Metropolregion Rhein-Neckar
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Newsletter Energie & Mobilität
 
 
 
 
 
 
 
 
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Ausgabe 04/2019
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 

das Jahr neigt sich langsam zu Ende und wir können auf eine bewegte Zeit zurückblicken. An den großartigen Erfolg unserer Regionalkonferenz Mobilitätswende im Pfalzbau Ludwigshafen konnte auch die zweite Großveranstaltung, das 4. Energieforum Rhein-Neckar in der Print Media Academy in Heidelberg, anknüpfen.

Nachdem die Bundesregierung nun endlich ein Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht hat und die Notwendigkeit hierfür auch bei der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, war das diesjährige Energieforum an Aktualität kaum zu überbieten. In einer interessanten Podiumsdiskussion standen die wichtigsten Brennpunkte der Energiewende im Zentrum. Ein bunter Blumenstrauß aktueller Themen rund um die Energiewende fanden in 5 Fachforen mit insgesamt 25 Vorträgen großes Interesse der Konferenzbesucher.

Mit dem Energieträger Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie stand das ganze Jahr über ein bedeutendes strategisches Zukunftsfeld der Metropolregion im Mittelpunkt unserer Arbeit. Eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, die Potenziale des Wasserstoffs in einem Gutachten erhoben und ein umfassender Antrag im Rahmen des H2Valley-Förderprogramms der Europäischen Union eingereicht. Der sehr gute zweite Platz war für uns Ansporn, uns um nationale Fördermittel zu bewerben. Mit großer Freude wurden wir ganz aktuell vom Bundesverkehrsminister zur Gewinnerregion im Programm HyPerfomer ausgezeichnet. Damit gehen 20 Mio Euro in die Metropolregion – ein wunderbares vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

Ihrer Lektüre empfehlen darf ich zudem Neuigkeiten aus dem Forschungsprojekt WEG sowie Informationen von und zu unseren Mitgliedern des Clusternetzwerks Energie & Umwelt.

Nun möchte ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und einen guten Start in das nächste Jahrzehnt 2020 wünschen. Viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters.

 
 
 
Bernd Kappenstein
Leitung Energie und Mobilität, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
 
 
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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
Wasserstoffaktivitäten in der Metropolregion Rhein-Neckar
➔ Bund fördert Zukunftstechnologie Wasserstoff in Rhein-Neckar
➔ Wasserstoffaktivitäten in der Metropolregion Rhein-Neckar auch für Thüringen interessant
Veranstaltungen der Metropolregion Rhein-Neckar
➔ 4. Energieforum Rhein-Neckar am 17.10.2019 in der Print Media Academy Heidelberg
➔ Kick-off des Forschungsprojekts „WEG der Zukunft“ in der Metropolregion Rhein-Neckar
➔  Arbeitskreis „Bauen & Energie“ im Zeichen der Energieeffizienz
➔ Exkursion des Clusters Energie & Umwelt zur Heidelberger Druckmaschinen AG
➔ Akteure der Energiewende bilanzieren erfolgreiche Projekte und besuchen die neu eröffnete Klima Arena in Sinsheim
Berichte unserer Netzwerkpartner
➔ Mit Experimentierfreude nachhaltig Handeln und Vorbild sein 
➔ Schweickert lebt den Wandel und wird klimaneutral (
➔ Die Neue zahlt sich aus - Die Miete der neuen Hallenheizungen spart bei Dexion Energie und 45.000 € Wärmekosten (Kübler)
➔ Fristgerechte Umsetzung der MaKo 2020: VOLTARIS führt neue SAP-Cloudlösung ein 
 
 
 
 
Wasserstoffaktivitäten in der Metropolregion  Rhein-Neckar
 
 
 
   
 
 
Bund fördert Zukunftstechnologie Wasserstoff in Rhein-Neckar
 

Die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zählt zu den Gewinnern des nationalen Wettbewerbs „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“. Wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dieser Tage in Berlin bekannt gab, erhält die Rhein-Neckar-Region den Förderzuschlag für ihr in der Kategorie „HyPerformer“ eingereichtes Konzept zum vernetzten Ausbau der Wasserstoff-Nutzung und Wertschöpfung. Für die Umsetzung stellt der Bund 20 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

 

 

 

 

 

 
 
 
   
 
 
Wasserstoffaktivitäten in der Metropolregion Rhein-Neckar auch für Thüringen interessant
 

In der Zukunftstechnologie Wasserstoff und Brennstoffzelle findet zwischenzeitlich die Metropolregion bundesweite Beachtung. Auf Einladung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen referierte Bernd Kappenstein in Erfurt über die aktuellen Entwicklungen in diesem strategischen Wachstumsfeld. Unterstützt wurde er von Dr. Michael Faltenbacher von Thinkstep, der im Frühjahr im Auftrag der MRN GmbH hauptverantwortlich die Potenziale des Wasserstoffs in der MRN begutachtete. Prominenter Zuhörer war u.a. der amtierende Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Er bedankte sich bei Bernd Kappenstein für die Unterstützung. Thüringen sieht im Wasserstoff ebenfalls den Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende. Von den Erfahrungen und Kompetenzen der Metropolregion wolle man gerne profitieren.

