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Newsletter des Fachbereichs Energie & Mobilität
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalkonferenz Energie & Umwelt 2018 | © Schwerdt-Fotografie - MRN GmbH
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Ausgabe 05/2018
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 

die Energiewende elektrisiert die Menschen in unserer Region und darüber hinaus – das zeigte sich auch auf unserer 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt im John Deere Forum Mannheim. Auch wenn das Thema Energie nicht immer an erster Stelle der Berichterstattung in den Medien steht, so wird Energiewende in der Metropolregion Rhein-Neckar doch großgeschrieben. Unser Konferenzprogramm konnte auf ein Neues breiten Zuspruch bei Wirtschaft, Wissenschaft und Politik finden und ich habe mich ganz besonders gefreut, rund 300 Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

In unserem Clusternetzwerk arbeiten zwischenzeitlich über 70 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen vertrauensvoll zusammen. Hier trifft besonders das indianische Sprichwort zu: „wenn Du schnell vorankommen willst, gehe alleine – wenn Du weit kommen willst, musst Du gemeinsam gehen“. Unsere Netzwerkmitglieder haben sich ebenfalls mit interessanten Beiträgen in die Fachforen des Nachmittagsprogramms eingebracht.

Lassen Sie uns auf den kommenden Seiten gemeinsam unsere 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt Revue passieren und erfahren Sie weitere interessante Neuigkeiten aus unserem Fachbereich und dem Cluster Energie & Umwelt.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - so besagt die Redensart. Kaum ist unsere Regionalkonferenz Energie & Umwelt vorbei, sind wir schon wieder mitten in den Vorbereitungen für unsere 3. Regionalkonferenz Mobilitätswende am 14. Mai 2019 in Kooperation mit der TechnologieRegion Karlsruhe.

Ich möchte Ihnen bereits eine ruhige Adventszeit und schöne Feiertage wünschen. Nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Akkus wieder aufzuladen und mit neuer Energie ins Jahr 2019 zu starten. – Und nun viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters.

 
 
 
Bernd Kappenstein
Leitung Energie und Mobilität, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
 
 
➔ 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt: den Weg in die Energiewende konsequent weiter gehen
➔ Eine Region mit Energie - Blitzlichter aus den Fachforen der 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt
➔ Informationsveranstaltung für Energieeffizienzberater von KEFF Rhein-Neckar – erfahren Sie Wissenswertes und vernetzen Sie sich mit Experten
➔ Exkursion des Clusters Energie & Umwelt zum Geothermiekraftwerk Insheim
➔ Förderung Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge durch Bundesregierung - 3. Förderaufruf gestartet
➔ 8. Arbeitskreis Mobilität bei ABB in Heidelberg
➔ Fahrt in die Mobilität der Zukunft – bw-i Wirtschaftsdelegationsreise nach Frankreich
➔ Live-Demo der intelligenten Ladesteuerung HERMINE auf der beegy CONNECT
➔ Starke Partner in Sachen Elektromobilität – Hornbach und Pfalzwerke schließen eine deutschlandweite Partnerschaft
 
 
 
  Regionalkonferenz Energie & Umwelt 2018 | © Schwerdt-Fotografie - MRN GmbH  
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8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt: den Weg in die Energiewende konsequent weiter gehen
 

Deutschland hinkt beim Klimaschutz hinterher und inzwischen ist klar, dass die gesteckten Ziele in den nächsten Jahren verfehlt werden. Von 909 Millionen Tonnen Kohlendioxid (2016) sollen im Jahr 2020 in Deutschland nur noch 751 Tonnen Treibhausgas ausgestoßen werden, ein Ziel, das laut einer Berechnung im Klimaschutzbericht des Umweltministeriums so nicht erreicht wird. Wie die Energiewende in der Metropolregion Rhein-Neckar gelingen kann, diskutierten rund 250 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Rahmen der heutigen 8. Regionalkonferenz Energie und Umwelt im John Deere Forum in Mannheim. „Klimaschutz muss in Zukunft nicht zur Kür, sondern zur Pflicht gehören“, betonte Bernd Kappenstein, Leiter Fachbereich „Energie und Mobilität“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, zum Auftakt.

 

Die Metropolregionen stehen aufgrund hoher Bevölkerungs- und Industriedichte in besonderer Pflicht die Energiewende zu gestalten. Die Metropolregion Rhein-Neckar ist eine Metropolregion im Schnittpunkt dreier Bundesländer mit 290 Kommunen, daher lautete die Leitfrage der diesjährigen Konferenz: „Wie gelingt es in der Rhein-Neckar-Region die Energiewende dezentral und intelligent zu steuern?“ Wichtige Impulse dazu gaben am Vormittag die drei Experten-Panels „Regionales Energiekonzept: Kompass für erfolgreiche Energiewende in der Metropolregion Rhein-Neckar“, „Energiewende dezentral und intelligent steuern“ und „Hürden und Wege zur Steigerung der Sanierungsrate im Gebäudebestand“.

