Metropolregion Rhein-Neckar
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Newsletter Energie & Mobilität
 
 
 
 
 
 
 
 
Key-Visual Fachbereich "Energie und Mobilität" | © MRN GmbH
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Ausgabe 01/19
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 

neues Jahr, neue Ziele – die Metropolregion Rhein-Neckar hat die Absicht, zur Modellregion Wasserstoff zu werden. Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und Sektorenkopplung das Schlagwort der Stunde: Brennstoffzellen können nicht nur im Bereich Mobilität, vom PKW bis hin zu schweren Nutzfahrzeugen, eingesetzt werden, sondern finden auch Einsatz bei Projekten der Wärme- und Stromversorgung. Das Element Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle in vielen chemischen Prozessen und die Metropolregion Rhein-Neckar ist als größtes Chemieareal der Welt und Standort der BASF geradezu prädestiniert, zur Wasserstoff-Modellregion zu werden. Aktuell ist das Konsortium bestehend aus der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zusammen mit Unternehmen, Kommunalverwaltungen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus der Rhein-Neckar-Region und der Region Mittlerer Neckar (um Stuttgart) dabei, den Antrag für das EU-Projekt „H2 Valley“ vorzubereiten.

Dass Wasserstofftechnologie nicht nur eine ferne Zukunftsvision ist zeigte sich Ende Januar in Ludwigshafen. Der weltweit erste Wasserstoffzug kam eigens aus Norddeutschland in die Metropolregion und Entscheidungsträger sowie interessierte Fachleute hatten die Möglichkeit, an einer Sonderfahrt zwischen Hauptbahnhof Ludwigshafen und Mannheim teilzunehmen. Wasserstoffzüge sind klimafreundlich unterwegs – das einzige „Abgas“ ist Wasserdampf.

Schon heute möchte ich Sie auf unsere 3. Regionalkonferenz Mobilitätswende am 14.05.2019 im Pfalzbau Ludwigshafen hinweisen. Wir freuen uns, Ihnen gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der TechnologieRegion Karlsruhe, ein spannendes Vortrags- und Ausstellungsprogramm rund um die klimafreundliche Mobilität anbieten zu können. Merken Sie sich bitte auch unser nächstes Regionalforum Energie & Umwelt am 17.10.2019 in der Print Media Academy Heidelberg vor. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden und werden Ihnen zeitnah weitere Informationen zukommen lassen.

Wir freuen uns, Sie bei unseren Veranstaltungen zu treffen. Ich wünsche Ihnen nun viel Freude bei der Lektüre unseres aktuellen Newsletters.

 
 
 
Bernd Kappenstein
Leitung Energie und Mobilität, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
  2. Regionalkonferenz Mobilitätswende in Bruchsal | © TRK  
  © TRK  
 
 
Save the Date: 3. Regionalkonferenz Mobilitätswende von MRN und TRK, 14.05.2019, Pfalzbau Ludwigshafen
 

Die Verkehrswende kommt, machen wir uns gemeinsam auf den Weg und gestalten sie aktiv! Mit der Regionalkonferenz Mobilitätswende haben die Metropolregion Rhein-Neckar und die TechnologieRegion Karlsruhe ein gemeinsames Veranstaltungsformat geschaffen, das Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenbringt und Regionen vernetzt. Spannende Fragestellungen rund um Verkehr und Mobilität werden Sie bei unserer dritten gemeinsamen Konferenz erwarten.

3. Regionalkonferenz Mobilitätswende 2019

„Wir machen mobil – auf der Überholspur in die Verkehrswende“ am Dienstag, 14. Mai 2019

9-17 Uhr im Pfalzbau Ludwigshafen in der Metropolregion Rhein-Neckar

 

Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich diesen Termin freihalten. Die Einladung mit Programm werden wir Ihnen zeitnah zukommen lassen.