 
 
 
 
Veranstaltungen in der Metropolregion Rhein-Neckar
 
 
 
   
 
 
4. Energieforum Rhein-Neckar am 17.10.2019 in der Print Media Academy Heidelberg
 

Die Notwendigkeit für mehr Klimaschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Knapp einen Monat nachdem die Bundesregierung das Klimaschutzpaket verabschiedete fand in der Printmedia Akademie Heidelberg das 4. Energieforum der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN) statt. Die Kritik an den verabschiedeten Klimaschutzmaßnahmen der Regierung ist hoch: Zu kleinteilig und nicht ambitioniert genug sei es, die Energie- und Klimaziele für 2030 damit kaum zu schaffen und das, obwohl die Notwendigkeit von Klimaschutz durch die „Fridays for future“- Bewegung gerade Konjunktur in der Bevölkerung hat, betont Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie und Mobilität. Die Veranstaltung der MRN trifft also den Puls der Zeit und ist aktueller denn je. Dafür sprechen auch die vielen Besucher, die am 17. Oktober den Weg in die Printmedia Akademie fanden, um sich über aktuelle Trends, neue Geschäftsmodelle, Perspektiven und Technologien der Energiebranche zu informieren.

 

Spannende Podiumsdiskussion eröffnet die Veranstaltung

In seiner Begrüßungsansprache an die ca. 250 Konferenzteilnehmer betonte Bernd Kappenstein die besondere Relevanz solcher Veranstaltungen, denn Klimaschutz sei zwar ein globales Problem, könne aber nur „vor Ort in unserer Region, in den Städten und Gemeinden gelöst werden“. Direkt im Anschluss lud Bernd Kappenstein zu einer Podiumsdiskussion ein. Hier diskutierte er unter dem Titel „Im Brennpunkt der Energiewende“ mit wichtigen Vertretern aus Kommunen, Wirtschaft und Forschung wie Sabine Lachenicht (Umweltamt der Stadt Heidelberg), Susann Bollmann (DENEFF e.V.), Hans Hertle (ifeu), Bernd Schuhmacher (MVV Energie AG) und Dr. Manuel Schaloske (Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V.) über den Klimanotstand und seine Folgen. In der spannenden Diskussion wurden bereits viele Themen angesprochen, zu denen die Besucher ihr Wissen in den anschließenden fünf Fachforen vertiefen konnten.

Energieforum als der offizielle Kick-off für das Bundes-Förderungsprojekt WEG

Unter der Moderation von Dr. Klaus Kessler von KEFF (Kompetenzstelle Energieeffizienz Rhein Neckar) gab es in Fachforum 1 die Möglichkeit sich über Energieeffizienz und nachhaltigen Unternehmenserfolg zu informieren. Das Projekt KEFF, gefördert von der EU und dem Umweltministerium Baden-Württemberg unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Steigerung ihrer Energieeffizienz. Da das Projekt für weitere drei Jahre in die Verlängerung geht, wurde zu Beginn der Veranstaltung Ralf Stahl, Projektleiter bei KEFF auf die Bühne gebeten, um über die bisher erzielten Erfolge zu berichten. Auch Susanne Bollmann von der Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V., die zuvor an der Podiumsdiskussion teilnahm, hielt im Forum 1 einen Vortrag. Dem Bundesförderungsprojekt WEG war das zweite Fachforum gewidmet, in dem Matthias Braun, Fachreferent für Energie und Mobilität der MRN gekonnt durch das Programm führte. Beim offiziellen Kick-off des Projektes wurde im Fachforum sowohl von den positiven Effekten und Möglichkeiten der Sanierung von Wohnungseigentümergemeinschaften als auch über die Herausforderungen des WEG-Verwalters rund um die Beschlussfassung gesprochen. Den Start machte Dr. Anne Hillenbach von der Energieagentur Regio Freiburg. Sie stellte zunächst das Projekt WEG vor und sprach über den regionalen Mehrwert der bundesweiten Sanierungskampagne.

In Fachforum 3 hatte Dr. Peter Götting von der Energieagentur Rheinland-Pfalz die Moderation. In diesem Forum, das sich bei den Besuchern besonderer Beliebtheit erfreute, drehte sich alles um die E-Mobilität. Die gute Resonanz ist auch nicht verwunderlich, denn Mobilität liegt im Trend und ist für die Energiewende von äußerst hoher Relevanz. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die Energiewende ohne eine Mobilitätswende nicht gelingen kann.

Um die Energetische Quartiersversorgung der Zukunft ging es unter der Moderation von Dr. Peter Eckerle in Fachforum 4. Anhand von Fallbeispielen und neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung zeichneten die Referenten Zukunftsvisionen, an denen sich die Konferenzteilnehmer bereichern konnten. Auch in Fachforum 5, unter der Moderation von Bernd Kappenstein, hatten die neuen Entwicklungen, die durch die Digitalisierung möglich werden einen hohen Stellenwert. Die Referenten sprachen darüber wie regenerativen Energien durch Intelligenz und smarte Technologien dem Markt gegenüber geöffnet werden können. Besonders der Vortrag über künstliche Intelligenz in der Kundenkommunikation war für viele Besucher interessant gewesen. Chatbots könnten hier das Kommunikationsmittel der Zukunft werden. 