Energiewende liefert Chancen für Kommunen

Dass Klimaschutz nur gemeinsam funktioniert und Kommunen vor Herausforderungen stellt, aber auch Chancen bietet, unterstrich Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in ihrer Keynote. Vor dem Hintergrund der kommenden internationalen Klimaschutzkonferenz verdeutlichte Schwarzelühr-Sutter: „Wir brauchen den Rückenwind der Kommunen und Regionen, um unsere nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Klimaschutz vor Ort bringt Menschen zusammen, schafft Verständnis für umweltpolitische Entscheidungen, verbessert die Lebensqualität in Gemeinden und fördert Innovation bei örtlichen Unternehmen.“ Daher unterstütze das Bundesumweltministerium die Kommunen bei ihrem Engagement auch finanziell, so die Parlamentarische Staatssekretärin.

Region muss für Energiewende gemeinsam agieren

„Die Kommunen nehmen eine Schlüsselposition beim Klimaschutz ein, dort wird Klimaschutz für jedermann sichtbar“, unterstrich Kappenstein. Wie das über drei Länder hinweg möglich ist, wurde im Diskussionspanel zum Regionalen Energiekonzept deutlich. Ralph Schlusche, Direktor des Verbands Region Rhein-Neckar berichtete, dass aktuell das Regionale Energiekonzept fortgeschrieben werde. Dies sei nötig geworden, weil sich innerhalb der letzten sechs Jahre Rahmenbedingungen geändert und neue Schwerpunkte, wie beispielsweise im Bereich Mobilität oder Photovoltaik, ergeben hätten. Die Diskussionsteilnehmer berichteten von vielen Maßnahmen, die sie in ihrem Einflussbereich bereits umsetzen. Einig waren sich alle Vertreter, dass es mit Hilfe des Regionalen Energiekonzepts gelinge, Maßnahmen noch besser auf einander abzustimmen.

 

Energieproduktion durch Innovationen flexibilisieren

Weg vom zentralen großen Kraftwerk hin, zu vielen kleinen Energieerzeugern – von den Energieversorgern verlange die Energiewende Umdenken und Innovationen, unterstrich René Chassein (Pfalzwerke AG). Dezentralisierung von bestehenden Systemen und die Flexibilisierung von Angeboten ohne Komforteinschränkungen für den Bürger, das seien weitere Herausforderungen für die Energiewirtschaft in der Region. Nachholbedarf bestehe laut Prof. Wolfram Wellßow (Technische Universität Kaiserslautern) aktuell vor allem in den Bereichen, in denen das Zutun der Bürger gefragt sei. Bei der Wärmewende, der Effizienz oder der Mobilität hinke Deutschland hinterher.

Energieeffizienz von Gebäuden flächendeckend verbessern

Gleiches gilt für die Energieeffizienz von Gebäuden: 36 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebäude. Gleichzeitig liegt die Sanierungsquote weiter unter einem Prozent. Jedes Gebäude einzeln zu betrachten, sei viel zu zeitintensiv, moniert Uwe Bigalke von der Deutschen Energieagentur GmbH und brachte das sogenannte Prinzip Energiesprong ins Gespräch. Dahinter steckt eine niederländische Initiative, die durch standardisierte Prozesse die energetische Sanierung deutlich beschleunigt. Im Diskussionspanel stieß diese Herangehensweise auf großen Zuspruch. Um die Sanierungsrate schneller zu steigern, brachte Roland Matzig (r-m-p Architekten und Ingenieure, Mannheim) den Vorschlag den CO2-Ausstoß zu besteuern ins Gespräch. Der Idee einer solchen CO2-Abgabe stand Alexander Renner vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ebenfalls offen gegenüber.

Praxisbeispiele verdeutlichen Kompetenzen in der Region

Den Auftakt für eine Reihe von Praxisbeispielen machten Studenten der DHBW Mannheim, die ihr Projekt „DANTE“ vorstellten. Dieses beschäftigt sich mit dem Ziel, die bisher in industriellen Prozessen nicht genutzte Wärmeenergie in elektrische Energie umzuwandeln.

 
 
 
  Regionalkonferenz Energie & Umwelt 2018 | © Schwerdt-Fotografie - MRN GmbH  
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Eine Region mit Energie - Blitzlichter aus den Fachforen der 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt
 

Welche fachliche Expertise in der Metropolregion Rhein-Neckar vorhanden ist zeigte eindrucksvoll das Nachmittagsprogramm der 8. Regionalkonferenz Energie & Umwelt. Die Teilnehmer konnten sich in sechs Fachforen mit insgesamt 30 Vorträgen umfassend über die Themen Bauen und Sanieren, Alternative Versorgungssysteme, Energieeffizienz in Unternehmen, Smarte Energiesysteme, Wärmewende und Klimaschutzkonzepte in Kommunen informieren. Bernd Kappenstein lud im Anschluss die Moderatoren ins Plenum ein, um gemeinsam mit Ihnen die wichtigsten Aussagen der Foren Revue passieren zu lassen.