Die Veranstaltung widmet sich ganz der klimafreundlichen Mobilität. Am Vormittag diskutieren kommunale Spitzenvertreter und Fachexperten aus Wirtschaft und Wissenschaft in drei Panels aktuelle Themen rund um die Mobilität. So geht man der Frage nach, ob wir gar die Verkehrswende verschlafen und wie ein Bewusstseinswandel bei den Verkehrsteilnehmern gelingen kann.  Am Nachmittag haben Sie die Gelegenheit, vier Fachforen zu den Themen ÖPNV und Mobility as a Service, alternative Antriebstechnologien, Logistik und Güterverkehr und neue Mobilitätskonzepte aus stadtplanerischer Sicht mit interessanten Vorträgen zu besuchen. In einer Begleitausstellung können Sie klimafreundliche Mobilität hautnah erleben – vom E-Auto bis zum Bus haben wir ein abwechslungsreiches Angebot für Sie organisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 
 
 
  Workshop „E-Mobilität für kommunale Bauhöfe“ der Metropolregion Rhein-Neckar im John Deere Forum Mannheim: Teilnehmer und Begleitausstellung elektrische Nutzfahrzeuge | © MRN  
  © MRN  
 
 
Fuhrpark unter Strom – Workshop „E-Mobilität für kommunale Bauhöfe“ der Metropolregion Rhein-Neckar
 

Nutzfahrzeuge und E-Mobilität – passt das zusammen? Auf jeden Fall, wie der Workshop zur „E-Mobilität für kommunale Bauhöfe“ der Metropolregion Rhein-Neckar im John Deere Forum Mannheim zeigte. Kommunen bieten mit ihrem Fuhrpark ein großes Elektrifizierungspotential: elektrische Nutzfahrzeuge, vom Transporter, der Kehrmaschine bis zum Rasenmäher, sind umweltfreundlicher, leiser und ohne lokale Emissionen. Die Arbeit von Bauhofmitarbeitenden wird so angenehmer und es ergeben sich Vorteile für die Anwohner. „Für Stadt- und Gemeindeverwaltungen werden E-Nutzfahrzeuge dank einer wachsenden Breite an Einsatzmöglichkeiten immer attraktiver und auch wirtschaftlich lohnenswerter“, so Bernd Kappenstein, Fachbereichsleiter Energie & Mobilität bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, bei der Eröffnung des Workshops. Für die rund 40 kommunalen Vertreter gab es neben interessanten Vorträgen auch eine Begleitausstellung mit elektrischen Nutzfahrzeugen.

 

Prof. Dr. Peter Pickel vom Gastgeber John Deere zeigte, dass Elektromobilität und autonomes Fahren auch in der Landwirtschaft zu den Trends der Zeit zählen. Neben Hybrid- und vollelektrischen Traktoren hat der Landmaschinenhersteller auch ein altes Konzept neu aufgerollt: einen elektrischen Traktor mit Kabeltrommel. Vergleichbare Fahrzeuge wurden noch in den 1950er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion eingesetzt. Die Neuentwicklung von John Deere kann jedoch mehr. Der Traktor fährt autonom beziehungsweise ferngesteuert und das Kabel wird präzise über einen Roboterarm ab- und aufgerollt. Der große Vorteil dieser Technologie ist, dass große und schwere Batterien an Bord des Fahrzeuges eingespart werden können. Die Stromversorgung findet mittels des einen Kilometer langen Kabels statt, welches an einer externen Batterie oder direkt über einen Mittelspannungsanschluss an der Anbaufläche angeschlossen werden kann.

Elektromobilität lohnt sich – die niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten wiegen die höheren Anschaffungskosten gegenüber Verbrennern mittelfristig auf. Jedoch können Förderprogramme von Bund und Ländern auch im Bauhof-Bereich ein Anreiz sein, den Fuhrpark zu elektrifizieren.

Luise Markert, Referentin für Digitalisierung und E-Mobilität bei der Metropolregion Rhein-Neckar, gab einen Überblick über die aktuell in Frage kommenden Programme. Über den „Umweltbonus“ der Bundesregierung (BAFA) sind unter anderem elektrischen Kastenwagen mit 4.000 € pro Fahrzeug förderbar. Darunter auch der Streetscooter, der mit verschiedenen Aufbauvarianten auch für den kommunalen Bauhof interessant sein kann, beispielsweise als kleines Müllfahrzeug. (Leicht-) Fahrzeuge zum Gütertransport der Fahrzeugklassen L6E, L7E und N1 sind über den „BW-e-Gutschein“ des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg mit 3.000 € pro Fahrzeug (in Kommunen mit überschrittenen NOx-Grenzwerten sogar 5.000€) förderfähig. Pilotprojekte zur E-Mobilität, unter anderem auch zur Erprobung von elektrischen Nutzfahrzeugen, fördert das Hessische Wirtschaftsministerium mit bis zu 500.000 € pro Projekt, in Rheinland-Pfalz existiert aktuell kein vergleichbares Projekt.