Im Anschluss an das Konferenzprogramm nutzten viele der Teilnehmer aus den unterschiedlichen Akteursgruppen Wirtschaft, Politik und Forschung das Get-together, für einen Besuch der Begleitausstellung und um sich weiter miteinander auszutauschen.

Bernd Kappenstein äußert sich höchst zufrieden über das 4. Energieforum:  Er sei begeistert von der hohen Kompetenz und der breiten Palette an aktuellen Themen rund um die Energiewende. Die Metropolregion Rhein-Neckar verfüge über ein hohes Maß an innovativen Unternehmen. Veranstaltungen wie das Energieforum seien idealtypisch, um diese Kompetenz einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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Kick-off des Forschungsprojekts „WEG der Zukunft“ in der Metropolregion Rhein-Neckar
 

Im Rahmen des Energieforums Rhein-Neckar fand am 17.10.2019 auch der regionale Kick-off des bundeweiten Forschungsprojekts „WEG der Zukunft“ statt. Der Einladung folgten sowohl Vertreter von Wirtschaftsunternehmen und Wohnungsverwaltungen als auch Fachleute von Verbänden. Fachforum 2 widmete sich unter dem Titel „Herausforderungen und Chance: Sanierungen in WEG“ dem Thema.

 

Den Auftakt machte Dr. Anne Hillenbach von der Energieagentur Regio Freiburg GmbH, die das Projekt „WEG der Zukunft“ vorstellte und bereits erste Erkenntnisse nach den ersten Monaten präsentieren konnte. So ist etwa deutlich geworden, dass Eigentümer, die selbst in der WEG wohnen, Sanierungen deutlichaufgeschlossener sind. Auch die Rolle des Klimaschutzes wird stetig wichtiger. Dass der Klimaschutz mittlerweile einen bedeutenden Stellenwert in der gesellschaftlichen Debatte einnimmt ist dem Projekt ebenfalls zuträglich.

Im Anschluss stellte Jonas Geissler die Erfahrungen der Stadt Frankfurt am Main im Bereich WEG vor. Der Gebäudebestand in Frankfurt wird durch Mehrfamilienhäuser dominiert, wobei etwa 17 % in den Händen einer Eigentümergemeinschaft sind. Durch das Projekt „SanierungsWEGweiser“ soll das Potential energetischer Sanierungen ausgeschöpft werden. Dafür werden unter anderem Beratungen in den WEG durchgeführt, die von der Analyse des Ausgangszustandes bis zur Begleitung der Umsetzung reichen.

Die Beschlussfassung in WEG ist oftmals eine Herausforderung für Verwalter. Karolin Borchert von der KUNZE Beteiligungen und Verwaltung GmbH berichtete anschaulich, mit welchen Hindernissen vor einem Beschluss zu rechnen ist. Neben persönlichen und technischen Aspekten sind hier vor allem rechtliche Fragen zu nennen. Auch recht trivial erscheinende Punkte sind hierbei zu beachten, etwa welche Mehrheiten sind erforderlich oder auch ist die Beschlussfähigkeit im Verlauf der Eigentümerversammlung noch gewährleistet.

Ein praktisches Beispiel an Hand eines Nahwärmenetzes konnte Franz Bruckner von der UBP-consulting GmbH & Co. KG präsentieren. Durch den kombinierten Wärmebedarf einer WEG und eines Neubaugebietes konnte eine Wärmeversorgung über einen mit Holzpellets befeuerten Heizkessel sowie einem Spitzenlastgaskessel realisiert werden. Zusätzlich konnten die anfallenden Kosten durch die Entscheidung für ein Contracting sowohl für die WEG als auch die Gebäude im Neubaugebiet deutlich reduziert werden.

Peter Speicher von der Schweickert Netzwerktechnik GmbH referierte zum Abschluss des Fachforums über die Thematik des „smart building“. Künftig wird es beispielsweise möglich sein, die Umgebungsparameter eines Zimmers passgenau auf unterschiedliche Nutzer einzustellen. Weiterhin wird es eine deutliche Veränderung der aktuellen Geschäftsmodelle geben. Die neuen Modelle werden vermehrt auf dem Grundsatz des „pay per use“ basieren und eine Leistung „as a service“ anbieten.

 
 
 
   
 
 
Das Forschungsprojekt „WEG der Zukunft“ – Arbeitskreis „Bauen & Energie“ im Zeichen der Energieeffizienz
 

Das letzte Treffen des Arbeitskreises Bauen & Energie im Jahr 2019 fand im November in Mannheim statt. Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie & Mobilität der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, war hoch erfreut über das rege Interesse an dem Thema Energieeffizienz.

Der erste Vortrag des Tages befasste sich mit dem Zukunftsthema Wasserstoff. Kappenstein referiert über das Potential, das dem Wasserstoff in der Metropolregion Rhein-Neckar zugemessen wird. Dabei kann er sich auf das Ergebnis einer Potentialanalyse stützen, die die MRN GmbH im Frühjahr 2019 in Auftrag gegeben hat. Vor allem die Möglichkeiten in der Wohnungswirtschaft sind noch nicht ausgereizt. Über Brennstoffzellen könnte in Gebäuden kombiniert Wärme und Strom produziert werden.

