Die chemische Industrie ist in der Metropolregion Rhein-Neckar tief verwurzelt. Als das traditionell ökonomische Rückgrat übernimmt sie eine wichtige Funktion bei der Forschungs- und Entwicklungskooperation. Rund 40.000 Menschen arbeiten unmittelbar in den chemischen Betrieben, eine noch größere Zahl von Beschäftigten in der Region hängt in der vor- und weiter verarbeitenden Industrie mittelbar von ihnen ab.
Der bekannteste Branchenvertreter ist die 1865 im Mannheimer Stadtteil Jungbusch als „Badische Anilin und Soda Fabrik Aktiengesellschaft“ gegründete BASF SE, die heute an ihrem Stammsitz in Ludwigshafen das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt betreibt. Das Stammwerk ist mit einer Größe von 10 Quadratkilometern zudem der größte Industriekomplex in ganz Europa. Eine Fläche, die ungefähr 1.000 Fußballfeldern entspricht. Von der MRN aus werden Produktionsstandorte und Vertriebszentren in 170 Staaten gelenkt. Mit rd. 33.000 Mitarbeitern in Ludwigshafen ist „The Chemical Company“ der größte Arbeitgeber der Region.
Weitere bedeutende Chemieunternehmen sind BK Giulini GmbH (Ludwigshafen), Woellner GmbH & Co. KG (Silikate und Spezialchemikalien, Ludwigshafen), Raschig GmbH (Ludwigshafen), Rhein Chemie Rheinau GmbH (Mannheim).
In diesem Umfeld bietet die Region auch klein- und mittelständischen Unternehmen der Branche hervorragende Bedingungen. Im Gründerzentrum chem2biz haben sich sowohl Start-Ups als auch bereits etablierte Unternehmen eingemietet. Ihr Spektrum reicht von Feinchemikalien und Additiven über Pharmazie bis hin zu Biogaserzeugung.