Welche Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten im kommunalen Bauhof heute schon elektrisch abgedeckt werden kann zeigten die anwesenden Nutzfahrzeughersteller im Anschluss mit Ihren Vorträgen und, ganz praxisnah zum Anfassen, in der Begleitausstellung.

Peter Böhm vertrat den Hersteller Goupil, der Elektrofahrzeuge für kommunale und industrielle Anwendungen anbietet. Der französische Hersteller gehört zum Polaris Konzern, dem aktuell größten Anbieter elektrischer Nutzfahrzeuge, mit einem Vertriebsnetz von rund 70 Vertragshändlern in ganz Deutschland. Goupil bietet mit dem G4 und dem G5 zwei Basis-Fahrzeugvarianten an, die mit verschiedenen Aufbauten versehen werden können, beispielsweise als Müllfahrzeuge, Kipper, Lieferfahrzeuge oder auch für den Personentransport. Der im Forum ausgestellte Goupil G4 hat in der Praxis – je nach Zuladung und Arbeitsaufgabe – eine Reichweite von ca. 40 bis 110 km und fährt bis 50 km/h schnell.

Manfred Kuchlmayr von der Iveco Magirus AG bietet neben dem „Daily Electric“, einem vollelektrischen Kleintransporter, der auch in der Begleitausstellung besichtigt werden konnte, auch Fahrzeuge mit klimafreundlichem Biogasantrieb an. Auch am Brennstoffzellenantrieb arbeitet Iveco und entwickelt mit dem „Hydrogen Concept“ ein Fahrzeug, das mit rund 250 km Reichweite auch weitere Strecken zurücklegen kann. Für 2030 erwartet Iveco den Serieneinsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen im Lieferverkehr. Gerade im Güterverkehr über größere Distanzen und mit schweren Lasten stößt die Elektromobilität an ihre Grenzen, auch gehen energieaufwändige Arbeitsaufgaben, beispielsweise die Bedienung einer Müllpresse, zu Lasten der Reichweite.

Jan Prechel von der Weidemann GmbH präsentierte mit dem vollelektrischen „eHoftrac“ ein Multifunktionsfahrzeug für Kommunen, den landwirtschaftlichen, gärtnerischen und industriellen Einsatz. Auch der eHoftrac konnte in der Ausstellung begutachtet werden. Der elektrische Hoftrac kann gegenüber dem konventionell mit Diesel angetriebenen Modell rund 43 Prozent CO2 einsparen und eine Betriebskostenreduktion um 41 Prozent ist möglich – E-Mobilität lohnt sich also gleich doppelt. Der Akku der Maschine, eine Blei-Säure-Batterie im verschlossenen System, kann in den Ruhezeiten schnell geladen werden und die Effizienz der Batterie durch Zwischenladungen gesteigert werden.

Wie Straßenschäden mit künstlicher Intelligenz detektiert werden können, zeigte Elias Bernhard vom Start-Up vialytics. Die Idee: Ein Smartphone wird in einem kommunalen Fahrzeug montiert, beispielsweise bei der Müllabfuhr oder dem Grünflächenamt, erfasst über seinen Bewegungssensor Erschütterungen, die Kamera liefert Bilder, der GPS-Empfänger des Geräts bestimmt den Standort. Die Daten werden anschließend von vialytics ausgewertet und der Kommune zur Verfügung gestellt, Fahrzeuge und Personen datenschutzkonform geschwärzt. Den Städten und Gemeinden eröffnet sich so eine einfache und schnelle Methode, den Straßenzustand praktisch „nebenbei“ zu erfassen und mögliche Instandhaltungsmaßnahmen effizient in die Wege zu leiten. Zwei Zustandsmessungen pro Jahr sind laut vialytics ideal. Das Smartphone zur Datenerfassung kann von vialytics gemietet werden.