 

Das Baugewerbe hat ökologisch gesehen einen sehr großen Fußabdruck, wie Moritz Diesner von der CSD Ingenieure GmbH zu berichten weiß. Allein der CO2-Ausstoß in der Bauwirtschaft macht etwa 33 % der gesamten weltweiten CO2-Emissionen aus. Auch die Menge des anfallenden Abfalls ist enorm. Das Thema Nachhaltigkeit ist daher besonders in diesem Bereich sehr wichtig. Ein immenser Vorteil des nachhaltigen Bauens ist neben den Umweltaspekten, dass der Wert einer Immobilie deutlich gesteigert wird. Weiterhin sorgen gesunde und umweltneutrale Baumaterialien für eine verbesserte Innenraumqualität. Um den CO2-Ausstoß spürbar zu senken sollte auch – wo möglich – auf Beton und weitere energieintensiven Baumaterialien verzichtet werden.

Doch nicht nur durch Neubauten können CO2-Emissionen reduziert werden. Den aktuellen Gebäudebestand CO2-neutral zu bekommen ist eine der aktuell größten Herausforderungen. Seinen Beitrag dazu leistet Roland Matzig, r-m-p Consulting GmbH, mit der Sanierungsmethode PFEFFER. Das dabei zu Grunde liegende Konzept basiert auf der Idee des Energiesprong, wie sie ursprünglich in den Niederlanden entwickelt wurde. Dabei werden industriell vorgefertigte Elemente auf eine Fassade aufgesetzt. Dadurch lässt sich die Dauer einer Sanierung reduzieren, zudem wird weniger Fachpersonal an einer Baustelle benötigt und gebunden. Bei dieser Methode werden zunächst Lasermessungen des Gebäudes durchgeführt und in ein 3D-Modell überführt. Auf dieser Grundlage werden die neuen Elemente passgenau angefertigt und anschließend installiert. Aktuell liegen die Kosten der Prototypen noch über denen eines klassischen Wärmedämmverbundsystems, mit Start der seriellen Fertigung soll allerdings das Kostenniveau klassischer Methoden erreicht werden.

Das Forschungsprojekt „WEG der Zukunft“ widmet sich der Steigerung der Sanierungsrate in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG). Matthias Braun von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH berichtet von den ersten Aktivitäten im Rahmen des Projekts. Die aktuell größte Herausforderung war die Akquise der für die Datengrundlage benötigten WEG. Mittlerweile haben sich genügend WEG gefunden, die den für sie kostenlosen Check des Gebäudes in Anspruch nehmen möchten. Im nächsten Schritt werden die Daten erhoben und ausgewertet. Mit dieser Datengrundlage sollen anschließend flexibel miteinander kombinierbare Umsetzungsbausteine aus verschiedenen Bereichen, etwa zu Förderprogrammen oder bautechnischen Aspekten, erarbeitet werden. So soll jede WEG die individuell benötigten Hilfestellungen bei einer Sanierungsmaßnahme erhalten.

 

 

 
 
 
   
 
 
Exkursion des Clusters Energie & Umwelt zur Heidelberger Druckmaschinen AG
 

Die bereits sechste Exkursion des Clusters Energie & Umwelt führte die interessierten Fachexperten nach Wiesloch zur Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort begrüßten Bernd Kappenstein, Leiter Fachbereich Energie & Mobilität der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und Klaus Braun, Leiter Industry der Heidelberger Druckmaschinen AG, die Teilnehmer.

Den Auftakt des informativen und kurzweiligen nachmittags machte Klaus Braun mit einem Überblick über das Portfolio des Konzerns. Die aktuell rund 11500 Mitarbeiter weltweit erwirtschaften einen Jahresumsatz von 2,5 Mrd. €. Dieser Umsatz wird jedoch mittlerweile nicht mehr nur mit dem Verkauf von Druckmaschinen erzielt.

 

Immer wichtiger werden kundenorientierte Servicedienstleistungen, um die dauerhafte Verfügbarkeit der Maschine zu gewährleisten und eine möglichst optimale Auslastung zu erreichen. Zudem fasst das Unternehmen auch in weiteren Sparten Fuß, so etwa in der Elektromobilität durch das Angebot der Heidelberg Wallbox Home Eco.

Laura Sturm von der Heidelberg Digital Unit erläutert, wie in ihrer Abteilung kundenorientierte Lösungen im Zeitalter der Digitalisierung entwickelt werden. Einen sehr wichtigen Aspekt für kundenorientiertes Handeln stellt dabei das Eingehen auf regionale Unterschiede dar. Daher gibt es weltweit lokale Kompetenzzentren, die sich mit den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort auskennen. Für ein zielgenaues Marketing ist zudem der regelmäßige Austausch zwischen den Business Units und der Heidelberg Digital Unit ein unerlässlicher Faktor.

Die auf die Präsentationen folgenden Führungen konnten die Exkursionsteilnehmer schließlich nutzen, um tiefere Einblicke in die Funktionsweise einer Offset-Druckmaschine sowie die Elektronikfertigung der Heidelberg Wallbox Home Eco zu erlangen.