 

Christina Lang von der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH fasste als Moderatorin des Forums „Bauen und Sanieren“ die vorgestellten Themen zusammen: mit der „Louise-Otto-Peters-Schule“ betreibt der Rhein-Neckar-Kreis eine Energie-Plus-Schule, wie Fred Gallian von Bau und Vermögen Rhein-Neckar-Kreis berichtete. Uwe Bigalke von der dena stellte den Energiesprong vor, eine günstige und schnelle Methode des seriellen Bauens, die in den Niederlanden schon angewendet wird. Peter Dhondt aus der Kooperationsregion Flämisch Brabant in Belgien referierte zum innovativen Projekt „Housing 4.0“. Nachhaltige und zuverlässige Wärmeversorgungslösungen für Wohnungswirtschaft und Bauträger bietet „Wärme Immoflex“ der Pfalzwerke AG, so Sebastian Koch. Neue Maßstäbe für das Smart Home wurden von Carsten Mordos, Busch-Jaeger Elektro GmbH, gesetzt.

Wie Alternative Versorgungssysteme unsere Zukunft erleichtern können präsentierte Marianne Crevon, Klimaschutzagentur Mannheim gGmbH, Moderatorin des zweiten Fachforums. Dr. Jan Rongé und Tom Bosserez von der KU Leuven forschen an der Solarproduktion von Wasserstoff, die eine alternative Erzeugungsart ohne Strom darstellt. Adrian P. Merkel von der WiriTec GmbH stellte vor, wie erneuerbare Energien im industriellen Bereich möglichst effizient genutzt werden können. Dass man mit Absorber-Technik den Wirkungsgrad im Kraftwerksbereich verbessern kann zeigte Wolfgang Schmid von Rütgers GmbH & Co. KG Kälte Klima.

Dr. Thomas Sterr von UKOM (Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar) betonte als Moderator, wie Energieeffizienz Wettbewerbsfähigkeit im Unternehmen sichern kann. Das Projekt KEFF gibt kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg wichtige Tipps an die Hand, wie das eigene Unternehmen energieeffizienter werden kann. Das Aufspüren von Energiefressern mit der Wärmebildkamera ist eine Maßnahme davon, wie Bernhard Röhberg von KEFF Rhein-Neckar berichtete. Die Frage, ob das Thema Energie zu einem Erfolgsfaktor im produzierenden Gewerbe werden wird, thematisierte Dr. Marc Oeffner, ERN Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH. Wie ein Gebäude sparen lernen kann zeigte energyControl von MVV Enamic GmbH, was Andre Martin den Zuhörern näherbrachte. Wie wichtig es ist, schon die jüngsten Mitarbeiter für das Thema Klimaschutz zu begeistern, zeigte Klaus Engel von der IHK Rhein-Neckar. Franz Bruckner von UBP-consulting GmbH & Co. KG berichtete am Beispiel von Holz in der Prozesswärme über die Dekarbonisierung in der Industrie.

An Smarten Energiesystemen führt zukünftig kein Weg vorbei – Moderator Dr. Peter Eckerle, StoREgio Energiespeichersysteme e.V., gab einen Überblick über die Beiträge im gleichnamigen Forum. Ein smartes Quartier entsteht im Benjamin Franklin Village in Mannheim, so Bernhard Schumacher von der MVV Energie AG, die intelligente Lösungen für den neuen Stadtteil anbietet. Das Stromnetz der Zukunft ist im Projekt „Netzlabor grid-control“ von der Netze BW GmbH zum Greifen nah, so Dr. Bartholomäus Wasowicz. Cybersecurity ist unabdingbar beim Betrieb kritischer Infrastrukturen, wie Peter Schreieck, prego services GmbH, in seinem Vortrag betonte. Landwirtschaft 4.0 oder wie man eine nachhaltige Energieversorgung für Landwirtschaftliche Maschinen meistern kann, wurde im Rahmen des Projekts „Designetz“ erprobt. Prof. Dr. Peter Pickel, John-Deere GmbH & Co. KG, und Karin Maar, Pfalzwerke AG, gaben einen Einblick. Das Landau Microgrid Project (LAMP) erprobt den lokalen Energiemarkt in einem Arealnetz, wie Prof. Dr. Christof Weinhardt, Institut für Informationswirtschaft und Marketing (IISM) am KIT, erklärte.

Speicherung und Flexibilität sind zwei Schlagworte der Wärmewende, wie Uwe Ristl von der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis GmbH und Moderator des fünften Fachforums, ausführte. Wie thermische Speicherheizungen flexibel geladen werden können brachten Dr. Doris Wittneben, MVV, und Werner Neumeier, beegy GmbH, den interessierten Teilnehmern näher. Über den Fernwärmespeicher des Großkraftwerks Mannheim AG als Flexibilitätsoption berichtete Bernd Preißendörfer. Neue Wärme- und Kältekonzepte für die Zukunft kommen in Heidelberg zum Einsatz. Von smarten Lösungen in Bahnstadt, Heidelberg Innovation Park (HIP) und Patrick-Henry-Village berichtete Michael Teigeler von der Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH. Dass intelligente Wärmekonzepte ein Schlüssel für die Zukunft sein können bestätigte auch Prof. Dr. Matthias Rädle von der Hochschule Mannheim. Deutschlands größter Kältespeicher versorgt zuverlässig die Firma Roche Diagnostics in Mannheim mit Kälte für den Produktionsprozess von pharmazeutischen Produkten, wie Olaf Schöppenthau von ERN Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH vortrug.

