Metropolregion Rhein-Neckar

Energieversorgungskonzepte mit hohem Anteil erneuerbarer Energien

Deutschland hat eine Vorreiterrolle in der Nutzung erneuerbarer Energien

Eine ressourcenschonende, zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien ist erforderlich, um auch in der Zukunft global ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum zu erreichen, gleichzeitig aber einen weiteren Anstieg der globalen Erwärmung zur vermeiden bzw. zu begrenzen. Deutschland nimmt in der Förderung und der Nutzung erneuerbarer Energien eine internationale Spitzenposition ein. Mit ihren energiepolitischen Zielen setzt die Bundesregierung auch für die Zukunft anspruchsvolle Ziele in diesem Bereich. So sollen bis 2020 über 30% der Stromerzeugung und 14% der Wärmeerzeugung aus enerneuerbaren Quellen stammen - gegenüber 2009 eine Verdoppelung.

Um Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen Energienetze intelligent werden

Quelle: ENBW

Die Erzeugung erneuerbarer Energien ist deutlich stärkeren Schwankungen unterworfen als die derzeitige konventionelle Energieerzeugung. Wind und Sonnenschein lassen sich nur bedingt planen und fallen auch regional in verschiedenem Umfang an. Dieser Herausforderung müssen sich alle Energiekonzepte der Zukunft stellen. Inhalt aller Konzepte ist eine Kombination von innovativen Ansätzen auf den Gebieten Energiespeicherung, Energietransport und Lastmanagement. Ziel dabei ist, ein gesamtwirtschaftliches Optimum und einen ständigen Ausgleich zwischen Bedarf und Bereitstellung von Energie zu gewährleisten. Mit der E-Energy-Initiative von BMWI und BMU werden in Deutschland derzeit insbesondere Anstrengungen im Bereich Informations-/Kommunikationstechnologien in Energienetzen unterstützt. Auf europäischer Ebene läuft unter anderem das Projekt Web2Energy. Kosteneffiziente, langlebige stationäre Energiespeicher bilden einen Schwerpunkt der weiteren Entwicklung.

Globaler Handlungsbedarf besteht, um 2Mrd. Menschen ohne Zugang zu Energienetzen eine stabile Energieversorgung zu ermöglichen, oder lokale Energieerzeugung z.B. über Dieselgeneratoren durch umweltfreundlichere Lösungen zu ersetzen.

StoREgio: Wirtschaft und Wissenschaft der Region arbeiten intensiv an neuen Technologien

Quelle: ABB

Der StoREgio Cluster in der Metropolregion Rhein-Neckar und ihren benachbarten Regionen hat die Erfahrung und die Kompetenz, um intelligente, stationäre Energiespeichersysteme zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen. StoREgio beteiligt sich gegenwärtig an dem dritten Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel des Wettbewerbs ist, Deutschlands Position als führenden Technologiestandort zu stärken und auszubauen. Die Auswahl durch eine unabhängige Jury am 22. Juni 2011 brachte das StoREgio Konsortium in die Finalrunde des BMBF Spitzenclusterwettbewerbs.

Unternehmen und Hochschulen aus der Metropolregion Rhein-Neckar und angrenzenden Gebieten erarbeiten gemeinsam innovative Lösungen für Energiekonzepte der Zukunft. In Projekten wie LIB2015, Web2Energy oder den E-Energy Projekten MOMA oder MeRegio sind einige dieser Arbeiten bereits Gegenstand öffentlicher Förderung. Eine besondere Stärke dieser Kooperation  liegt dabei in der Abdeckung aller Teilfunktionen eines intelligenten Energienetzes. Chemieunternehmen wie BASF, Freudenberg, Chemetall, Schott oder SGL Carbon arbeiten seit langem an Systemen zur Speicherung von Strom und Wärme bzw. liefern Komponenten hierfür. ABB besitzt eine international führende Position in der Ausrüstung und Steuerung großer Energienetze. Younicos entwickelt Speichersysteme und Netzlösungen für eine Stromversorgung aus regenerativen Energiequellen. SAP und T-Systems sorgen z. B. mit so genannten „Smart Metern“ oder Abrechnungssystemen für eine sichere Erfassung, Übertragung und Verarbeitung von Daten. Auf Anwenderseite sind Energieversorger, von Stadtwerken über regionale Versorger wie MVV oder HSE bis zu überregionalen Versorgern wie EnBW an diesen Initiativen mit Pilotprojekten beteiligt. Wissenschaftliche Unterstützung erfahren die Entwicklungen durch eine Vielzahl hervorragender wissenschaftlicher Einrichtungen wie der Hochschule Mannheim, dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT), der TU Darmstadt oder dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologie in Pfinztal. Insbesondere das KIT hat sich im Rahmen der Helmholtz-Gemeinschaft und auf europäischer Ebene als Zentrum für Energieforschung etabliert.

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Region der Energieeffizienz

Über 250 regionale Partner arbeiten im Cluster "Energie & Umwelt" der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen, um die Energieeffizienz von Bestandsgebäuden und Unternehmen zu steigern.

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