 
 
 
   
 
 
Akteure der Energiewende bilanzieren erfolgreiche Projekte und besuchen die neu eröffnete Klima Arena in Sinsheim
 

Wie jedes Jahr hat auch diesmal der Fachbereich Energie & Mobilität die regionalen Akteure der Energiewende zu einem Informations- und Meinungsaustausch eingeladen. Gastgeber des diesjährigen Treffens war das in Sinsheim ansässige Entsorgungs- und Energieversorgungsunternehmen AVR UmweltService GmbH.

Die Agenda des Tages war sehr vielseitig und thematisierte verschiedene Bereiche rund um die Energiewende.

 

Peter Mülbaier, Geschäftsführer der AVR UmweltService GmbH, berichtete von einer regionalen Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von Abfällen zur Energieproduktion. Die „grüne AVR“ nutzt dabei die gesammelten Abfälle zur Erzeugung von Energie in Form von Strom oder Methan, welches wiederum in nutzbares Erdgas umgewandelt werden kann. Einen Einblick aus aktuellen politischen Themen der Energiewirtschaft und daraus abzuleitende regionale Maßnahmen gab anschließend Dr. Georg Müller von der MVV AG. Er richtete dabei einen Appell an die Politik noch mehr in das Ziel der „Klimaneutralität“ zu investieren, sodass die Energiewende noch geschafft werden kann. Aus der Regionalentwicklung skizzierte Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie & Mobilität der MRN GmbH, den Weg der MRN hin zu einer Modellregion für Wasserstoff. Dieser Trend zur Nutzung des Energieträgers Wasserstoff in Verbindung mit der Brennstoffzelle als Alternative zur Batterie wird momentan insbesondere in der Energie- und Automobilwirtschaft intensiv diskutiert. Kappenstein zeigte dabei auf, wie die MRN daran partizipieren kann und wie ein in sich schlüssiges Konzept einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft regional aussehen könnte.

Weitere Vorträge der Akteure zeigten bereits eingefahrene Erfolge in der Sensibilisierung von Bürgern für mehr Nachhaltigkeit z.B. durch die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie die Erhöhung der Energieeffizienz von privaten und gewerblichen Gebäuden auf. Alles in allem ist dabei die Bilanz der Akteure sehr positiv ausgefallen. Fazit: Die Energiewende sowie damit verbundene Maßnahmen sind in der Region angekommen und zeigen bereits ihre Wirkung.

Zum Abschluss des diesjährigen Akteurstreffens lud der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Bürger und gleichzeitiges Mitglied im Cluster der MRN, Alfred Erhard, die Akteure noch in die direkt benachbarte Klima Arena ein. Diese bietet die Möglichkeit sich mit dem Thema Energiewende noch einmal multimedial auseinanderzusetzen und zeigt sowohl Risiken des Klimawandels als auch Chancen der Energiewende auf.

 
 
 
 
Berichte unserer Netzwerkpartner
 
 
 
   
 
 
Mit Experimentierfreude nachhaltig Handeln und Vorbild sein
 

Wie können wir nachhaltiges Handeln und Wirtschaften vorantreiben? Diesen und anderen Fragen widmete sich am vergangenen Freitag im Stadthaus Mannheim das Forum Nachhaltigkeit der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Bereits zum dritten Mal gab das Forum den Wirtschaftsjunioren und Interessierten die Gelegenheit, sich mit Experten zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit auszutauschen.

 

Eva-Maria Lambertz vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg erläuterte in ihrer Begrüßung, welchen Beitrag die baden-württembergischen Unternehmen mit ihren vielfältigen CSR-Aktivitäten zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten. Insbesondere die kleinen und mittelständischen Betriebe im Land seien hier besonders kreativ und engagiert, wie die Erfahrungen aus dem Mittelstandspreis für soziale Verantwortung zeigen.

In vier Workshops diskutierten die Besucher des Forums am Morgen jeweils ein Thema. Der erste Workshop widmete sich der nachhaltigen Lieferkette. Diese muss nach Meinung der Teilnehmer in den internationalen Kontext gesetzt und ganzheitlich betrachtet werden. Dabei geht das Thema über das rein unternehmerische Handeln hinaus, denn auch im Privaten lässt sich sehr viel tun. Der zweite Workshop analysierte das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Das Ziel sollte sein, langfristige Partnerschaften aufzubauen. Eine klare Strategie und effiziente Kommunikation hilft bei der Umsetzung eines glaubwürdigen CSR und stärkt die Firmenkultur. Der dritte Workshop schaute sich die Elternzeit und deren Umsetzung genauer an. Die Teilnehmer stellten fest, dass der Wandel in der Gesellschaft bereits stattgefunden hat und konservative Ansätze als nicht mehr zeitgemäß gelten. Als Probleme sind die teilweise Stigmatisierung der neuen Arbeitszeitmodelle und die schlechte Planbarkeit für Arbeitgeber zu nennen. Im vierten Workshop wurde die Frage untersucht, wie die Konferenzen der Wirtschaftsjunioren nachhaltiger gestaltet werden können. Mit Hilfe des Design Thinking wurden zwei Prototypen entwickelt. Der Networking-Train könnte auf der Fahrt zu Konferenzen Raum zum intensiven Netzwerken und Kennenlernen bieten und im Rahmen einer „Non Plastic Conference“ würde deutlich werden, wo die Chancen und Herausforderungen eines plastikfreien Lebens liegen.

