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ICE-Neubaustrecke Rhein-Main / Rhein-Neckar


Die hohe Priorität der ICE-Neubaustrecke ergibt sich aus der Funktion der Strecke als Bestandteil der “Nord-Süd-Trans­versalen für Europa“ zwischen Genua und Rotterdam. Darüber hinaus trägt sie zur Beseitigung des bundesweit größten Kapazitätsengpasses im Schienenkorridor zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar bei. Mit einer ausschließlichen Trassenführung über den Hauptbahnhof Mannheim – wie im Schienenwegeausbaugesetz in einer Fußnote festgelegt – wird die Funktion des ICE-Knotens Mannheim als wichtigster Umsteigeknoten im Südwesten Deutschlands sowie die vollwertige Anbindung der Metropolregion Rhein-Neckar an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz der Zukunft gesichert.


Die ICE- Neubaustrecke ist nach den Festlegungen des Schienenwegeausbaugesetzes als Maßnahme des „vor­dring­lichen Bedarfs“ zu verwirklichen.

 

Der von der Bahn geplante Bypass an Mannheim vorbei würde nicht nur zu erheblichen Nutzungskollisionen im hoch verdichteten Kernraum der Metropolregion Rhein-Neckar führen, sondern auch massiv den ICE-Knoten Mannheim schwächen: denn nach dem bahneigenen Betriebsprogramm würde sich der Bypass nur dann rechnen, wenn 60 der insgesamt 112 Zug­paare auf der Neubaustrecke am ICE-Knoten Mannheim vorbeiführen. Der raumordnerische Entscheid des Regierungs­präsidiums Karlsruhe verwirft daher die Bypass-Variante, da sie den „Erfordernissen der Raumordnung nicht ent­spricht“.


Die unverändert geltenden Argumente der Region und die rechtliche Lage lassen für eine von der Bahn beabsichtigte Wiederbelebung der Bypass-Diskussion keinerlei Spielraum.


 

 

 

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