver
➔ AOK-Familienstudie: Kinder brauchen Vorbilder
➔ Väterreport 2018 ist online
➔ Alleinerziehende in Deutschland
 
 
 
 
Aus der Arbeit des Forums
 
 
 
  © Metropolregion Rhein-Neckar GmbH  
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Neue Schulung zum „Betrieblichen Gesundheits-Guide“ fast ausgebucht
 

Die beliebten Guide-Schulungen wurden vor Kurzem um ein neues Modul erweitert: In Kooperation mit Heike Schönmann | HS Beratung aus Plankstadt bietet das Forum in Zukunft die Qualifizierung zum „Betrieblichen Gesundheits-Guide“ an. Die zweitägige Schulung vermittelt die Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Über Vorträge, Gruppenarbeiten und Praxisbeispiele bildet sie die gesamte Prozesskette ab. Im ersten Schritt werden interne Schnittstellen, wie Personalabteilung oder Betriebsarzt, identifiziert. Anschließend werden verschiedene Felder der betrieblichen Gesundheitsförderung – von der Arbeitsplatzgestaltung, über Ernährung bis zur psychischen Gesundheit – betrachtet. Schließlich gibt die Schulung einen Überblick über Maßnahmen und deren Etablierung im Unternehmen. Der Betriebliche Gesundheits-Guide informiert die Beschäftigten und vermittelt zwischen Belegschaft und Unternehmensführung.

Der erste Kurs des neuen Formats startet am 6. November. Noch sind wenige Restplätze frei! Die Teilnahmekosten betragen 400 Euro pro Person. Ansprechpartnerin für interessierte Unternehmen ist Alice Güntert (Telefon: 0621 10708-455 und E-Mail: alice.guentert@m-r-n.com).

 
 
 
  © Metropolregion Rhein-Neckar GmbH  
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Kompetenztraining Pflege: Neuer Kurs im Frühjahr
 

Aus organisatorischen Gründen musste der Herbstdurchgang des Kompetenztrainings Pflege verschoben werden, die neuen Termine für Anfang 2019 stehen fest: Das Training startet mit dem ersten Modul „Wenn Angehörige hilfsbedürftig werden – Herausforderung Pflege und Beruf“ am 31. Januar 2019. Es beschreibt den Rollenwechsel und die Anforderungen bei einem Pflegefall in der Familie und wichtige erste Schritte.

Das zweite Modul am 21. Februar beschäftigt sich mit dem Thema „Rechtliche Vorsorge und Finanzierung von Pflege“.

Am 14. März rückt das dritte Modul „Ist es nur Vergesslichkeit – oder was ist es?“ alterspsychiatrische Erkrankungen, wie Demenz und Depression, in den Mittelpunkt.

Es können keine Plätze für Einzelmodule gebucht werden, die verschiedenen Module können jedoch von verschiedenen Beschäftigten besucht werden.

Die Kurse finden jeweils von 14.30 bis 18.00 Uhr in den Räumen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Mannheim statt.  Interessierte Arbeitgeber wenden sich an Alice Güntert (Telefon: 0621 10708-455 und E-Mail: alice.guentert@m-r-n.com).

 
 
 
  © Metropolregion Rhein-Neckar GmbH  
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Nächste Termine: Pflege-Guide und Eltern-Guide
 

Bei der Qualifizierung zum Betrieblichen Pflege-Guide Ende des Jahres sind noch wenige Plätz frei. Die zweitägige Schulung durch ElderCare-Steinfeld findet am 27. November und am 11. Dezember 2018, jeweils von 9 bis 17 Uhr, in den Räumen unseres Kooperationspartners, der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus, statt. Weitere Infos und den Link zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

Mit der Qualifizierung zum Eltern-Guide hilft unser Partner elvisory Arbeitgebern, ihre familienbewusste Personalarbeit nachhaltig auszubauen. Der Eltern-Guide begleitet  Kollegen in allen Fragen der Vereinbarkeit. Er informiert zu Mutterschutz und Mutterschaftsgeld, Elternzeit und Elterngeld, Wiedereinstieg und mehr.

Alle Guides werden in ein Netzwerk aufgenommen, um ihr Wissen aktuell zu halten und sich auszutauschen.

Termine der Netzwerk-Treffen:

Eltern-Guides: 30. November 2018

Pflege-Guides: 13. Dezember 2018

Jeweils in den Räumen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Mannheim.