 
 
 
  Arbeitskreis Bauen und Energie der Metropolregion Rhein-Neckar | © MRN  
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Besuch in der Louise-Otto-Peters-Schule – Arbeitskreis „Bauen & Energie“ zu Gast in der Effizienzhaus-Plus-Schule des Rhein-Neckar-Kreises
 

Das letzte Treffen des Arbeitskreises Bauen & Energie im Jahr 2018 führte die Teilnehmer in ein Vorzeigeobjekt für energieeffizientes Bauen im öffentlichen Sektor, die Louise-Otto-Peters-Schule des Rhein-Neckar-Kreises in Hockenheim. Matthias Braun, Referent für das Cluster Energie & Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, freute sich, in der Schule zu Gast sein zu dürfen. Schulleiter Oliver Wetzel erläuterte den interessierten Teilnehmern der Veranstaltung den Schulalltag, im dem die Schüler häufig mit digitalen Utensilien arbeiten und sprach über die Erfahrungen der Lehrer und Schüler mit der Effizienzhaus-Plus-Schule.

 

Fred Gallian, Abteilungsleiter Energiemanagement beim Eigenbetrieb Bau und Vermögen des Rhein-Neckar-Kreises, berichtete, dass bereits in der Planungsphase für den Neubau der Schule der Beschluss gefasst wurde, das Gebäude im Passivhausstandard zu errichten. Nach einer Förderzusage konnte die Schule sogar als Effizienzhaus-Plus errichtet werden, was bedeutet, dass bilanziell mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Herzstück des Kälte- und Wärmekonzepts sind eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 29 kW und ein Eisspeicher mit einem Fassungsvermögen von 80.000 Litern. Ergänzt wird das Ganze künftig durch einen Anschluss an das Nahwärmenetz in Hockenheim. Gekühlt bzw. geheizt wird über eine Lüftungsanlage mit zwei Kanälen, wobei die Luftzufuhr nach den Kenngrößen Temperatur, CO2-Gehalt und Feuchte geregelt wird. Durch einen leichten Überdruck in den Klassenräumen kann zudem verhindert werden, dass Luft von außen bei geöffnetem Fenster ungewollt in das Gebäude gelangt, wodurch ein Auskühlen im Winter und ein Aufheizen im Sommer vermieden wird. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten die Teilnehmer die Schule samt Technik besichtigen und sich einen genaueren Eindruck verschaffen.

 

Ein weiteres Thema des Tages waren die Hybriden Netze und was mit ihnen im Zusammenhang mit dem EEG geschehen wird. Die Vergütung am Markt wird immer geringer wie Wolfgang Krauss, Geschäftsführer der acteno energy GmbH, zu berichten wusste. In vielen Fällen kommt Repowering von alten Anlagen nicht in Frage, so dass hier eine Optimierung des Eigenverbrauchs die beste Lösung darstellt. Wichtig ist auch, dass Firmen durch die Konzepte der Hybriden Netze untereinander Liefer- und Bezugsbeziehungen eingehen können und sich so gegenseitig mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgen können. Allerdings sind bei diesen Konzepten Nachweise zu erbringen, die den Einsatz von mehreren Zählern voraussetzen. Das bedeutet, dass künftig ein Umdenken stattfinden muss. Im konventionellen Energiemanagementsystem existiert noch die Ansicht, dass zu jedem Zähler ein Kunde zugeordnet ist. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil der neuen Konzepte ist, dass neben Strom auch weitere Sektoren wie Wasser und Wärme eingebunden werden können.

