Metropolregion Rhein-Neckar

Konversion

Der Abzug der US-Streitkräfte aus Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen ist seit der Bekanntmachung im Juni 2010 ein vieldiskutiertes Thema in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die bis 2015 freiwerdenden Konversionsflächen umfassen insgesamt 770 ha, dies entspricht in etwa der Siedlungs- und Verkehrsfläche von Schwetzingen. Von der Gesamtfläche sind ca. 560 ha zum Beispiel für Wohn-, Verwaltungs- und Sportzwecken genutzt. Die restlichen Flächen dienen derzeit noch als Flugplätze oder sind weitgehend unbebaut. Die schiere Größe der Konversionsflächen und deren kurze Freigabefrist bringen sowohl Chancen als auch Risiken mit sich.

Im Oktober 2011 wurde darüber hinaus die Schließung der Bundeswehrstandorte in Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) und Speyer sowie des Munitionsdepots in Walldürn-Altheim bekannt gegeben. Zwischen 2016 und 2019 werden hierdurch weitere rund 230 ha vormals militärisch genutzter Flächen frei.

In vielen Fällen werden zuerst Abbrucharbeiten durchgeführt und Altlasten beseitigt werden müssen. Auf die weitgehend funktionierenden Immobilienmärkte sollte insofern Rücksicht genommen werden, indem die Konversionsflächen zeitlich gestaffelt und abgestimmt vermarktet werden. Vermieden werden sollte, dass die attraktivsten Flächen als "Filetstücke" zuerst vermarktet werden und andere Flächen nur noch sehr schwer "mitgezogen" werden können. Von grundlegender Bedeutung ist zudem die Tatsache, dass die Flächen lediglich in sechs Kommunen liegen, sich die Konversion und deren Folgen aber auf die gesamte Metropolregion auswirken werden.

Die freiwerdenden Flächenpotenziale sind gerade im Kernraum der Region insgesamt als Chance für die betroffenen Kommunen und die Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen. Die verkehrliche Erschließung ist hier meist als sehr gut zu bewerten. Zudem stellen die Konversionsflächen ein hohes Potenzial für zukünftige Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebiete dar. Aufgrund der zentralen Lage und durch die Vornutzung dieser Konversionsflächen kann den Grundsätzen einer flächensparenden Siedlungsentwicklung in der Metropolregion Rhein-Neckar ein enormer Schub verliehen werden. Für die weniger zentral gelegenen Standorte im Neckar-Odenwald-Kreis bringt die Konversion jedoch voraussichtlich größere Herausforderungen mit sich. Die Dimension der zu bewältigenden Aufgabe birgt hier sowohl im Vergleich zu Gemeindegröße und Siedlungsstruktur als auch in Bezug auf die Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft zusätzliche Probleme.

Die Konversion stellt eine Herausforderung für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar dar. Sich daraus ergebende Chancen werden nur durch eine enge Kooperation aller Beteiligten optimal genutzt werden können. Diesbezüglich stellen die beiden eingerichteten Arbeitskreise "Lenkungskreis Konversion Rhein-Neckar" auf interkommunaler zwischen Mannheim, Heidelberg und Schwetzingen sowie und der "Koordinationskreis Konversion Rhein-Neckar" auf regionaler Ebene wichtige Plattformen dar, auf denen entsprechende Strategien und Lösungen auch unter Einbezug des ländlichen Raums entwickelt werden.

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Verband Region Rhein-Neckar
Manfred Hopfauf
Manfred Hopfauf
  • Regionalreferent, Teilraum Baden-Württemberg
  • Telefon 0621 10708-48
  • Fax 0621 10708-34

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Verband Region Rhein-Neckar
Maren Preuss
Maren Preuss
  • Referentin für Regionalplanung
  • Telefon 0621 10708-52
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