 

Arbeitgeber können bereits jetzt Plätze für die zweitägigen Qualifizierungen 2019 im Heinrich Pesch Haus buchen:

Eltern-Guide: 14. März und 4. April 2019 – zur Anmeldung geht es hier.

Pflege-Guide: 26. Februar und 2. April 2019 – zur Anmeldung geht es hier.

Weitere Infos bei Alice Güntert (Telefon: 0621 10708-455 und E-Mail: alice.guentert@m-r-n.com).

 
 
 
 
Auf einen Blick: Termine der Arbeitskreise und Netzwerke
 
  • Arbeitskreis „Familienfreundliche Unternehmen“: 16. Oktober 2018
  • Netzwerk „Familienbewusste Behörden“: 15. November 2018
  • Eltern-Guide-Netzwerk: 30. November 2018
  • Pflege-Guide-Netzwerk: 13. Dezember 2018
  • Arbeitskreis „Kindertagespflege“: 09. Januar 2019
  • Arbeitskreis „Familienfreundliche Hochschulen“: 12. März 2019

Weitere Infos bei Alice Güntert (Telefon: 0621 10708-455 und E-Mail: alice.guentert@m-r-n.com).

 
 
 
 
Aus der Region
 
 
 
   
 
 
unternehmensWert:Mensch plus stößt in Rhein-Neckar auf große Resonanz
 

Seit Frühjahr 2018 nehmen rund 20 Betriebe das durch ESF und BMAS geförderte Programm unternehmensWert:Mensch plus in Anspruch. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Die teilnehmenden Unternehmen starten mit einer kostenfreien Erstberatung in die digitale Zukunft. Gemeinsam loten das Unternehmen und die Erstberatungsstelle aus, welche Rolle die Digitalisierung für den Betrieb spielt. Die Erstberatungsstelle prüft außerdem die Förderfähigkeit. Erhält das Unternehmen einen Beratungsscheck, kann die Prozessberatung beginnen.

In betrieblichen Lern- und Experimentierräumen entwickeln Beschäftigte und Geschäftsführung gemeinsam Lösungen für die digitale Transformation und testen sie im Arbeitsalltag. Einen vorgedachten Masterplan gibt es nicht, die Themen richten sich nach dem Bedarf des Unternehmens. Aktuell teilnehmende Betriebe erproben zum Beispiel digitale Feedbacktools oder suchen Fachkräfte mithilfe von Social-Media-Strategien.

Weitere Informationen erhalten Sie hier und bei der Erstberaterin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH Meike Stenzel (E-Mail: meike.stenzel@m-r-n.com).

 
 
 
 
 
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  © Anna Heins  
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Uni Mannheim: Eltern-Kind-Zimmer wiedereröffnet
 

Nach dem Umzug in das Lehrgebäude in B6 hat die Universität Mannheim das Eltern-Kind-Zimmer feierlich wiedereröffnet. „Als familiengerechte Hochschule ist es uns ein wichtiges Anliegen, unseren Beschäftigten und Studierenden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Das Eltern-Kind-Zimmer leistet hier einen wertvollen Beitrag“, so Rektor Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden.

Bei der Eröffnungsfeier informierten sich die Gäste über das Beratungsangebot der Universität und des Studierendenwerks rund um die „Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf“.

Das Eltern-Kind-Zimmer kann von Studierenden und Beschäftigten der Universität genutzt werden. Neben Spielsachen für Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schulkind steht ein  Computerarbeitsplatz mit Einbindung ins Universitätsnetzwerk bereit. Die Eltern arbeiten oder lernen hier – zum Beispiel an den Schließtagen von Kita, Schule oder Tagesmutter.

Die Universität ist seit 2006 als familiengerechte Hochschule zertifiziert und seit 2016 Mitglied im Best-Practice-Club „Familie in der Hochschule“.

 
 
 
 
 
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Ludwigshafen: Neues Kita-Portal online
 

Seite Ende August hilft das Portal www.kitaportal.ludwigshafen.de Eltern bei der Kita-Suche. Möchten sie ihre Kinder für eine Ludwigshafener Kita anmelden, erhalten sie auf der Webseite viele Informationen auf einen Blick. Bei der Suche kann nach Stadtteil, Träger und Betreuungsplätzen gefiltert werden. Auch die Öffnungszeiten, die angebotenen Betreuungsformen und das pädagogische Konzept jeder einzelnen Kita lassen sich abrufen. Außerdem können sich Eltern gleich bei mehreren Kitas auf die Online-Warteliste setzen.