Am Nachmittag stellte Christian Hübel von der Stadt Mannheim ein erfolgreiches Bürgerbeteiligungsprojekt zur Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele vor und der Sponsoring-Partner Allianz gab Einblicke, wie das Unternehmen beim Thema Investment schon seit mehreren Jahren erfolgreich auf Nachhaltigkeit setzt.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit Frau Prof. Dr Edinger-Schons von der Universität Mannheim, Herr Kappenstein vom Clusternetzwerk Energie und Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar, und Carmen Mühlpforte, Mitglied im Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren Deutschland, dazu, wo die Wirtschaft aktuell steht und wo sie sich weiterentwickeln müsse. So müssten die Unternehmen transparenter und offener für den Wandel und die Transformation sein, die bereits begonnen hat. Genau hier sei die junge Wirtschaft gefragt: Mit Innovationen können sie im breiten Feld der Nachhaltigkeit aktiv neue Ideen vorantreiben. Auch Andreas Sütterlin, Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg, betonte in seiner Abschlussrede, dass es nun gelte, die im Rahmen des Forums gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen und als Vorbild voranzugehen.

 
 
 
   
 
 
Schweickert lebt den Wandel und wird klimaneutral
 

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit seit dem Ende der Eiszeit. Weltweit besteht inzwischen Einigkeit darüber, den menschengemachten Klimawandel dringend zu begrenzen. Alle reden über den Klimaschutz, doch Schweickert wird nun selbst aktiv. Seit wenigen Wochen kann Schweickert stolz darauf sein, als klimaneutrales Unternehmen am Markt zu agieren. „Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Ziel unserer künftigen Strategie. Als global agierendes Unternehmen sind wir uns der unternehmerischen Verantwortung bewusst und leisten unseren Beitrag für eine bessere Welt von übermorgen“, erklärt Ralf Schweickert, geschäftsführender Gesellschafter von Schweickert – Von Strom bis IT. Der Walldorfer IT- und Elektrodienstleister setzt dabei auf Klimaneutralität durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket, wie der Emissionseinsparung beispielsweise durch Elektromobilität, eine nachhaltig gebaute neue Firmenzentrale, die Unterstützung globaler und regionaler Klimaschutzprojekte sowie ein gesteigertes Umweltbewusstsein bei der Belegschaft.

 

Schweickert beschäftigt sich bereits seit längerem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund wurde das Unternehmen Anfang 2019 von der branchenunabhängigen Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Fokus Zukunft aus Berg am Starnberger See bei der Erstellung der Treibhausgasbilanz, dem sogenannten CO2-Fußabdruck, unterstützt. In die Ermittlung flossen u.a. folgende Emissionswerte ein: Heizung, Strom- und Energieverbrauch, Abfall- und Recycling-Aufkommen, Emissionsausstoß der Firmenflotte sowie der aufgebrachte Energieaufwand aller Mitarbeiter für die Fahrtwege von und zur Arbeit, Klimatisierung der eigenen Rechenzentren, Geschäftsreisen, Vertriebsveranstaltungen und Hotelübernachtungen.

Klimaschutz geht uns alle etwas an – Schweickert geht mit gutem Beispiel voran insgesamt emittierte Schweickert im analysierten Geschäftsjahr 2017 rund 1.300 Tonnen CO2. Dies entspricht auf die nationale Mitarbeiterzahl von rund 300 Mitarbeitern umgerechnet einem Wert von nahezu 4,5 Tonnen CO2 pro Mitarbeiter im Jahr. Damit liegt Schweickert im Vergleich zu Unternehmen aus der IT- und Elektro-Branche gleicher Größe in Bezug auf die Emissionswerte pro Mitarbeiter im mittleren Bereich. Zur Veranschaulichung: Im Durchschnitt verursacht ein Deutscher pro Jahr in etwa 10 Tonnen CO2 durch seine Lebensführung. Für Schweickert Grund genug zu handeln, um die eigene Ökobilanz nachhaltig zu verbessern.

„Klimaschutz ist für uns mehr als reine Zukunftsmusik, sondern eine klare Herausforderung, der wir uns im Alltag stellen“, erklärt Schweickert. So ist es unser Ziel, in den kommenden Jahren den eigenen Energiebedarf sowie die damit verbundenen Umweltbelastungen signifikant zu reduzieren. „Um dieses ehrgeizige Ziel erfolgreich zu erreichen, setzen wir in den kommenden Jahren auf ein konsequentes Umweltmanagement“, bekräftigt der Chef des inhabergeführten Mittelständlers.

 
 
 
   
 
 
Die Neue zahlt sich aus - Die Miete der neuen Hallenheizungen spart bei Dexion Energie und 45.000 € Wärmekosten
 

Veraltete Heiztechnologie in Hallengebäuden ist teuer und energieintensiv. Die Modernisierung aber aufwändig und mit Investitionskosten verbunden. Bei Dexion hat man eine neue und komfortable Lösung für das Modernisierungsproblem gefunden. Der weltweit führende Spezialist für Lagerlogistik-lösungen setzt auf das jüngste Dienstleistungsprodukt von KÜBLER – HeizWerk. Und profitiert jetzt von den Vorteilen moderner Infrarotheiztechnik. Dazu zählen: hohe Energie-effizienz, zuverlässige Wärmeversorgung, sauberes zugfreies Arbeitsklima und reduzierte Wärmekosten. Ohne eigenen Investitionsaufwand.

