Metropolregion Rhein-Neckar

Konversion

Der Abzug der US-Streitkräfte aus Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen ist seit der Bekanntmachung im Juni 2010 ein vieldiskutiertes Thema in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die bis 2015 freiwerdenden Konversionsflächen umfassen insgesamt 770 ha, dies entspricht in etwa der Siedlungs- und Verkehrsfläche von Schwetzingen. Von der Gesamtfläche sind ca. 560 ha zum Beispiel für Wohn-, Verwaltungs- und Sportzwecken genutzt. Die restlichen Flächen dienen derzeit noch als Flugplätze oder sind weitgehend unbebaut. Die schiere Größe der Konversionsflächen und deren kurze Freigabefrist bringen sowohl Chancen als auch Risiken mit sich.

In vielen Fällen werden zuerst Abbrucharbeiten durchgeführt und Altlasten beseitigt werden müssen. Auf die weitgehend funktionierenden Immobilienmärkte sollte insofern Rücksicht genommen werden, indem die Konversionsflächen zeitlich gestaffelt und abgestimmt vermarktet werden. Vermieden werden sollte, dass die attraktivsten Flächen als "Filetstücke" zuerst vermarktet werden und andere Flächen nur noch sehr schwer "mitgezogen" werden können. Von grundlegender Bedeutung ist zudem die Tatsache, dass die Flächen lediglich in drei Kommunen liegen, sich die Konversion und deren Folgen aber auf die gesamte Metropolregion auswirken werden.

Die freiwerdenden Flächenpotenziale sind insgesamt jedoch als große Chance für die betroffenen Kommunen und die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen. Die verkehrliche Erschließung ist meist als sehr gut zu bewerten. Zudem stellen die Konversionsflächen ein hohes Potenzial für zukünftige Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebiete dar. Aufgrund der zentralen Lage und durch die Vornutzung dieser Konversionsflächen kann den Grundsätzen einer flächensparenden Siedlungsentwicklung in der Metropolregion Rhein-Neckar ein enormer Schub verliehen werden.

Die Konversion stellt eine Herausforderung für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar dar. Sich daraus ergebende Chancen werden nur durch eine enge Kooperation aller Beteiligten optimal genutzt werden können. Diesbezüglich stellen die beiden eingerichteten Arbeitskreise "Lenkungskreis Konversion Rhein-Neckar" auf interkommunaler und der "Koordinationskreis Konversion Rhein-Neckar" auf regionaler Ebene eine wichtige Plattform dar, auf denen entsprechende Strategien und Lösungen auch unter Einbezug des ländlichen Raums entwickelt werden.

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Verband Region Rhein-Neckar
Manfred Hopfauf
Manfred Hopfauf
  • Regionalreferent, Teilraum Baden-Württemberg
  • Telefon 0621 10708-48
  • Fax 0621 10708-34

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Verband Region Rhein-Neckar
Maren Preuss
Maren Preuss
  • Referentin für Regionalplanung
  • Telefon 0621 10708-52
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