Das Portal wurde vom Bereich Kindertagesstätten der Stadtverwaltung realisiert und listet städtische und kirchliche Kindergärten. „Dies zeigt einmal mehr sehr deutlich die gute Zusammenarbeit der Kita-Träger in Ludwigshafen. Ich freue mich sehr, dass wir den Eltern gemeinsam diesen verbesserten Service anbieten können“, so Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg.

 
 
 
 
 
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  © pixabay.com  
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Einen Euro mehr für Tagesmütter
 

Der „Pakt für gute Bildung und Betreuung“ trägt Früchte: die Bezahlung von Tagespflegepersonen in Baden-Württemberg wird angehoben, sodass diese künftig einen Euro mehr pro Kind und Stunde verdienen werden.

Derzeit liegt die Vergütung von Tagespflegepersonen im Land bei 4,50 Euro pro Kind und Stunde für Über-Dreijährige bzw. 5,50 Euro für Kinder unter drei Jahren. Seit sechs Jahren wurde sie nicht erhöht. Die Vorsitzende des Landesverbandes Kindertagespflege Baden-Württemberg e. V., Christina Metke, begrüßt die Erhöhung, hält sie jedoch für zu gering. Vom Mindestlohn und einer leistungsgerechten Vergütung sei man noch weit entfernt.

Eine vom Landesverband in Auftrag gegebene Studie zur tatsächlichen Einkommenssituation von Tagespflegepersonen zeigt, dass eine selbständige Tagesmutter oder ein Tagesvater in Baden-Württemberg nur 4,08 Euro pro Stunde verdient – und das mit allen Risiken der Selbständigkeit. Metke fordert deshalb, die Vergütung auf Mindestlohnniveau anzuheben bzw. weiter auszubauen.

 
 
 
 
 
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Aus Deutschland und der Welt
 
 
 
 
Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ nimmt Arbeit auf
 

Im Juli hat das Bundeskabinett die Einsetzung der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ beschlossen. Diese soll Vorschläge erarbeiten, wie in Zukunft Ressourcen und Möglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen gerecht verteilt werden können.

Gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen betrifft Fragen wie: Wo fühle ich mich wohl und wo werde ich gut versorgt? Oder: Kann ich im Alter in meinem gewohnten Umfeld leben?

Co-Vorsitzende der Kommission, Bundesfamilienministerin Giffey, betonte: „Damit überall gut gelebt werden kann, braucht es Menschen, die sich kümmern – in sozialen Berufen, im Ehrenamt, in der Familie. Die sozialen Berufe müssen überall aufgewertet werden – von der Erzieherin bis zum Altenpfleger. Es braucht bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung, um dem Fachkräftemangel landauf landab entgegenzuwirken.“

Ihren Abschlussbericht soll die Kommission bis Herbst 2020 vorlegen.

 
 
 
 
 
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  © pixabay.com  
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Berlin schafft Kitagebühren ab
 

Seit August zahlen Berliner Eltern für die Betreuung ihrer Kinder – auch unter einem Jahr –  in Kitas oder bei Tagesmüttern keine Beiträge mehr. Berlin schafft somit als erstes Bundesland die Kita-Gebühren komplett ab.

In Rheinland-Pfalz zahlen Eltern seit 2010 keinen Beitrag für Kinder ab zwei Jahren. Für die Unter-Dreijährigen zahlen in Hessen und in Baden-Württemberg mehr als 90 Prozent der Eltern Kitabeiträge.

Kultusministerin Susanne Eisenmann hält daran fest: „Wir setzen auf eine qualitative Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung und nicht auf eine rein strukturelle Mehrbelastung, die mit einer Gebührenfreiheit einherginge.“

Auch Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, lehnt die komplette Beitragsfreiheit ab. Er warnt vor dem Qualitätsverlust, denn laut Berechnungen der Bertelsmann Stiftung müsste der Staat dann jedes Jahr rund 5,7 Milliarden Euro aufbringen. Für die aktuelle Legislaturperiode habe er nur 3,5 Milliarden Euro zugesagt. Lediglich armutsgefährdete Familien sollten von den Beiträgen befreit werden.

