
Exzellenzcluster
Exzellenzcluster bündeln das Forschungspotenzial an deutschen Universitätsstandorten und stärken so deren internationale Sichtbarkeit und Konkurrenzfähigkeit. Ihr Kerngedanke ist die wissenschaftliche Vernetzung und Kooperation auf besonders zukunftsträchtigen Forschungsfeldern. Neben verschiedenen Einrichtungen der Universitäten sind so auch außeruniversitäre Forschungsinstitute sowie Industriepartner an den Clustern beteiligt. Für die jeweilige Hochschule sollen die Exzellenzcluster ein wichtiger Teil der strategischen Planung sein und die thematische Prioritätensetzung beschleunigen. Die Exzellenzcluster werden über jeweils fünf Jahre mit jährlich durchschnittlich 6,5 Millionen Euro gefördert. In der Region Rhein-Neckar sind 2 dieser Cluster ausgezeichnet, beide an der Universität Heidelberg:
Cluster „Zelluläre Netzwerke“
Der Heidelberger Exzellenzcluster „Cellular Networks“ soll die Funktionsweisen zellulärer Netzwerke klären und dies in mathematische Modelle überführen. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit von Biologen, Medizinern, Chemikern, Physikern und Mathematikern. Gemeinsam sollen die Wissenschaftler das Verhalten und die dynamischen Veränderung komplexer biologischer Netzwerke beschreiben und deren Regulationsmechanismen verstehen lernen. Auf dieser Basis können neue Therapien zur Bekämpfung von Viren (z. B. dem Humane Immundefizienz-Virus kurz HIV) entwickelt werden. Der Cluster ist in vier eng verwobene Projektbereiche und mehrere zentrale Technologieplattformen gegliedert.
Cluster „Asien und Europa im Globalen Kontext“
Der Heidelberger Exzellenzcluster „Asien und Europa im Globalen Kontext: Wechselnde Asymmetrien in kulturellen Austauschprozessen“ hat das Ziel die kulturellen Beziehungen zwischen Europäern und Asiaten zu erforschen. Die Zusammenarbeit mit akademischen Partnern aus Asien ermöglicht es, die Asymmetrien dieser Beziehungen aus beiden Richtungen zu analysieren und so die eurozentristische Perspektive zu überwinden. In vier Forschungsfeldern – „Governance und Verwaltung“, „Öffentlichkeit und Medien“, „Gesundheit und Umwelt“ sowie „Geschichte und Kulturerbe“ – untersuchen Wissenschaftler aus asien- und europabezogenen Disziplinen Phänomene, die zwischen einzelnen Kulturkreisen, Sprachräumen, Staaten und entsprechenden Fächern auftreten.