Metropolregion Rhein-Neckar

Freiraumplanung

Die topographisch einmalige Situation des Oberrheingrabens mit der ca. 40 km breiten Rheinebene und den beidseitig angrenzenden Mittelgebirgen bestimmt maßgeblich das Landschaftsprofil und die Landschaftsbilder der Metropolregion. In einer Abfolge markanter Großlandschaften zeigt sich eine außerordentliche Vielfalt.

Für die Metropolregion Rhein-Neckar gilt es, diese Landschaften so zu sichern, dass die entsprechenden Freiräume nicht nur "Restflächen" der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung sind, sondern ein eigenständiges und miteinander verbundenes regionales Freiraumkonzept bilden.

Mit einem Netzwerk von Freiräumen, das eine bestmögliche Einbindung der Wälder, Feldfluren, Gewässerverläufe bis hin zu innerstädtischen Flächen gewährleistet, soll die Verinselung der Freiräume verhindert werden. So bleiben die natürlichen Freiraumfunktionen für den Arten- und Biotopschutz, das Klima, den Wasserhaushalt, das Landschaftsbild und die Erholung erhalten. Die  Zerschneidungseffekte durch Siedlungs- und Infrastrukturprojekte, die zu nachhaltigen Beeinträchtigungen des Landschaftshaushalts, der natürlichen Regenerationspotentiale und des Landschaftserlebens führen, werden minimiert.

Neben den Naturschutzwirkungen für den Erhalt von Arten und Biotopstrukturen soll durch die Vernetzung eine landschaftsästhetische Aufwertung erfolgen. Insbesondere gilt es hier Freiraumvernetzungsmöglichkeiten zu nutzen um z.B. im Bereich der Naherholungsnutzung die landschaftsgebundenen Freizeitaktivitäten zu verbessern (Rad- und Fußwegenetze).

Regionalpark Rhein-Neckar

„Landschaft in Bewegung“ bringen – das ist das Motto des Regionalparks Rhein-Neckar, mit dem die Landschaften und Freiräume in der Metropolregion Rhein-Neckar nachhaltig weiterentwickelt und vernetzt werden sollen.

Ausgangspunkt sind die vielfältigen Qualitäten der Teilräume der Metropolregion. Durch die Aufwertung und Gestaltung der Landschaft und durch die Freiraumvernetzung über Gemeindegrenzen hinweg wird die Qualität der Wohn- und Arbeitsstandorte in der Region deutlich verbessert. Freizeit- und Naherholungsangebote sollen noch attraktiver werden.
Der Regionalpark Rhein-Neckar ist keine neue Schutzkategorie. Vielmehr versteht er sich als Plattform für eine enge Zusammenarbeit der Gemeinden, Städte und Landkreise der Metropolregion, um

  • den Erlebniswert von Natur und Landschaft für die Freizeit- und Naherholungsnutzung zu steigern,
  • die landschaftlichen Potenziale der Teilräume weiter zu entwickeln
  • und damit das Image der Region nach innen und außen weiter aufzuwerten. 

Der Masterplan, als sog. Regiekonzept zur Umsetzung des Regionalparks formuliert die Ziele für die zukunftsfähige Entwicklung der Landschaften in der Metropolregion und zeigt gleichzeitig Prioritäten (Leitprojekte) auf. Er ist kein flächendeckendes Planwerk – vielmehr zeigt er Wege auf zur Realisierung von Projekten, Maßnahmen, Partnerschaften und Kooperationen.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Leitprojekte „Blaue Landschaften“ zur Aufwertung der Flusslandschaften an Rhein und Neckar und  „Metropolregion Rhein-Neckar – vernetzt“ mit der Entwicklung von Regionalparkrouten. Die Regionalparkroutenumsetzung startet im Jahr 2010 mit der Ausweisung der Kurpfalzachse, einer ca. 220 km langen West-Ost-Verbindung durch die Metropolregion (vgl. Kurpfalzachse Zwischenstand Dezember 2010)
Daneben werden kommunale Grünprojekte, die die Region sichtbar und erlebbar machen und somit einen regionalen Mehrwert haben, im Rahmen des Wettbewerbs „Landschaft in Bewegung“ prämiert. Der Wettbewerb findet einmal jährlich statt. Über die Beiträge entscheidet eine ausgewählte Jury.

Insgesamt trägt der Regionalpark Rhein-Neckar dazu bei, die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu steigern und das landschaftliche Profil der Region zu schärfen.

Kontakt

Verband Region Rhein-Neckar
Claus Peinemann
Dr. Claus Peinemann
  • Regionalreferent, Teilraum Hessen
  • Telefon 0621 10708-28
  • Fax 0621 10708-34
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