Bertelsmann fasst seine Untersuchungen im „ElternZOOM 2018“ zusammen.

 
 
 
 
 
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  © Land NRW / R. Pfeil  
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NRW plant 24-Stunden-Kitas für Schichtarbeiter
 

Nordrhein-Westfalen will Kitas erlauben, auch nachts zu öffnen. Ziel ist keine flächendeckende 24-Stunden-Betreuung für alle Familien. Das Land möchte vielmehr Eltern im Nachtschichtdienst unterstützen. Die 24-Stunden-Einrichtungen sind vorrangig im Umfeld von zum Beispiel Kliniken, wo das medizinische Personal rund um die Uhr arbeiten muss, geplant. Die Kinder sollen maximal neun Stunden am Stück in den Kitas betreut werden und nur dann übernachten, wenn ihre Eltern Nachtdienst haben.

Die erste 24-Stunden-Kita öffnete bereits vor neun Jahren in Schwerin. Seither haben immer mehr Kitas ihre Pforten auch nachts geöffnet. In Nordrhein-Westfalen bisher noch nicht.

Die geplante Neuregelung ist Teil der Reform des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen. Familienminister Dr. Joachim Stamp (Foto) will mit dieser Initiative die Kita-Versorgung und die Personalausstattung verbessern. Im Januar 2019 will er den Gesetzentwurf vorlegen; das Gesetz soll zum Kita-Jahr 2020/2021 in Kraft treten.

 
 
 
   
 
 
Neues Tool der berufundfamilie: Vereinbarkeits-Trialog
 

Vor allem in den langen Sommerferien brauchen Beschäftigte mit Kindern Urlaub, während ihre Kollegen ohne Nachwuchs die Stellung halten. Die Diskussion um eine gerechte Urlaubsverteilung hält ebenso an, wie generell die Diskussionen um die gleichmäßige Nutzung von betrieblichen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.

Vereinbarkeitsangebote bergen entsprechend auch eine Reihe von Konflikten. Wie finden Führungskräfte Lösungen, die eine Balance schaffen zwischen den individuellen Bedarfen eines Beschäftigten, den betrieblichen Anforderungen und den Belangen des Teams? Der neue berufundfamilie-Erklärfilm „Personalpolitik in Zeiten der Individualisierung“ stellt in weniger als zwei Minuten einen Lösungsweg vor: den Vereinbarkeits-Trialog. Die berufundfamilie zeigt, wie eine handlungsorientierte Kommunikation zwischen Führungskraft, Mitarbeiter und Team gelingt.

Für Unternehmen mit Standorten im Ausland hält die berufundfamilie seit Neuestem auch sämtliche Infos über das Audit auf ihrer Webseite in Englisch bereit.

 

 
 
 
 
Europäisches Parlament schnürt Work-Life-Balance-Paket
 

Im Juli einigte sich der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments zum Vorschlag einer „Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige“. Dieses sogenannte „Work-Life-Balance-Package“ oder „Vereinbarkeitspaket“ soll den Zugang zu Vereinbarkeitsregelungen vereinfachen. Zentral in dem Entwurf ist die Einführung einer Vaterschaftszeit von zehn Tagen. Zudem sollen die Elternzeiten auf vier nicht-übertragbare Monate pro Elternteil ausgeweitet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einführung von Auszeiten für die Pflege von Angehörigen bei einer Bezahlung von mindestens 78 Prozent des Brutto-Lohns.

Auf der Grundlage der Beschlüsse von Rat und Parlament können ab September 2018 die Verhandlungen stattfinden, mit dem Ziel, sich auf einen Richtlinienvorschlag zu einigen. Im schnellsten Fall könnte eine Richtlinie noch vor den Europa-Wahlen 2019 verabschiedet werden.

 
 
 
 
 
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Schweiz unterstützt pflegende Beschäftigte
 

In der Schweiz pflegen und betreuen 237.000 Menschen Angehörige neben ihrem Job. Um sie besser zu unterstützen, erarbeitete der Bundesrat im Juli einen Gesetzesentwurf mit drei Maßnahmen. Demnach sollen Arbeitgeber zu einer Lohnfortzahlung verpflichtet werden, wenn ihre Beschäftigten ihre Arbeit kurzzeitig für die Angehörigenpflege unterbrechen.

