- Referent für Energie und Umwelt
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Im Regionalen Energiekonzept Rhein-Neckar sollen gesamtheitlich alle Energiesektoren unter den Aspekten Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Arbeitsmarkteffekte betrachtet werden. Als Grundlage soll eine Darstellung der energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie eine Bilanzierung der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs in der Region dienen. Darauf aufbauend werden die Potentiale der Energieeinsparung, der effizienten Energienutzung sowie der erneuerbaren Energien erhoben. Zudem sollen die konventionellen Energieträger und energieeffiziente Verkehrskonzepte betrachtet werden. Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung von Szenarien, u.a. zu Fragen der dezentralen bzw. zentralen Energieerzeugung und -verteilung oder des künftigen Energiemixes. Abschließend sollen Handlungsempfehlungen und Leitbilder sowie umsetzungsorientierte Projektskizzen für die Akteure im Energiesektor erarbeitet werden. Der konkrete Untersuchungsrahmen des Konzepts wurde mit den Umwelt- und Wirtschaftsministerien, den Landesenergieagenturen der drei beteiligten Bundesländer und den regional betroffenen Akteuren abgestimmt. Diese sind über die Mitarbeit in Arbeits- und Lenkungskreisen in die Konzepterstellung eingebunden.
Die Bilanzierung der Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe ist Teil des Klimagutachtens für die Region Rhein-Neckar und stellt eine Grundlage sowohl für die Strategische Umweltprüfung im Rahmen des Einheitlichen Regionalplans als auch für das Regionale Energiekonzept dar.
Ziel der Bilanzierung ist es, aktuelle Daten zu Luftschadstoffen (vornehmlich NOx, Feinstaub, SOx) sowie Treibhausgasen (CO2 und CO2 -Äquivalente) aus den Quellgruppen Verkehr, Energieversorgung, Hausbrand, Abfall und Landwirtschaft/Forstwirtschaft zu erheben. So soll für die Metropolregion Rhein-Neckar erstmals eine umfassende räumliche und quantifizierte Abbildung der Emissionsquellen von Luftschadstoffen und Treibhausgasemissionen entstehen, die auch als Basis für Minderungsstrategien und Klimaschutz-/Umweltprogramme genutzt werden kann. Darüber hinaus wird in der von der Bietergemeinschaft Geonet (Hannover), Ökoplana (Mannheim) und Prof. Groß (Uni Hannover) erarbeiteten Studie eine transparente und nachvollziehbare Methodik entwickelt, die ein kontinuierliches Monitoring der Emittenten in der Region ermöglicht.

In den Erneuerbare-Energien-Konzepten für die Region Rhein-Neckar wurde der Bioenergie ein umfangreiches, vielfach noch ungenutztes Potenzial bescheinigt. Da es sich dabei um einen sehr heterogenen Sektor handelt (unterschiedliche Ausgangsmaterialien, Verwertungsverfahren, Endnutzungsformen und ein breites Akteursspektrum), bot sich die Durchführung eines Stoffstrommanagements für Biomasse an. In diesem Rahmen sollten die Potenziale quantifiziert und, daraus abgeleitet, entsprechende Nutzungskonzepte entwickelt werden.
In Folge dessen ist das zwischenzeitlich vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (Ifeu) und vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) erarbeitete Konzept umsetzungsorientiert ausgelegt. Im Ergebnis zeigt es konkrete Projektvorschläge mit Investitions-, Logistik- und Akteursrahmen auf.
Über 250 regionale Partner arbeiten im Cluster "Energie & Umwelt" der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen, um die Energieeffizienz von Bestandsgebäuden und Unternehmen zu steigern.