Klimaschutz wird in den Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar großgeschrieben, wie Moderator Dr. Klaus Keßler von der KliBA gGmbH betonte. Von der Einstiegsberatung bis zum Klimaschutzmanagement ist die Stadtverwaltung Schwetzingen mit Klimaschutzmanager Patrick Cisowski ein guter Ansprechpartner. Sebastian Felixberger vom Rhein-Pfalz-Kreis gab einen Überblick, wie das Klimaschutzkonzept im pfälzischen Landkreis in der Praxis umgesetzt wird. Wie Klimaschutz zur Erfolgsgeschichte werden kann wird in der Verbandsgemeinde Leiningerland sichtbar, so Pascal Stocké. Unterstützung von der Stadtspitze gibt es bei der Energiekarawane für Gewerbe, bei der Bürgermeister kostenfreie Energie-Checks für Unternehmen anbieten, wie Udo Benz von KEFF Rhein-Neckar berichtete. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels wird zukünftig immer wichtiger werden: die Stadt Mannheim hält schon Maßnahmen parat und rüstet sich für die Zukunft, so Sabrina Hoffmann von der Klimaschutzleitstelle der Stadt.

 

 
 
 
  KEFF-Logo | © KEFF  
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Informationsveranstaltung für Energieeffizienzberater von KEFF Rhein-Neckar – erfahren Sie Wissenswertes und vernetzen Sie sich mit Experten
 

KEFF Rhein-Neckar lädt Energieeffizienzberater zur kommenden Beraterinformationsveranstaltung in das „Haus der Region“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Mannheim ein. Die Informationsveranstaltung findet statt am 13.12.2018 ab 15 Uhr.

 

Torben Eismann von der Firma Efficient Energy GmbH wird mit seinem Vortrag „Wasser als Kältemittel - die zukunftssichere und nachhaltige Kältetechnik für Gebäude-, Prozess- und Serverkühlung“ bestens auf den nächsten heißen Sommer vorbereiten.

Jürgen Römhild von UTBW stellt den aktuellen Stand des Expertenatlas ConsultA-RE vor. Im Anschluss besteht für Sie die einmalige Möglichkeit, sich vor Ort mit Unterstützung von Jürgen Römhild ein überzeugendes Online-Profil im Expertenatlas anzulegen. Bitte bringen Sie dazu einen eigenen Laptop mit, sollten Sie das Angebot wahrnehmen wollen.

Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge besteht ausreichend Zeit für Diskussion und offene Fragen. KEFF Rhein-Neckar freut sich auf Ihre Teilnahme und Anmeldung bis zum 06.12.2018 bei Karin Kempe-Staudte unter: E-Mail-Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos.

 
 
 
  Exkursion zum Geothermiekraftwerk Insheim | © MRN  
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Exkursion des Clusters Energie & Umwelt zum Geothermiekraftwerk Insheim
 

Die bereits fünfte Exkursion des Clusters Energie & Umwelt führte die interessierten Fachexperten in die Südpfalz, genauer nach Insheim zum dortigen Geothermiekraftwerk der Pfalzwerke geofuture GmbH. Dort begrüßten Bernd Kappenstein, Leiter Fachbereich Energie & Mobilität der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und Jörg Uhde, Geschäftsführer Pfalzwerke geofuture GmbH, die Teilnehmer.

Den Auftakt des informativen und kurzweiligen Nachmittags machte Jörg Uhde mit einer Präsentation zu den unterschiedlichen Facetten des Geothermiekraftwerks. Unter anderem konnten die Besucher hierbei erfahren, dass das Thermalwasser aus einer Tiefe von etwa 3800 m gefördert wird und dabei eine Temperatur von ca. 165 °C aufweist.

 

Allerdings wird das Wasser nicht direkt zur Energieerzeugung genutzt. Über einen Wärmetauscher wird Isopentan zum Verdampfen gebracht. Mit diesem Dampf wird die Turbine angetrieben, welche den Strom letztendlich erzeugt. Das Thermalwasser selbst wird wieder in den Untergrund zurück geleitet.