Matthias Braun berichtete über den aktuellen Stand des Projektantrags „WEG der Zukunft“, welcher sich mit der Steigerung der Sanierungsrate in Wohnungsgemeinschaftseigentum befasst. Die Projektidee wurde im Vollantrag auf Aufforderung des Projektträgers Jülich zusammen mit 4 weiteren Partnern als Konsortium eingereicht. Der voraussichtliche Beginn des Projekts soll im März 2019 erfolgen. Insgesamt wird das Projekt eine Laufzeit von 3 Jahren mit einem Gesamtvolumen von etwas weniger als 2 Millionen € umfassen.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Matthias Braun herzlich bei Fred Gallian für die Möglichkeit, das Treffen des Arbeitskreises in der innovativen Louise-Otto-Peters-Schule durchführen zu können.

 
 
 
  Workshop „Blockchain: kommt jetzt das große Stadtwerkesterben?“ | © MRN  
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Workshop „Blockchain: kommt jetzt das große Stadtwerkesterben?“
 

Das Thema Blockchain ist aktuell in aller Munde. Diese Technologie ermöglicht Unternehmen viele neue Möglichkeiten, sich am Markt zu etablieren. Gleichzeitig bedingt sie aber auch ein Umdenken in weiten Teilen der bisherigen Geschäftsmodelle. Deutschlandweit sieht sich allerdings eine große Mehrheit der Unternehmen nicht als Vorreiter in Sachen Blockchain. Um den Energieversorgern der Region das Thema näher zu bringen fand im Januar ein gemeinsamer Workshop zur Thematik von Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zusammen mit dem Netzwerkpartner PwC statt.

 

Als profunder Kenner dieser Zukunftstechnologie erwies sich Dr. Sven-Joachim Otto, Senior-Partner von PwC, bestens bekannt aus seinem früheren kommunalpolitischen Wirken in Mannheim. Im Verlauf des Workshops wurde ein Überblick über die Vorteile und sinnvolle Einsatzbereiche der Blockchain gegeben. Zudem wurden den anwesenden Energieversorgern Best-Practice-Beispiele präsentiert, welche ein Anreiz für eigene Geschäftsmodelle sein können. Die anschließende Diskussionsrunde mit Fragen zu der künftigen Rolle von Stadtwerken, der Digitalisierung oder der Nutzung der Blockchain im ÖPNV zeigten, dass das Thema Unternehmen in Zukunft immer stärker beschäftigen wird.

 
 
 
  Jahreshauptversammlung des Clusters Energie & Umwelt bei MVV | © MRN  
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Jahreshauptversammlung Cluster Energie & Umwelt bei MVV
 

Gemeinsam viel erreichen und die Energiewende in der Metropolregion Rhein-Neckar vorantreiben – dafür steht das Cluster Energie & Umwelt des Fachbereichs Energie & Mobilität. Zur Jahreshauptversammlung 2019 des Clusters Energie & Umwelt lud der zu MVV Energie AG in Mannheim ein. Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG und Thementreiber Energie & Umwelt, nahm die Clustermitglieder mit auf einem Parforceritt durch die aktuellen Entwicklungen von Energiepolitik und Energiewende.

 

Im Anschluss präsentierte der Fachbereich Energie & Mobilität seine Aktivitäten des vergangenen Jahres und gab bereits einen ersten Ausblick auf die bereits geplanten Veranstaltungen des Jahres 2019, ganz nach dem Motto „nach der Konferenz ist vor der Konferenz“.

Der Blick in die Glaskugel der Energiewirtschaft ist nur bedingt möglich, zeigte der Gastvortrag von Christoph Perret, MVV Trading GmbH. Perret beschäftigt sich mit der Preisentwicklung des Strommarktes in 2019 und zeigte anschaulich auf, welche Einflussfaktoren bei dieser hochkomplexen Materie zu berücksichtigen sind, um mit intelligenten Modellen Voraussagen treffen zu können. Bei guten Gesprächen, Imbiss und Pfälzer Wein kamen die Gäste beim Get-together zusammen und konnten in angenehmer Atmosphäre über aktuelle und künftige gemeinsame Projekte diskutieren.