 

Die alten Warmluftgebläse wurden zu teuer

Die Produktions- und Lagerhallen bei Dexion am Standort Laubach wurden seit rund 40 Jahren mit Warmluftgebläsen beheizt. Doch die Effizienz der alten Heizanlage ließ messbar nach. Zudem verursachte ihr Betrieb einen zu hohen Kostenblock. Schon länger hat man sich mit der Notwendigkeit beschäftigt, die Altanlage durch moderne Heizungstechnologie zu ersetzen. Als der Hallenheizungsspezialist KÜBLER 2017 seine neue Wärmedienstleistung HeizWerk auf den Markt brachte, stand die Entscheidung fest. Die Möglichkeit, ein energieeffizientes und kostensparendes Infrarotheizungssystem zu nutzen ohne eigenen Investitions- und Abschreibungsaufwand, gab für Dexion den Ausschlag, die Sanierungsmaßnahme unmittelbar umzusetzen.

Wärme mieten löst das Investitionsproblem

Der Name HeizWerk steht für ein neues und umfassendes Dienstleistungsangebot. KÜBLER bündelt darin seine hocheffizienten Infrarotsysteme, die Digitalisierung des Heizprozesses (WÄRME 4.01) sowie sein Know-how in Engineering und Anlagenbetrieb in einem Leistungspaket. Für den Kunden sehr komfortabel, denn die hohen Aufwendungen z. B. für Investition, Abschreibung, Anlagensteuerung, Wartung etc. entfallen komplett. Stattdessen wird ein fester Mietpreis vereinbart. Und wie bei Dexion in den meisten Fällen Geld gespart. Denn die Wärmekosten der neuen Heizungsanlage liegen, von KÜBLER garantiert, auch bei dem Mietmodell in der Regel deutlich unter denen der Altanlage.

Das neue Heizungssystem bei Dexion ist hoch effizient

Installiert wurden bei Dexion Infrarotheizungen der Hochleistungslinie OPTIMA plus. Sie sorgen in der 8.500 m² großen Stahlfertigungshalle für ein komfortables und sauberes Arbeitsklima. Dexion: „Wir hätten die Anforderung an den Wärmekomfort bei unserer Hallensituation anders nicht meistern können.“ Das Wärmeprinzip dieser Infrarotheizungen ähnelt dem der Sonne – für den Menschen sehr angenehm, weil bei der Wärmeübertragung so gut wie keine Warmluft entsteht, die für Zug oder Staubaufwirbelungen sorgen könnte. Darin liegt auch der entscheidende Vorteil für die Effizienz von Infrarotwärme in hohen Hallenräumen. Denn so bilden sich keine Warmluftpolster, die physikalisch bedingt unter das Hallendach steigen und dort ungenutzt verpuffen könnten. Durch diesen Effizienzvorteil konnten bei Dexion über 62 % Gesamtprimärenergieeinsparung realisiert werden. 

Intelligente Steuerungstechnik macht weitere Einsparpotenziale nutzbar

Das Monitoring, d. h. die permanente Überwachung der neuen Heizungsanlage erfolgt durch KÜBLER – und zwar über das Energie- bzw. WärmeManagement-System E.M.M.A.2). Dieser Name steht für  Energy Monitoring & Management Application. Das leistungsfähige Tool stellt auch die Verbrauchsanalysen und Dokumentationen bereit, die Dexion für das interne Qualitätsmanagement sowie für die Audits nach ISO 50001 und ISO 14001 benötigt. Die Transparenz, die durch das Energiemanagementsystem E.M.M.A. gewonnen wird, hat im laufenden Betrieb enorme Vorteile. Beispielsweise konnten Dexion wichtige Einspartipps für die Regelung der Ein- und Ausschaltzeiten gegeben werden. Relevante Einsparpotenziale können aber auch in Bereichen aufgedeckt werden, die über den reinen Heizungsbetrieb hinausgehen. In Laubach waren dies hohe Energieverluste durch zu lange Toröffnungszeiten – ein Phänomen, das übrigens in vielen Produktions- und Lagerhallen ein Problem darstellt und durch speziell hierfür entwickelte Software-Module wie TorOff oder TorOff plus geregelt werden kann.

Die eigentliche Steuerung der Anlage wollte Dexion selbst übernehmen. Extra dafür wurden zwei Digitalsteuerungssysteme der neuen und mehrfach patentierten Linie CELESTRA installiert. Die Produktionshalle wurde in 10 Heizzonen eingeteilt. Sie können nun je nach Schichtbetrieb und Wärmebedarf einzeln sehr einfach und selbsterklärend angesteuert und geregelt werden. Für Dexion bietet das eine bisher nicht bekannte Flexibilität, den Heizprozess an unterschiedliche Arbeitsaufkommen anzupassen und jederzeit steuernd eingreifen zu können.