Zweitens soll Eltern von schwerkranken Kindern ein Pflegeurlaub von bis zu 14 Wochen gewährt werden. Als dritte Maßnahme will der Bundesrat den Anspruch auf Betreuungsgutschriften für die Alters- und Hinterlassenenversicherung ausweiten.

„Pflegende Angehörige leisten Arbeit von unschätzbarem Wert, nicht nur für die Kranken, sondern auch für die Gesellschaft“, unterstreicht Gesundheitsminister Alain Berset. Tatsächlich ist die private Pflege die günstigste und effizienteste Variante der Care-Arbeit. In 2013 leisteten die Schweizer laut Bundesamt für Statistik 41 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden für die Pflege und Betreuung von Erwachsenen.

 

 
 
 
 
 
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Veranstaltungstipps
 
 
 
   
 
 
Wirtschaftsforum BW am 5. Oktober
 

Das 2. Wirtschaftsforum Baden-Württemberg rückt die Bedeutung von Vielfalt und den Kulturwandel in der digitalen Transformation in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ diskutieren die Teilnehmer Fragen, wie:

Welche Auswirkungen haben digitale Transformation und Kulturwandel auf Menschen, aber auch auf Führungskonzepte in der Organisation 4.0? Welche Herausforderungen und Möglichkeiten ergeben sich für Chancengleichheit und Vielfalt in der digitalen Arbeitswelt? Neben einem Impulsvortrag und einer Talkrunde mit Politikern und Unternehmern stehen auch drei Zukunftsforen auf dem Programm.

Das Wirtschaftsforum wird von einer Messe-Ausstellung begleitet: Praxislösungen für eine moderne Arbeitswelt, digital unterstützte Arbeitsmodelle, Data- und Cloud-Services, Design-Thinking-Methoden und verschiedene digitale Anwendungen können ausprobiert werden.

Der kostenfreie Kongress findet von 9 bis 16.30 Uhr im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Zur Anmeldung geht es hier.

 
 
 
  © Tim Reckmann  / pixelio.de  
  © Tim Reckmann / pixelio.de  
 
 
Infotag Frau und Beruf am 8. Oktober in Schwetzingen
 

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern lädt die Agentur für Arbeit Heidelberg zum Infotag für Frauen, die (wieder) beruflich tätig werden möchten. Die Veranstaltung bietet Frauen eine Orientierung über ihre beruflichen Möglichkeiten, zum Beispiel nach einer Familienphase. Drei Vorträge informieren darüber, wie Frauen ihre fachlichen Kenntnisse aktualisieren können und wie sie eine aktuelle Bewerbung gestalten. Im letzten Vortrag gibt Trainerin Petra Lehmann Tipps zur Selbstpräsentation in Vorstellungsgesprächen und ähnlichen Situationen.

Auch die Betreuung von Kindern und die Organisation des Familienalltags nach dem Wiedereinstieg sind Themen am Infotag.

Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Wiedereinsteigerinnen, an Existenzgründerinnen und an Frauen, insbesondere Mütter, die eine Ausbildung (in Teilzeit) anstreben. Sie findet von 9 bis 13 Uhr im Kulturzentrum Schwetzingen statt. Weitere Infos finden Sie hier.

 
 
 
   
 
 
Frauenwirtschaftstage 2018 im Oktober
 

Zum 13. Mal lädt das Baden-Württembergische Wirtschaftsministerium zu den Frauenwirtschaftstagen ein. Um den 20. Oktober finden an über 40 Orten rund 80 Veranstaltungen zum diesjährigen Schwerpunktthema „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ statt. In der Digitalisierung sieht Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut eine große Chance für Frauen: „Die Digitalisierung der Wirtschaft und unserer Arbeitswelt ermöglicht flexiblere Arbeitsformen, vielfältigere Karrieremodelle und mehr Chancengleichheit.“

In der Region richtet u. a. die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald eine Gesprächsrunde mit Powerfrauen aus dem Handwerk aus. Die Veranstaltung „Frauenpower – Chancen für Frauen im Handwerk“ findet am 17. Oktober 2018 um 17 Uhr im Heidelberger Rathaus statt.

Die Kontaktstelle Frau und Beruf lädt zum Workshop „Karrierewege gestalten – kulturelle Kompetenzen für sich nutzen“ am 18. Oktober von 17 bis 20 Uhr in die Volkshochschule Schwetzingen. Der Workshop zeigt Frauen mit Migrationshintergrund, wie sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt überzeugen können.