Das Geothermieprojekt in Insheim wurde bereits im Frühjahr 2007 durch die HotRock Engineering GmbH begonnen, bevor es Ende 2008 durch die Pfalzwerke übernommen wurde. Seit November 2012 liefert das Kraftwerk an bis zu 8000 Benutzungsstunden pro Jahr kontinuierlich Strom. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist das Thema Sicherheit und Akzeptanz in der Bevölkerung. Jörg Uhde erläuterte die umfassenden Maßnahmen die getroffen werden, um induzierte seismische Ereignisse auszuschließen. Zudem werden regelmäßig Feuerwehrübungen abgehalten um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Die auf die Präsentation folgende Führung über das Gelände konnten die Teilnehmer der Exkursion nutzen, um einen tieferen Einblick in die technischen Abläufe der Anlage zu erhalten und sich mit dem Verfahren vertraut zu machen.

 
 
 
  Key-Visual Fachbereich "Energie und Mobilität" | © MRN GmbH  
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Förderung Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge durch Bundesregierung - 3. Förderaufruf gestartet
 

Elektromobilität ist ein wichtiger Punkt auf der Agenda unseres Fachbereichs Energie & Mobilität und flächendeckende Ladeinfrastruktur ein Muss. Das BMVI hat zur weiteren Unterstützung des flächendeckenden und bedarfsorientierten Ausbaus der Ladeinfrastruktur am 22. November den dritten Aufruf zur Antragseinreichung veröffentlicht. Die Errichtung von bis zu 10.000 Normal- und 3.000 Schnellladepunkten (AC und DC) soll gefördert werden. Eine Antragsstellung ist bis zum 21. Februar 2019 möglich.

 

Beim dritten Förderaufruf kommt erstmalig ein webbasiertes Standorttool zum Einsatz, das Versorgungslücken im bundesweiten Ladenetz identifizieren kann. Dafür werden unter anderem Verkehrs- und Mobildaten, Nutzerdaten von Elektrofahrzeugen und sozio-ökonomische Daten ausgewertet. Mit Hilfe dieses Tools soll ein flächendeckender und nachfrageorientierter Aufbau der Ladeinfrastruktur gewährleistet werden. 

Gefördert werden grundsätzlich Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss an das Nieder- bzw. Mittelspannungsnetz. Die technischen Mindestanforderungen an geförderte Ladeinfrastruktur werden durch die Ladesäulenverordnung vorgegeben. Rund 70 Millionen Euro wurden von der Bundesregierung bereitgestellt.

Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie sich bei Ihren Ausbauplänen für öffentliche Ladeinfrastruktur unterstützten. Nähere Informationen zum Förderprogramm gibt es hier: Bundesamt für Verwaltungsdienstleistungen

 
 
 
  8. Arbeitskreis Mobilität bei ABB, Referent. Harald Horst, ABB | © MRN  
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8. Arbeitskreis Mobilität bei ABB in Heidelberg
 

Welche neuen Aktivitäten im Bereich der klimafreundlichen Mobilität gibt es? An welchen Projekten arbeiten die Mitglieder des Clusters Energie & Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar? Antworten auf diese Fragen gab es Anfang November beim 8. Arbeitskreis Mobilität des Fachbereichs Energie & Mobilität beim Gastgeber ABB Stotz Kontakt GmbH in Heidelberg. Bernd Kappstein begrüßte die Teilnehmer und gab einen Überblick über die aktuellen Schwerpunktthemen des Fachbereichs. Neben der E-Mobilität gewinnt auch das Thema Brennstoffzelle in verschiedenen Anwendungsbereichen immer mehr an Gewicht in Rhein-Neckar, so Kappenstein.

 

Smart Home und E-Mobilität sind zwei Trendthemen und zentrale Themenbereiche in der Strategie von ABB, wie Harald Horst ausführte. ABB produziert für die Bereiche Industrie, Transport und Infrastruktur sowie Energieversorgung. Über 130.000 Mitarbeiter arbeiten für den Konzern, darunter rund 10.000 bei ABB Stotz Kontakt am Standort Heidelberg. Von Heidelberg aus verlassen rund 56 Millionen Sicherheitsautomaten pro Jahr das Werk. Doch ABB ist auch vielen E-Mobilisten ein Begriff: das Unternehmen baut Ladestationen für E-Fahrzeuge und fokussiert sich hier besonders auf den Ausbau der DC-Schnellladeinfrastruktur.

Daniel Lautensack, ABB, räumte mit dem Vorurteil auf, dass Schnellladeinfrastruktur schwer in Wohnquartiere zu integrieren sei: Ein eindrückliches Beispiel ist eine Tiefgarage in China, die mit 168 DC-Schnellladern mit einer Leistung von je 50 kW ausgestattet wurde – die Einrichtungen funktionierten ohne Komplikationen. Die Entwicklung bei den neuen elektrischen Fahrzeugmodellen geht dabei auch stärker in Richtung CCS-Standard (Combined Charging System) in Verbindung mit DC-Schnellladen. Für 2019/2020 sind laut Lautensack rund 60 neue Modelle angekündigt, von denen einige eine Reichweite von über 300 km aufweisen sollen. Elektromobilität könnte dann endlich für eine breitere Masse attraktiv werden und der Markthochlauf starten. Es ist jedoch nicht außer Acht zu lassen, dass E-Mobilität allein unsere Verkehrsprobleme nicht lösen kann – wir brauchen vielmehr neue Mobilitätskonzepte, von autonomen Kleinbussen als Zubringer für die letzte Meile bis hin zu intelligenten Sharing-Modellen.

