Metropolregion Rhein-Neckar

Prozess-Daten-Beschleuniger

Prozess-Daten-Beschleuniger

Ausgangssituation

Der Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung hat eine ökonomisch relevante Dimension erreicht. Immer wieder müssen Unternehmen für verschiedenste Zwecke Firmen- oder Personaldaten an die Behörden übermitteln: Aufgrund nationaler Gesetze und Verordnungen bestehen aktuell über 10.000 Meldepflichten für Unternehmen allein gegenüber der Bundesverwaltung, was zu jährlichen Bürokratiekosten von über 47 Milliarden Euro auf Seiten der Wirtschaft führt . Daher gilt es, sowohl Qualität als auch Effizienz und Effektivität von Prozessen zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu verbessern.

Hierfür soll das Projekt „Prozess-Daten-Beschleuniger“ bis Ende des Jahres 2011 die wesentliche Basis für die Bereitstellung medien¬bruch¬freier Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung schaffen. Das interdisziplinäre Projektteam bestehend aus Verwaltung, Wirtschaft sowie Wissenschaft soll damit einen Paradigmenwechsel bei der Erfüllung von Informations- und Meldepflichten zwischen Wirtschaft und Verwaltung einleiten.

Projektziel

Im Rahmen des Projekts „Prozess-Daten-Beschleuniger“ werden die methodischen Grundlagen, Standards und Architekturen für eine verbesserte, flexible und medienbruchfreie Umsetzung von Verwaltungsvorgängen zwischen Unternehmen und Behörden entwickelt und bereitgestellt. Ergebnis ist ein modularer, zielgruppenorientierter Methodenleitfaden, eine standardbasierte Rahmenarchitektur und eine prototypische Umsetzung des Gesamtkonzepts.

In ausgewählten Unternehmen und Verwaltungen erfolgt eine Pilotierung ab Mitte 2011. Den Anfang macht hier die Fachdomäne Arbeitgebermeldepflichten, wodurch die Anwendbarkeit des Konzepts in der Praxis exemplarisch nachgewiesen und Erfahrungen gesammelt werden sollen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Fortentwicklung des Methodenleitfadens, der Architektur und der Spezifikationen zur Implementierung ein.

Realisierung

Wesentliche Grundlage für die Realisierung des Projekts sind die konsolidierten Ergebnisse vorangegangener wissenschaftlicher Studien im Rahmen des E-Government 2.0 Programms der Bundesregierung. Aus diesen und den Erkenntnissen der parallel laufenden Implementierung des Prototyps wird die Rahmenarchitektur mit ihren Komponenten und Spezifikationen entwickelt. Auf Grundlage der Rahmenarchitektur wird in der ersten Projektphase ein Demonstrator umgesetzt. In der zweiten Projektphase wird die Pilotierung von Anwendungsszenarien realisiert.
Nutzenpotenziale des „Prozess-Daten-Beschleunigers“
Das Konzept des „Prozess-Daten-Beschleunigers“ vereinfacht die Kommunikation zwischen Unternehmen und öffentlichen Stellen, ohne in die Datenautonomie der Unternehmen einzugreifen oder zentrale Datenbestände aufzubauen. Das Vorhaben stellt einen ersten innovativen Schritt hin zu einem „No-Stop-Government“ dar. Durch das Konzept, das für alle Unternehmensgrößen geeignet ist, werden zudem Datenredundanzen abgebaut, wodurch Fehlerquellen verringert werden und letztendlich die Qualität der Meldedaten systematisch gesichert und verbessert wird. Ferner werden meldepflichtige Unternehmen von der Beachtung vieler Detailregelungen und den immer wieder erforderlichen Aktualisierungen entlastet. Bürokratiekosten auf Seiten der Unternehmen und Verwaltungen werden merklich gesenkt.  

Nutzen

  • Methode für Analyse und Design von Prozessketten
  • Übertragbarkeit des Konzepts auf weitere Fachdomänen
  • Datenhoheit beim Unternehmen
  • Vereinfachte Abläufe und bessere Schnittstellen zur Verwaltung
  • Voraussetzung für zukünftige Entwicklung und Marktfähigkeit eines Prozess-Daten-Beschleunigers

Weitere Informationen finden Sie unter p23r.de.

Kontakt

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
Christine Brockmann
Dr. Christine Brockmann
  • Leitung Verwaltungsvereinfachung / E-Government
  • Telefon +49 (0)621 10708-111
  • Mobile +49 (0)172 743 27 81
  • Fax +49 (0)621 10708-100

Kontakt

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Carsten Jeblick
Carsten Jeblick
  • Verwaltungsvereinfachung / E-Government
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