Erneut beteiligt sich auch das John Deere Forum an den Frauenwirtschaftstagen. Am 19. Oktober zeigt Motivationscoach Nicola Fritze „Veränderung. Mal anders.“ In ihrem Vortrag erklärt sie, wie Frauen Veränderungen aktiv angehen können, eine gesunde Selbstreflexion und Mut zu Entscheidungen entwickeln.

Weitere Infos und eine Veranstaltungsdatenbank unter www.frauenwirtschaftstage.de.

 
 
 
 
CoHiPo-Event: „Was zeichnet Traumunternehmen aus?“ am 28. November
 

Die Initiative Connect.Hidden.Potentials. sieht sich als Brückenbauer zwischen „versteckten“ Fachkräften und Unternehmen in der Rhein-Neckar-Region und propagiert einen zukunftsorientierten Führungsstil. Mit einem Vortrags-Event am 28. November erstmals auch in Karlsruhe: Peter Schubert, Mitgründer der Initiative und Geschäftsführer bei Softwarekontor, wird aus dem Nähkästchen plaudern und seinen modernen Führungsstil vorstellen. Sein Unternehmen führt er ganz im Sinne von New Work. Er agiert ohne Führungskräfte und mit so vielen Arbeitszeitmodellen wie Mitarbeitern – und einer guten Chemie in seinem Betrieb.

Ziel der Networking-Veranstaltung mit Podiumsdiskussion ist es, mittelständische Unternehmen zusammenzubringen, die eine menschen-orientierte Kultur vorleben. Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Fachkräfte gehen dazu in den Austausch.

Die kostenfreie Veranstaltung findet von 17 bis 20 Uhr in der Church im CyberLab statt; um Anmeldung wird gebeten.

Neu: Seit August können sich Vorreiter in puncto mitarbeiterfreundliche Führung unter Traumunternehmen.de listen lassen und damit Flagge zeigen.

 
 
 
  © NDR │Fotograf: Christian Spielmann  
  © NDR │Fotograf: Christian Spielmann  
 
 
Rückblick: Woche der Demenz 2018 im September
 

Vom 17. bis 23. September rückte die ‚Woche der Demenz‛ die Erkrankung ins öffentliche Bewusstsein. Unter dem Motto „Demenz – dabei und mittendrin“ plädierten das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium für mehr Verständnis für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Prominente Unterstützung erhielt die Aktion von NDR-Moderatorin und Buchautorin Bettina Tietjen (Foto). Als Botschafterin der ‚Woche der Demenz‛ ist ihr wichtig, dass demenzkranke Menschen solange wie möglich im vertrauten Umfeld wohnen und am sozialen Leben teilnehmen können: „Unterstützen wir sie und ihre Familien, indem wir sie ohne Berührungsängste als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft akzeptieren!“

Bundesweit sind rund 1,7 Millionen Menschen demenzkrank. Dennoch wird die Krankheit oftmals tabuisiert und Erkrankte und Angehörige fühlen sich isoliert. Um dem entgegenzusteuern, initiierte die Bundesregierung die „Allianz für Menschen mit Demenz“. Die Allianz richtet die Themenwoche aus und berät und unterstützt Betroffene von 500 Standorten in ganz Deutschland aus.

 
 
 
 
Weitere Termine
 
  • Symposion „Mitgestalten“ des Odenwald-Instituts: Kommunikation, Werte und Verantwortung in herausfordernder Zeit mit Vorträgen – Diskussionsrunden – Praxisworkshops am 27. und 28. November in der Stadthalle Weinheim
 
 
 
 
Aktuelle Studien und Veröffentlichungen
 
 
 
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Arbeit im Homeoffice ist produktiver
 

Eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Stanford-Universität belegt, dass Beschäftigte im Homeoffice nicht nur zufriedener mit ihrer Work-Life-Balance sind, sondern auch produktiver. Mehr Zeit für das Privatleben geben die befragten Arbeitnehmer als großen Vorteil des Homeoffice an. Hinzu kommt der Wegfall des Pendelstress.