 
 
 
  v.l.n.r. Stefan Schrank (im Hintergrund), Projektleiter Coradia iLint Alstom, Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister Stadt Heidelberg, Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Umweltministerium Rheinland-Pfalz, Christian Specht, Erster Bürgermeister Stadt Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, Dr. Jens Sprotte, Geschäftsbereichsleiter Nahverkehr und Systeme Alstom | © VRN  
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Präsentation des weltweit ersten Wasserstoffzuges „Coradia iLint“ in der Metropolregion Rhein-Neckar
 

Ende Januar wurde in Ludwigshafen, im Kern der Metropolregion Rhein-Neckar, vom Schienenfahrzeughersteller Alstom und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) ein Wasserstoffzug vorgestellt, der dank seines Brennstoffzellenantriebes komplett emissionsfrei und geräuscharm fährt. Bei einer Sonderfahrt von Ludwigshafen Hbf nach Mannheim Hbf konnten sich Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einen ersten Eindruck verschaffen, wie sich mit diesem innovativen Fahrzeug zum Beispiel im Regionalverkehr oberleitungsfreie Strecken umweltfreundlich und nachhaltig befahren lassen.

 

Christian Specht, Erster Bürgermeister von Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar zeigte sich sehr erfreut, das Alstom auf seiner Roadshow durch Deutschland auch die Metropolregion besucht. „Wir stehen alternativen und nachhaltig klimafreundlichen Innovationen und Antriebstechnologien gerne offen gegenüber und sind bestrebt, auch im schienengebundenen Personennahverkehr die Emissionswerte in den kommenden Jahren weiter zu senken“, sagte Specht. „Gerade als Modellstadt ist Mannheim in diesem Prozess sehr aktiv und ist derzeit dabei, in einem vom Bund geförderten Programm zusammen mit vier weiteren Städten zu testen, wie der Umstieg vom Individualverkehr hin zum klimafreundlichen ÖPNV funktionieren kann“.


Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich ergänzt:“ Wir präsentieren heute mit dem Coradia iLint den weltweit ersten im Regelbetrieb verkehrenden Regionalzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie völlig emissionsfrei fährt und lediglich Wasserdampf und Kondenswasser abgibt. Durch eine saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung sowie ein intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie haben wir einen Zug entwickelt, der einen sauberen und für die Umwelt nachhaltigen Zugverkehr ermöglicht“.

Der Coradia iLint ist von Alstom für emissionsfreien Schienenverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken geplant und entwickelt worden. In Deutschland sind etwa 46 Prozent des Schienennetzes noch nicht elektrifiziert. Das Interesse nach alternativen Antriebstechnologien ist bundesweit sehr groß. Deshalb stellt der Schienenfahrzeughersteller im Rahmen einer Roadshow das Fahrzeug neben Rheinland-Pfalz auch in Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg vor.


Zwei Wasserstoff-Fahrzeuge werden seit September 2018 in Niedersachsen zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude im Regelbetrieb getestet. Ab 2021 sollen 14 Regionalzüge mit der neuen Technik auf dieser Strecke folgen und Fahrgäste im regulären Fahrplan befördern. Der Coradia iLint basiert auf dem heute im Regelbetrieb verkehrenden betriebserprobten Dieselfahrzeug des Typs Coradia Lint 54, der u.a. in Rheinland-Pfalz auf den Linien von Neustadt/W. über Bad Dürkheim und Grünstadt nach Monsheim und von Frankenthal über Freinsheim nach Ramsen sowie auf der Strecke zwischen Koblenz und Kaiserslautern und zwischen Mainz und Alzey eingesetzt wird.


Der iLint wird elektrisch angetrieben und fährt mit Wasserstoff Brennstoffzellentechnologie. Dabei wird in Brennstoffzellen durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasserdampf und Wasser elektrische Energie erzeugt. Die Reichweite beträgt bis zu 1.000 Kilometer pro Tankfüllung bei einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Beschleunigungs- und Bremsleistung ist vergleichbar mit den bisherigen Dieseltriebzügen des Typ Lint von Alstom.
Mit der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik wurde eine innovative Antriebstechnologie zum bisherigen Dieselbetrieb entwickelt, die eine emissionsfreie Alternative auf nichtelektrifizierten Schienenstrecken in der Bahnbranche darstellt. Im Zeichen des Klimaschutzes und der Energiewende kann diese Technik ein nachhaltiger Beitrag zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrssysteme sein.