Die Modernisierung der Hallenheizungsanlage: für Dexion ein voller Erfolg

Die gesamte Modernisierungsmaßnahme fand im laufenden Produktionsbetrieb statt. Trotzdem konnte die neue energieeffiziente Infrarotheizungsanlage termingerecht in Betrieb gehen und so bereits die volle Heizperiode 2018 / 2019 genutzt werden. Bei Dexion ist man mit der neuen Heizungslösung hoch zufrieden: „Die Modernisierung unserer Hallenheizungsanlage war ein voller Erfolg." Schließlich haben die Ergebnisse der ersten Betriebssaison alle Erwartungen übertroffen: Der Endenergieverbrauch in der Stahlfertigungshalle hat sich um 57 % reduziert. Im gleichen Zeitraum konnte der Stromverbrauch der heizungsrelevanten Komponenten um fast 96 % gesenkt werden. Insgesamt wurden 62 % Primärenergie eingespart. Auch finanziell hat sich die Entscheidung für die Heizungsmodernisierung mit HeizWerk für Dexion rentiert: Der Spezialist für Lagerlogistik verzeichnete gleich im ersten Betriebsjahr nach Miete eine Kosteneinsparung von über 45.000 €. Das Fazit bei Dexion: „Das Mietmodell hat unser Wärmeproblem gelöst. HeizWerk ist für uns die pragmatische und wirtschaftliche Antwort auf die Modernisierungsfrage der Hallenheizungsanlage."

1) WÄRME 4.0 – die Digitale Hallenheizung. 2018 ausgezeichnet mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz

2) E.M.M.A. ist ein Modul der Digitalsteuerung CELESTRA und ein Bestandteil der innovativen Digitalisierungs- und Vernetzungsstrategie WÄRME 4.0 von KÜBLER.

 
 
 
   
 
 
Fristgerechte Umsetzung der MaKo 2020: VOLTARIS führt neue SAP-Cloudlösung ein
 

Seit dem 1. Dezember 2019 sind die Messstellenbetreiber verantwortlich für die Erhebung, Verarbeitung und sternförmige Verteilung der Messdaten zwischen externen Marktteilnehmern, Netzbetreibern und Lieferanten. Um die dafür erforderlichen Prozesse standardisiert umzusetzen, hat VOLTARIS gemeinsam mit den Mutterhäusern VSE AG und Pfalzwerke Netz AG die SAP „Market Communication Cloud for Utilities“ eingeführt. Die neuen Prozesse, beispielsweise Formatänderungen und Zertifikatsüberprüfungen, lassen sich zentral in der Cloud abwickeln. VOLTARIS garantiert damit die gesetzeskonforme Umsetzung der Marktkommunikation 2020 (MaKo 2020) und übernimmt als Messstellenbetreiber die sternförmige Kommunikation der Messdaten über das Backend-System.

 

Die Anpassungen der MaKo 2020 an die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes stellt die Energieversorger vor große Herausforderungen. Die Prozesse, die den elektronischen Datenaustausch zwischen Energielieferanten, Netzbetreibern und Messstellenbetreibern regeln, mussten bis zum 1. Dezember umgesetzt werden. Für die Messstellenbetreiber ergeben sich erhebliche Prozessänderungen, denn sie sind ab sofort zuständig für die Erhebung der Messwerte und deren Aufbereitung – und nicht wie bisher die Netzbetreiber. Die Verantwortung für die Messwert-Verteilung liegt nun ebenfalls beim Messstellenbetreiber – und zwar zunächst über dessen Backend-System, bis die sternförmige Messwertkommunikation direkt aus dem Smart Meter Gateway möglich ist.

Um die neuen Prozesse sicher und effizient umzusetzen, hat VOLTARIS, gemeinsam mit der VSE AG und der Pfalzwerke Netz AG, Anfang des Jahres mit der Implementierung von „SAP S/4HANA for Utilities“ begonnen und die Umstellung zum 1. Dezember abgeschlossen. Der elektronische Datenaustausch erfolgt in der angebundenen Cloudlösung für die Marktkommunikation.

„Mit der Umstellung implementieren wir einerseits neue Funktionalitäten und bilden andererseits die neuen Prozesse korrekt und hoch performant ab“, so Volker Schirra, technischer Geschäftsführer der VOLTARIS GmbH. „Anhand unserer Rückmeldungen werden die Lösungen seitens SAP möglichst passgenau für die bestehenden Markt- und Kundenanforderungen weiterentwickelt und dadurch immer stabiler.“

„Mit der Software-Umstellung reagieren wir auf die Anforderungen der MaKo 2020 und erleichtern die Umsetzung der Prozesse. Durch den hohen Grad an Standardisierung und Automatisierung bleibt mehr Zeit für die vertrieblichen Themen: Die Entwicklung von Lösungen, die den Kunden einen Mehrwert bieten und gleichzeitig die Energiewende voranbringen,“ ergänzt VOLTARIS- Geschäftsführer Karsten Vortanz.

Zu den Prozessen, die im intelligenten Messstellenbetrieb umgesetzt werden müssen, gehören neben der Messwertverarbeitung und der Stammdatenänderung (Lieferbeginn, Lieferende, Lieferantenwechsel) auch die Abrechnung der gesetzlich vorgeschriebenen Preisobergrenze sowie der Gerätewechsel und die Geräteverwaltung.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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