Die zweijährige Studie zeigt weitere Vorteile und Effekte der Arbeit von Zuhause aus. Sie entstand in Zusammenarbeit mit einem chinesischen Unternehmen, dessen Hauptfirmensitz für die insgesamt 16.000 Mitarbeiter zu eng wurde. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in dem Artikel „Does working from home work? Evidence from a chinese experiment“ zusammengefasst.

 
 
 
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AOK-Familienstudie: Kinder brauchen Vorbilder
 

Viele Eltern nehmen laut der AOK-Familienstudie ihre Vorbildfunktion in Sachen Bewegung nicht genügend wahr. Ein Drittel der befragten Eltern betreiben in ihrer Freizeit keine körperlichen Aktivitäten.

Als Versicherer von mehr als 26 Millionen Menschen und jedem dritten Kind in Deutschland sieht die AOK ihre Verantwortung in der Prävention. „Prävention ist jedoch nicht nur Aufgabe der Krankenkassen. Sie muss gesamtgesellschaftlich wahrgenommen werden. Deshalb hebt die AOK-Familienstudie neben den Eltern einen weiteren ganz wichtigen Player hervor: die Städte und Kommunen“, betont Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Die Ergebnisse der AOK-Familienstudie 2018 zeigen deutlich, dass eine gute kommunale Infrastruktur dazu beitragen kann, die gemeinsame Bewegung in Familien zu fördern.

Damit dies gelingt, müssen Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und körperliche Aktivität als etwas Selbstverständliches in ihren Alltag integrieren. Zudem müssen hochwertige und wirksame Bewegungsangebote bereitstehen, die für Familien zeitlich und finanziell machbar sind.

 
 
 
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Väterreport 2018 ist online
 

Weiterhin liegt die aktive Vaterschaft im Trend. Das zeigt der aktuelle Väterreport des Bundesfamilienministeriums. Väter wünschen sich mehr Zeit für die Familie und wollen auch im Falle einer Trennung intensiv für die Kinder da sein. Der Report informiert zu den Einstellungen und Erwartungen heutiger Väter, zur Nutzung von Elterngeld und ElterngeldPlus und zur partnerschaftlichen Aufteilung der Kinderbetreuung. Auch die Vereinbarkeit von Vaterschaft und Beruf wird anhand von Studien analysiert: Viele Väter würden ihre Arbeitszeit gerne auf 35 Stunden pro Woche reduzieren. Mehr als die Hälfte würde gerne länger als zwei Monate Elternzeit nehmen. Hinderungsgründe sind finanzielle Aspekte, aber auch die Haltung der Vorgesetzten und die Unternehmenskultur. Der Report kommt zu dem Schluss, dass Familienfreundlichkeit im Unternehmen auf allen Ebenen vorgelebt werden müsse. So helfe man männlichen Beschäftigten, eine neue Balance zwischen Beruf und Familie zu finden.

 
 
 
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Alleinerziehende in Deutschland
 

Das Statistische Bundesamt lud zur Pressekonferenz „Alleinerziehende in Deutschland 2017“ ein und stellte neue Daten zum Thema vor, die in der Begleitbroschüre zur Konferenz zusammengefasst sind. Der Auswertung nach waren knapp ein Drittel der alleinerziehenden Mütter nicht erwerbstätig. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) dieser Mütter wünscht sich jedoch Arbeit. Familiäre oder persönliche Gründe wurden am häufigsten als Hinderungsgrund angegeben. Im Vergleich dazu möchten nur 29 Prozent der Mütter, die in einer Partnerschaft leben, eine Arbeit aufnehmen.

Etwa ein Drittel der Alleinerziehenden-Haushalte sind von Armut gefährdet. 63 Prozent der Alleinerziehenden haben nicht die finanziellen Mittel, unerwartete Ausgaben von 1.000 Euro zu bestreiten. Alleinerziehende und ihre Kinder stünden nach wie vor schlechter da als Menschen in anderen Familienformen, resümiert Thiel. „Für sie sind deshalb familienpolitische Maßnahmen eine besonders wichtige Unterstützung.“

 
 
 
 
Neuer Leitfaden zum Mutterschutz
 

Der neue Leitfaden zum Mutterschutz des Bundesfamilienministeriums richtet sich an schwangere und stillende Frauen. Er informiert über Rechte und Pflichten und enthält im Anhang das Mutterschutzgesetz und die einschlägigen Regelungen aus dem Fünften Sozialgesetzbuch sowie dem Versicherungsvertragsgesetz. Hintergrund für die Publikation ist das zum 1. Januar 2018 in Kraft getretene neue Mutterschutzgesetz. Mit der Neuregelung kommen wichtige Verbesserungen: Der Schutzbereich des Gesetzes umfasst nun auch Schülerinnen und Studentinnen. Mütter sind bei Geburt eines Kindes mit Behinderung besser geschützt. Der Kündigungsschutz bei einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist erweitert worden. Außerdem hat sich die finanzielle Absicherung privat krankenversicherter, selbstständiger Frauen während der Schutzfristen verbessert.