Weitere Informationen zum Fahrzeug gibt es hier

 
 
 
  Heidelberg baut schon jetzt besser - Passivhaustagung „Besser Bauen!“ am 3. + 4. Mai 2019 | © Passivhaus Institut  
  © Passivhaus Institut  
 
 
Heidelberg baut schon jetzt besser - Passivhaustagung „Besser Bauen!“ am 3. + 4. Mai 2019
 

Heidelberg hat nicht nur eine schöne Altstadt, sondern auch sehr sehenswerte neue Stadtgebiete. Vor allem die Bahnstadt sticht dabei heraus, sie gilt als die weltweit größte Passivhaus-Siedlung. Damit ist Heidelberg der ideale Veranstaltungsort für die Passivhaustagung „Besser Bauen!“, für die die Stadt die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Tagung „Besser Bauen!“ findet zusätzlich zur Internationalen Passivhaustagung in China statt. Neben dem bewährten Tagungsprogramm mit Fachvorträgen und praxisnahen Workshops bietet das Passivhaus Institut in Heidelberg auch zahlreiche Neuerungen.

 

Passivhaus-Experten halten am 3. und 4. Mai 2019 in der Heidelberger Stadthalle Vorträge zum energieeffizienten Bauen und Sanieren. Dazu gehören Präsentationen zu Hallenbädern im Passivhaus-Standard, Sommerkomfort, der Verbindung mit erneuerbarer Energie oder auch die Planung und Umsetzung von Passivhaus-Quartieren. Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner hält ebenfalls einen Vortrag. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hält ein Grußwort zur Tagung. Es gibt zudem Diskussionsrunden dazu, wie sich hohe Energieeffizienz und Baukultur vereinen lassen und wie Architekten und Planer ihre Bauherren vom Passivhaus-Standard überzeugen können. Zahlreiche Workshops, darunter zum Passivhaus-Projektierungspaket PHPP und Building Information Modelling, stehen ebenfalls auf dem Programm.

Zum ersten Mal wird es auf der Passivhautagung einen Passivhaus Slam geben. Bei diesem unterhaltsamen Format werden am Freitagabend im drei-Minuten Takt besondere Erfahrungen beim Bau von Passivhäusern geschildert. Für das internationale Publikum gibt es auch einen englischsprachigen Slam. Direkt im Anschluss daran findet ebenfalls in der Stadthalle die legendäre Passivhaus-Party statt.

Begleitend zum Tagungsprogramm gibt es auch bei „Besser Bauen!“ eine zweitägige Fachausstellung. Dabei präsentieren Hersteller ihre Produkte zum energieeffizienten Bauen und Sanieren. Viele dieser Produkte sind zertifiziert. Nach der Tagung sind die Teilnehmer dazu eingeladen, sich bei Exkursionen am Sonntag beeindruckende Passivhaus-Projekte in Heidelberg und Umgebung selbst anzuschauen.

Eine der Exkursionen führt auch in die Bahnstadt Heidelberg, die derzeit größte Passivhaus-Siedlung der Welt. Für das Areal auf dem früheren Güterbahnhof hat die Stadt Heidelberg den Passivhaus-Standard verbindlich vorgeschrieben. Seitdem sind dort zahlreiche Wohngebäude und Nichtwohngebäude im Passivhaus-Standard entstanden, darunter drei Kitas, eine Schule, Bürgerzentrum, Feuerwache, Baumarkt und Kino. Ein größeres Einkaufszentrum wird gerade gebaut.

Die Bahnstadt Heidelberg diente auch der Bahnstadt Gaobeidian in China als Vorbild. Derzeit entstehen in Gaobeidian, rund 80 Kilometer südlich von Peking, zahlreiche Wohngebäude im Passivhaus-Standard. Ein Gästehaus sowie ein Museum gibt es bereits. In Gaobeidian findet im September 2019 die 23. Internationale Passivhaustagung statt. Damit lädt das Passivhaus Institut in diesem Jahr in beiden Bahnstädten zu einer Passivhaustagung ein.


Die Passivhaustagung „Besser Bauen!“ wird vom Passivhaus Institut in Kooperation mit der Stadt Heidelberg veranstaltet.
Nähere Informationen gibt es hier.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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