Im Anschluss stellte Werner Neumeier von der Firma beegy HERMINE vor. Auf diesen schönen Namen hört die intelligente Ladesteuerung des Unternehmens. beegy vernetzt verschiedene Komponenten im Haushalt intelligent – von der Photovoltaikanlage über den Batteriespeicher bis zur Ladestation. Hier kommt HERMINE ins Spiel und ermöglicht intelligentes Laden zu Hause mit Sonnenstrom vom eigenen Dach. Dabei errechnen Algorithmen den idealen Ladeplan für jeden Tag. Durch HERMINE ist es möglich, das E-Fahrzeug eigenverbrachsorientiert zu laden, das heißt dann, wenn auch eigener Solarstrom verfügbar ist. Dabei werden über eine App wichtige Parameter zur Ladesteuerung erfasst: der Ladezustand, die gewünschte Abfahrtszeit, Prognosen für Verbrauch und Erzeugung des Solarstroms. Bevorzugt wird dabei mit Strom aus der eigenen PV-Anlage geladen. Sollte dieser nicht ausreichen, wird auf Netzstrom zurückgegriffen.

Sehr aktiv im Bereich der klimafreundlichen Mobilität ist auch das Beratungsunternehmen BridgingIT, und zwar nicht nur als Fachexperte in verschiedenen Studien, unter anderem für das Schaufenster Elektromobilität oder e-mobil BW, sondern auch als Fahrer von E-Autos im der eigenen Flotte. Aktuell sind 13 Prozent der Dienstwagen elektrisch unterwegs. Die große Herausforderung zu Beginn der Umstellung bestand darin, dass die Berater auf dem Weg zum Kunden häufig Langstrecken zurücklegen müssen und daher auf Fahrzeuge mit einer hohen Reichweite angewiesen sind. Ein Großteil der eingesetzten PKW stammen aus dem Hause Tesla. BridgingIT zeigt, dass E-Autos durchaus alltagstauglich eingesetzt werden können. Im Gegensatz dazu haben die Plug-In Hybride in der Flotte den Praxistest nicht uneingeschränkt bestanden. Die Technologie sei nicht ausgereift, die Fahrzeuge nicht schnellladefähig und die rein elektrische Reichweite des Fahrzeuges lag in der Realität nur bei 30 statt der angegebenen 50 km. Wirtschaftlich gesehen seien diese Fahrzeuge eher nicht lohnenswert.

Heberger ist in erster Linie bekannt im Bereich Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, doch das Bauunternehmen widmet sich seit rund vier Jahren auch dem Ausbau von Ladeinfrastruktur, so Gregor Lelle. Über die Abteilung Kabelleitungsbau erfolgt Planung, Lieferung, Bau, E-Montage, Inbetriebnahme und Wartung der Ladesäulen aus einer Hand in rund zwei bis drei Tagen Bauzeit. Der Kunde wählt dabei Hersteller und Typ der Ladestation aus. Heberger hatte für das Potential von Ladeinfrastruktur in der Metropolregion Rhein-Neckar Prognosen aufstellt: ausgehend von 1 Millionen E-Fahrzeugen bis 2023 würden 29.000 E-Autos in der MRN und laut der Annahme von Heberger 1,7 Ladepunkte pro Fahrzeug benötigt werden. Insgesamt ergeben sich damit 48.905 Ladeeinheiten bis 2023 mit einem Umsatzpotential von 303.000.000 €. Heberger hat in den letzten vier Jahren dabei verschiedenste Ausbauprojekte betreut: von der Errichtung von Smight-Ladeleuchten über DC-Schnellladestationen an Autobahnraststätten, 12 High-Power-Chargern für IONITY bis hin zur Bus-Ladestation für RNV.

Max Nastold von Kazenmaier Fleetservice berichtete von einem neuen Förderprogramm zur Einführung von E-Fahrzeugen im Leasing. Es ist Teil des Sofortprogrammes „Saubere Luft“ und ermöglicht den Einsatz von E-Autos in den Städten Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg sowie Bensheim. Diese Städte sind von hohen Stickoxid-Werten betroffen. Kazenmaier steht über das Bundesumweltministerium 7,2 Mio. € sowie über das Bundesverkehrsministerium ca. 1,5 € zur Einführung von E-Fahrzeugen und zugehöriger Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Dies entspricht ca. 1.500 E-Fahrzeugen. Die Förderhöhe ermittelt sich nach den Fahrzeugmehrkosten von einem E-Fahrzeug zu einem vergleichbaren Verbrennerfahrzeug. Förderfähig sind gewerbliche Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Der Fahrzeugeinsatz muss zu großen Teil in einer Region der „Saubere Luft-Orte“ erfolgen. Die Fahrzeugbereitstellung erfolgt in Leasingverträgen mit einer Laufzeit von 36 oder 48 Monaten. Weitere Laufzeiten sind auch möglich. Kazemaier Fleetservice erledigt dabei die Antragsstellung für den Leasenden und es entsteht dadurch für den Kunden kein Mehraufwand.