Auch einen Arbeitgeberleitfaden zum Mutterschutz stellt das Familienministerium bereit.

 
 
 
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Vielfaltsbewusste Führung: Praxishilfe und Check
 

Die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams gehört längst zum Arbeitsalltag. Wichtig für die Zufriedenheit aller Mitarbeiter und damit den Unternehmenserfolg ist ein gutes Diversity Management. Wie dadurch Begabungen aufgespürt und chancengleich gefördert werden, zeigt die dritte Ausgabe des Magazins „In Arbeit“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Das Magazin bietet kleinen und mittleren Betrieben lösungsorientierte Anregungen für eine gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen. Außerdem hilft der INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“ Unternehmen dabei, ins Thema ‚Vielfalt‛ einzusteigen. Mit dem Check können Unternehmen ihren Handlungsbedarf feststellen, Maßnahmen einführen und darauf aufmerksam machen, dass sie Diversität im Betrieb fördern.

Auch das RKW Kompetenzzentrum setzt sich in seiner neuen Praxishilfe „Vielfaltsbewusste Führung – Unterschiedlichkeit wahrnehmen, verstehen und nutzen“ mit dem Thema auseinander. Der Leitfaden zeigt Führungskräften, in welchen Situationen es auf vielfaltsbewusste Führung wirklich ankommt und wie sich der Führungsstil optimieren lässt.

 
 
 
 
Zahlen zum ungenutzten Arbeitskräftepotenzial
 

Im Jahr 2017 wünschten sich laut der Arbeitskräfteerhebung knapp 5,1 Millionen Menschen zwischen 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Laut Statistischem Bundesamt waren es im Vorjahr 373.000 Personen mehr.

Dieses ungenutzte Arbeitskräftepotenzial setzte sich aus 1,6 Millionen Erwerbslosen, einer Million Personen in Stiller Reserve und insgesamt 2,4 Millionen Unterbeschäftigten zusammen.

Den 2,4 Millionen Unterbeschäftigten standen knapp 1,4 Million Erwerbstätige gegenüber, die weniger arbeiten wollten. Diese „Überbeschäftigten“ möchten ihre Arbeitsstunden bei verringertem Einkommen reduzieren. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Überbeschäftigten um 234.000 Personen erhöht.

Menschen in Stiller Reserve haben keine Arbeit, gelten jedoch nicht als erwerbslos. Zur Stillen Reserve gehören Personen, die zwar Arbeit suchen, jedoch kurzfristig – etwa aufgrund von Betreuungsaufgaben – keine Arbeit aufnehmen können. Hier finden Sie die gesamte Auswertung.

 
 
 
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Das Gute-KiTa-Gesetz
 

Laut Haushaltsentwurf für 2019 stehen dem Bundesfamilienministerium 10,3 Milliarden Euro zur Verfügung –  rund 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Ein Großteil (6,86 Milliarden Euro) wird in das Elterngeld fließen, weiter wird damit der Kinderzuschlag finanziert. Neben der Stärkung von Frauen will Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey vor allem die Kinderbetreuung ausbauen: Mit mindestens 30 Millionen Euro soll eine Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher starten. Details finden Sie hier.

Daneben wird der Bund mit dem „Gute-KiTa-Gesetz“ die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützen – von der Gebührenbefreiung über den Betreuungsschlüssel bis zur Sprachförderung. Bis zum Jahr 2022 wird der Bund zusätzlich 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten und wird von DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks begrüßt: „Eine bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung in allen Regionen ist Voraussetzung dafür, dass Eltern gut und ohne Sorgen am Erwerbsleben teilnehmen können.“ Handlungsbedarf sieht der DIHK im Ausbau der Betreuungszeiten.

 
 
 
 
 
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