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Der demografische Wandel ist bereits heute in der Metropolregion Rhein-Neckar spürbar und wird sich in den nächsten Jahren in seinen Auswirkungen noch erheblich verstärken. Dies eröffnet neue Chancen, stellt die Region aber auch vor große Herausforderungen. Um den demografischen Wandel ganzheitlich zu gestalten und möglichst alle relevanten Themenfelder miteinander verzahnt zu bearbeiten, hat die Metropolregion Rhein-Neckar die „Regionalstrategie Demografischer Wandel (RDW)“ ins Leben gerufen.
Diese arbeitet seit 2007 erfolgreich daran:
- die Chancen des demografischen Wandels in der MRN zu nutzen
- ein gemeinsames, abgestimmtes Handeln in der Region zu ermöglichen
- Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen im Umgang mit den Herausforderungen zu unterstützen
- Transparenz zu schaffen
- die Vernetzung von Akteuren und Aktivitäten in der MRN zu stärken.
Das Leitsystem Demografischer Wandel
Zentrale Austauschplattform der Regionalstrategie ist die Website Leitsystem Demografischer Wandel. Hier sind, neben weiteren Informationen zur RDW, vor allem zahlreiche gute Beispiele und Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des demografischen Wandels aus der Region dargestellt.
Demografie-Woche im Jahr 2012 mit Demografie-Kongress als Höhepunkt
Die Regionalstrategie Demografischer Wandel (RDW) der Metropolregion Rhein-Neckar veranstaltet vom 11. – 18. Oktober 2012 eine Demografie-Woche. Diese ist gedacht als regionale Kampagne, um für die Chancen und Herausforderungen angesichts des demografischen Wandels in der Metropolregion Rhein-Neckar zu sensibilisieren. In der entsprechenden Woche sollen Kommunen, Unternehmen, Netzwerke, soziale Organisationen (z.B. Seniorenheime, Mehrgenerationenhäuser, Behindertenverbände etc.), politischen Parteien, Schulen, Vereine, Kirchen und viele weitere Akteure, Veranstaltungen und Aktionen zum Thema durchführen. Den Höhepunkt bildet der von der Regionalstrategie selbst ausgerichtete große Demografie-Kongress am 18. Oktober 2012, bei dem praxisorientierte Konzepte zur Gestaltung des Demografischen Wandels in Unternehmen und Kommunen vermittelt werden sollen. Die Spezialthemen wie Gesundheitsmanagement, Umgang mit älteren Mitarbeitern, die Chancen der „silver economy“, Wohnanpassung oder auch Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge wurden per Umfrage und in Abstimmung mit Experten ermittelt und sollen in kleinen Gruppen, anhand konkreter Beispiele, aufgearbeitet werden.
Die Struktur der Regionalstrategie Demografischer Wandel
Das Steuerungsgremium der Regionalstrategie ist der „Lenkungskreis Demografischer Wandel". Dort besprechen die maßgeblichen Akteure und Netzwerke, die sich mit der Gestaltung des demografischen Wandels in der Region befassen, die konkreten Fragen und stimmen ein gemeinsamens Vorgehen ab. Dabei orientieren sie sich grundsätzlich an der am 19. November 2009 verabschiedeten Gesamtstrategie. Diese strukturiert, auf Anraten der wissenschaftlichen Experten, das Querschnittsthema demografischer Wandel anhand der sieben Daseinsgrundfunktionen Arbeiten und Wirtschaften, Bildung, Erholung, in Gemeinschaft leben, Verkehr und Mobilität, Versorgung und Wohnen. Für jedes dieser Handlungsfelder wurde ein Themenkoordinator oder eine Themenkoordinatorin eingesetzt, der bzw. die den Überblick über aktuelle Entwicklungen sichert und in ihrem/seinem Bereich als Ansprechpartner dient. Die konkreten Produkte und Projekte werden in den mit der Regionalstrategie verbundenen Netzwerken und Arbeitsgruppen erarbeitet. Diese sind das Netzwerk Vitaler Arbeitsmarkt, das Netzwerk betriebliches Gesundheitsmanagement Metropolregion Rhein-Neckar, das demographie Netzwerk (ddn) Regionalgruppe Rhein-Neckar, der Arbeitskreis Wohnen, die Netzwerke des Regionalparks Rhein-Neckar und der Arbeitskreis der kommunalen Demografiebeauftragten.