 
 
 
  Kontakte knüpfen in Frankreich - Bernd Kappenstein im Gespräch beim "Imagine Mobility Meeting" in Paris | © MRN  
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Fahrt in die Mobilität der Zukunft – bw-i Wirtschaftsdelegationsreise nach Frankreich
 

„Die französische Wirtschaft boomt und Deutschland ist ein wichtiger Partner, gerade auch in der Mobilitätsbranche“, so begrüßte Jörn Bousselmi, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer in Paris, die Teilnehmer der Delegationsreise von Baden-Württemberg International (bw-i). Bernd Kappenstein von der Metropolregion Rhein-Neckar nahm als Vertreter der Region an der dreitägigen Expertenreise nach Paris und Lyon teil, die sich ganz den Themen der Mobilität der Zukunft, insbesondere E-Mobilität und autonomen Fahren, widmete. Rund 350.000 Bewohner in der Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland pendeln zum Arbeiten ins jeweils andere Land – auch hier zeigen sich die starken bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten.

 

Gleich zu Beginn stand ein äußerst interessanter Programmpunkt an: die Delegationsteilnehmer besuchten das Forschungsinstituts Vedecom und besichtigten die wichtigsten Bereiche. Vedecom ist ein vom französischen Staat sowie relevanten französischen Fahrzeugherstellern, unter anderem Renault, und Zulieferern finanziertes Forschungsinstitut mit Fokus auf zukünftiger Fahrzeug- und Mobilitätstechnologie. So beschäftigen sich die Mitarbeiter bei Vedecom unter anderem mit der Optimierung von induktiven Ladelösungen.

Gezielt Kontakte knüpfen konnten die Besucher auf dem „Imagine Mobility Meeting“ des Clusters Pôle Moveo in Paris. Die ganztägige Veranstaltung brachte französische Unternehmen und internationale Partner zusammen. Neben einem spannenden Vortragsprogramm – unter anderem, wie Singapur schon heute weitere Schritte in die Mobilität der Zukunft unternimmt – stand das Matchmaking im Programm. Bernd Kappenstein pflegte in B2B-Meetings einen intensiven Austausch zu acht französischen und internationalen Firmen, die starkes Interesse an den Aktivitäten des Cluster Energie & Umwelt zeigten.

Zum Ende der Wirtschaftsdelegationsreise ging es nach Lyon: hier befindet sich „Transpolis“, ein Testzentrum für automatisierte, vernetzte und elektrisch angetriebene Fahrzeuge, welches sich aktuell im Aufbau befindet und bis Ende 2018 fertiggestellt sein soll. In praxisnahen Situationen soll erprobt werden, wie sich autonome Fahrzeuge im Straßenalltag verhalten und welche Besonderheiten, wie Zebrastreifen, Kreuzungen oder Personenverkehr, spezielle Lösungen erfordern.

Bernd Kappenstein zeigte sich begeistert von der Delegationsreise von Baden-Württemberg International nach Frankreich. „Ich habe nicht nur wertvolle Kontakte zu französischen und internationalen Unternehmen knüpfen können, die sich mit Mobilitätsthemen befassen, sondern konnte vor allem auch die Beziehungen zu baden-württembergischen Partnern stärken. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Fachexperten hat die Reise für mich zu einem tollen Erlebnis gemacht. Ich bin gerne wieder mit dabei und danke Baden-Württemberg International für die perfekte Organisation“, so der Fachbereichsleiter. Die Teilnahme von Bernd Kappenstein an der Studienreise wurde durch den Internationalisierungsgutschein von bw-i gefördert. Dieser unterstützt Cluster dabei, den Schritt ins Ausland zu machen und neue internationale Kontakte anzubahnen.

 
 
 
  beegy CONNECT 2018 | © beegy  
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Live-Demo der intelligenten Ladesteuerung HERMINE auf der beegy CONNECT
 

Unter dem Motto „energy e-motion“ präsentierte die beegy CONNECT im September 2018 spannende Vorträge und eine interaktive Ausstellung an der Schnittstelle zwischen Energiebranche und Elektromobilität. Highlight des Events war die Live-Demonstration der Ladesteuerung HERMINE, die erstmalig den rund 100 Branchenvertreten vor Ort vorgestellt wurde. Dr. Martin Sommer von e.GO stellte in seiner Keynote die essentielle Frage, wie ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden kann, sodass Elektromobilität für jeden nutzbar ist. Bernd Kappenstein und Luise Markert von der Metropolregion Rhein-Neckar waren zu Gast auf der Hausmesse von Clustermitglied beegy und freuten sich über das interessante Vortragsprogramm.

 

In seiner Keynote „Der Weg zur bezahlbaren Elektromobiltät“ beleuchtete Dr. Sommer, Leiter Vertrieb und Produktmanagement bei e.GO, die Herausforderungen und daraus ableitend den Handlungsbedarf bei der urbanen Mobilität. Als Antwort auf die steigende Emission in den Städten gelten preislich attraktive E-Kleinfahrzeuge für den innerstädtischen Verkehr. Bezahlbarkeit ist hier neben dem ökologischen Nutzen ein wichtiger Faktor, da erst so der Zugang für die breite Masse ermöglicht wird. Dr. Sommer erklärte demnach: „Das Ziel von e.GO ist, das günstigste Elektroauto per se anbieten zu können.“

Zur Förderung der urbanen Mobilität führte er weitere Fahrzeugkonzepte auf. Nicht nur der private Besitz von Elektroautos müsse angestrebt werden, sondern auch bezahlbare E-Flottenfahrzeuge für Serviceanbieter sowie autonom fahrende E-Kleinbusse.

beegy stellte seinen mathematischen Optimierungskern, den Optimization and Calculation Core (kurz OCC), als Grundlage für Projekte wie Real Value oder Direktvermarktung vor. So umfasst der OCC die Datenbank, den Berechnungskern und die Schnittstelle zu allen beegy-Systemen. Letztendlich werden auf dieser Basis optimierte Steuerbefehle, Prognosen oder Handelsmengen generiert.

Auch HERMINE basiert auf dem OCC. Die intelligente Ladesteuerung wurde auf der Messe erstmals in einer Live-Demo vorgeführt. Dabei konnte das Publikum vor Ort beobachten, wie das Fahrzeug durch Hermine eigenverbrauchsoptimiert geladen wurde. Beim Verbinden des BYD e6 Fahrzeugs mit der Ladestation erhält der Benutzer eine Benachrichtigung auf das Smartphone, dass der intelligente Ladevorgang gestartet werden kann. Von dieser Push-Nachricht für den Anwender über die individuellen Einstellungen in der App, bis wann z.B. das Elektroauto geladen werden soll, bis hin zur Visualisierung der Kosten- und CO2-Einsparung – der gesamte Ladeprozess konnte von den Zuschauern live mitverfolgt werden. Ein weiteres Feature von HERMINE wurde an diesem Nachmittag demonstriert: Passend zur aktuellen Entwicklung kann HERMINE durch die Amazon Sprachsteuerung Alexa komfortabel bedient werden und sorgt so für eine gelungene User Experience.

 
 
 
  v.l.n.r.: Dr. Werner Hitschler (Pfalzwerke AG), Bernd Kappenstein (Metropolregion Rhein-Neckar GmbH), Manfred Kummer (HORNBACH Immobilien AG) und René Chassein (Pfalzwerke AG) nehmen die neuen Ladesäulen in Bornheim in Betrieb | © Pfalzwerke AG  
  © Pfalzwerke AG  
 
 
Starke Partner in Sachen Elektromobilität – Hornbach und Pfalzwerke schließen eine deutschlandweite Partnerschaft
 

Die Hornbach Baumarkt AG und die Pfalzwerke AG, Mitglied im Cluster Energie & Umwelt, wollen das Zukunftsthema Elektromobilität durch den gemeinsamen deutschlandweiten Ausbau von Ladeinfrastruktur maßgeblich unterstützen. Dazu haben beide im Rahmen einer Ladesäulen-Einweihung am Hornbachmarkt in Bornheim ihre strategische Partnerschaft verkündet. Bernd Kappenstein, Fachbereichsleiter Energie & Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, war ebenfalls zu Gast. „Ich freue mich, dass beide Unternehmen das Thema klimafreundliche Mobilität in unserer Region vorantreiben und einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Ladeinfrastruktur für E-Autos leisten“, so Kappenstein.

 

Entwicklungen und Nutzungsänderungen im Bereich Mobilität haben großes Potenzial, die Umweltbelastungen merklich zu reduzieren und die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Die Pfalzwerke nehmen sich dieses Zukunftsthemas aktiv an und kooperieren ab sofort beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Hornbach. Ziel ist es, möglichst viele Hornbach Bau- und Gartenmärkte mit entsprechenden Ladesäulen auszustatten, um das Stromtankstellennetz zu verdichten – und das bundesweit.

Zum Auftakt der Partnerschaft wurde der erste Meilenstein des gemeinsamen Konzeptes zur Ladeinfrastruktur am Hornbach-Markt in Bornheim in der Pfalz umgesetzt. Hier am Stammsitz des Familienunternehmens wurden jetzt eine Schnell- sowie eine Normalladesäule errichtet. Anfang 2019 folgen weitere Ladesäulen für die Mitarbeiter des Unternehmens, auf einem Parkplatz an der Hornbach-Zentralverwaltung. Beide Unternehmen, Hornbach und Pfalzwerke, stammen aus der Pfalz und engagieren sich für die nachhaltige Stärkung der Region.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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